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19. Juli 15 Uhr Internationaler Protesttag in Berlin

  • Gepostet am 16.07.2013 21:07

19. Juli 2013: Internationaler Protesttag gegen Gewalt und Morde an Sexarbeiter_innen

Vergangene Woche erschütterten zwei Morde an Sexarbeiterinnen in Schweden und in der Türkei Sexarbeiter_innen auf der ganzen Welt. Dadurch wird nun eine erneute Debatte über Gewalt gegen Sexarbeiter_innen und über die Stigmatisierung und Diskriminierung von Sexarbeiterinnen angeregt. Dabei geht es nicht nur um Schweden und die Türkei sondern um die prekäre rechtliche und gesellschaftliche Situation von Sexarbeiter_innen weltweit.

Eve Marie, oder Jasmine Petite, wie sie sich als Sexarbeiterin nannte, eine schwedische Sexarbeiterin, Sexarbeit-Aktivistin und Board Member der schwedischen Sex Workers’ Rights Organisation Rose Alliance, wurde vor einigen Tagen von ihrem Ex-Ehemann brutal umgebracht. Sie lag im jahrelangen Streit um das Sorgerecht mit ihm über die gemeinsamen Kinder. Das Sorgerecht wurde durch die Behörden dem gewalttätigen Ehemann zugesprochen, da sie als Sexarbeiterin als nicht geeignet galt. Obwohl sie wiederholt versucht haben soll, Anzeige wegen häuslicher Gewalt und Übergriffen gegen ihn zu erstatten, habe man ihre Hilferufe ignoriert – sie sei ja schließlich eine Sexarbeiterin.

Dora, eine transsexuelle Sexarbeiterin wurde in der Türkei ermordet. Berichten zufolge handelt es sich um ein weiteres, trauriges Anzeichen für die zunehmende transphobe Gewalt in der Türkei. LGBT-Organisation, darunter auch Transgender Europe, fordern einen stärkeren Eingriff gegen transphobe Gewalt, die manche mit einem “Massaker” vergleichen.

Am Freitag werden in vielen europäischen Ländern vor der schwedischen Botschaft demonstriert, da viele das schwedische Prostitutionsgesetz und die damit verbundene Stigmatisierung von Sexarbeiter_innen für den Mord an Eve Marie mitverantwortlich machen. Dieses Gesetz habe in den Augen vieler dazu geführt, dass Jasmine nicht als mündige Frau und Mutter anerkannt wurde und stattdessen wegen ihrer Tätigkeit als Sexarbeit Stigmatisierung und diskriminiert wurde.

Wir möchten uns dem Aufruf des ICRSE anschließen und Sie alle dazu einladen, sich am 19. Juli um 15 Uhr vor der Schwedischen Botschaft in Berlin einzufinden und Ihrem Protest Ausdruck zu verleihen.

Diese Aktion findet Europaweit in mehrere Hauptstädten statt.

http://menschenhandelheute.net/2013/07/16/19-juli-2013-internationaler-protesttag-gewalt-sexarbeiter_innen/

https://www.facebook.com/events/337753779688209

Wenn Ihr ein Statement abgeben wollt, meldet Euch bitte bei Sexwork Deutschland unter info@sexwork-deutschland.de



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