Halli hallo,
also das ich devot bin war mir ja schon lange klar, nur jetzt ist mir erst so richtig klar geworden das ich voll auf BDSM stehe.
Richtig gut wird es erst wenn Frau einen erfahrenen Mann an seiner Seite hat dem Frau auch vertraut.
Für mich ist das nichts für ein einmaliges Date.
Mich würde mal interessieren was genau die dominanten Herrn der Schöpfung daran finden mit einer Frau BDSM zu betreiben?
Was geht da in euch vor?
Gleiche Frage an die Ladys hier.
Was geht in euch vor wenn ihr dominiert werdet?
Was ich daran finde?
Die Frage finde ich schwierig.
Ich brauche einfach Führung und wenn ich diese nicht bekomme werde ich unsicher (deswegen klappt das bei mir auch nicht mit devoten Herren).
Für mich hat es etwas mit Stärke und mit der Männlichkeit zu tun und wie ich finde ist der Sex die beste Möglichkeit der Frau zu zeigen wie viel Mann in ihn steckt (jetzt nur auf den Sex bezogen, im wahren Leben gehört mehr dazu).
Außerdem provoziere und stichelt ich gerne und wenn Mann nicht mal dem gewachsen ist dann finde ich ihn auch nicht Attraktiv genug, egal ob er gut aus sieht oder nicht.
Mich fasziniert der Gedanke nicht weg zu kommen selbst wenn ich wollte.
Außerdem liebe ich es wenn ich sehe wie gut er es findet wenn ich diese oder das mache, wenn er mir Befehle erteilt.
Ich füge mich gerne und bin gerne sein *Spielzeug*!
Allerdings sollte der Mann auch genau wissen wie er eine Lady außerhalb des Bettes behandelt.
Ansonsten hat er auch hier verloren.
Ich hoffe ich habe es wenigstens etwas erklären können was ich daran finde.
Meine Freundin würde sagen das sie es das total frauenverachtent findet wenn der Mann eine dominiert.
Das finde ich ist aber total falsch, solange beide was davon haben und alles auf freiwilliger Basis passiert .
Bin gespannt auf eure Kommentare.
Lisa

Puh, ich musste schon eine Weile überlegen, ob ich dir einen Kommentar hinterlasse. Nicht weil mich das Thema schreckt, sondern weil man sich darüber sehr lang auslassen kann. Ich versuche mal, mich in kurzen Sätzen auszudrücken. Zunächst einmal das, was für die Meisten offenkundig sein dürfte. Ich liebe es einfach, eine Frau zu dominieren. Ich bin gerne der Chef. Es bereitet mir große Lust, wahrzunehmen, wie sie auf meine Wünsche (Kommandos) reagiert. So viel dürfte klar sein. Es bereitet mir aber auch großes Vergnügen, zu sehen wie die Frau Lust dabei empfindet. Für mich ist es ein unbeschreiblich schönes Gefühl, wenn ich sehe wie bei ihr die Lust auf Grund meiner Dominanz steigt. Weniger offenkundig dürfte das sein, was sich meist non-verbal zwischen den Partnern abspielt. BDSM hat in erster Linie etwas mit Vertrauen zu tun. Der devote Partner verläßt sich darauf, dass sie/er in seinen Grenzen dominiert wird. Das einhalten und eventuell behutsame steigern bedeutet Lust. Ein grober oder zu schneller Grenzübertritt verdreht das Spiel in Gegenteil. In jedem Fall muß das Vertrauen so groß sein, dass man sich sicher sein kann, dass das vereinbarte Safe-Signal bedingungslos eingehalten wird. Für mich als dominanten Part ist das eine große Herausforderung. Meist läuft eine Session (bei mir ist das zumindest so) non-verbal ab. Der devote Partner hat meist keine Möglichkeit sich über Worte mitzuteilen. Die Herausforderung ist dann, über alle anderen Wahrnehmungen zu erkennen, ob und was ihr/ihm Lust bereitet. Ich taste mich also langsam an die Grenzen meiner Partnerin heran und kann nur auf Grund ihrer körperlichen Reaktionen beurteilen, wie sie sich in diesem Moment fühlt. Das fordert von mir als dominantem Teil viel Konzentration, Einfühlungsvermögen und Selbstdisziplin. Am Ende einer solchen Session kann man sich dann gut die Frage stellen wer eigentlich der dominante Teil war. War ich es wirklich oder hat sie mich gut geleitet, damit ich das tue, was ihr gefällt. In diesem Sinne halte ich BDSM überhaupt nicht für Frauen verachtend. Im Gegenteil, ich denke sogar, dass BDSM eine gute Paartherapie sein kann. Denn es funktioniert nur dann richtig gut, wenn beide sehr achtsam mit einander umgehen und jeder genau auf die Reaktion des Anderen achtet. Zum Führen gehört auch immer jemand, der sich führen läßt und umgekehrt. Ein aufregendes Spiel zwischen zwei Partnern, die letztlich ja doch gleichgestellt sind. Ist jetzt doch ein bißchen mehr Text geworden. Immer noch zu wenig, um das Thema genau zu erörtern. Eventuell reicht es ja aber, um zumindest meine Meinung dazu zu erläutern.
Vielen Dank @ralf_c für deine Antwort, Das habe ich überhaupt nicht bedacht was es von dem Mann abverlangt. Daran merke ich das ich doch noch ziemlich unwissend bin. :-) Irgendwie finde ich nach deiner Erklärung es noch interessanter mich dem Mann anzuvertrauen. Ja und das mit dem vertrauen ist schon richtig, ich würde auf keinen Fall mich beim ersten mal auf sowas einlassen. Eben genau deswegen da Mann auf Frau aufpassen muss. Danke für deine gute Erklärung. Ich freue mich auf weitere Nachricht.
Gerne geschehen ;-)) Es gäbe zu diesem Thema sicherlich noch viel mehr zu berichten. Falls du Interesse hast, versuche ich gerne deine Fragen zu beantworten (gerne auch per PN). P.S. Bereue es gerade, das Frankfurt soweit weg ist. ;-))
Hallo Lisa, kann mich Ralfs Ausführungen zum größten Teil anschließen. Der aktive Part in diesem Spiel hat eine große Verantwortung. Zum Glück habe ich mittlerweile einige Frauen hier getroffen, mit denen ich einige Erfahrung sammeln konnte, trotzdem ist jede neue Session immer wieder ein Lernprozess. Und zwar für beide Seiten. Deswegen gibt es nur wenige Frauen, mit denen ich mich treffe, dafür mit diesen immer wieder. So entsteht das Vertrauen, das zum fallenlassen unbedingt notwendig ist. Eine Sache sehe ich anders: Gerade bei den ersten Sessions ist für mich verbale Kommunikation unabdingbar, über die ganze Session hinweg. Und noch eine andere Sache ist wichtig: ganz klare Absprachen, was geht und was nicht. Und was man mal ausprobieren möchte, aber halt mit entsprechender langsamer Steigerung. Außerdem mußt Du Dir selbst auch darüber klar werden, in welche Richtung Deine Neigungen gehen, z.B bist du eher devot oder masochistisch oder beides.
Man kann das meiner Meinung nach so erklären: Wenn der Mann sehen will, was ihn zum Mann macht und an sich herunterschaut, dann sieht er es. Wenn die Frau sich ihrer Weiblichkeit versichern möchte, kann sie dies nicht durch direktes Sehen, sondern nur duch Tasten oder ein vermitteltes Blicken, etwa im Spiegel. Damit hängt zusammen, dass der Mann sich vom Gefühl her eher "instrumentell" verhält, die Frau eher als "Werkstück".Das hat nichts mit dem sozialen Verhältnis von Mann und Frau zu tun, also auch nichts mit Unterdrückung von Frauen, sondern allen mit Symbolik und Gefühl. Ich mag es auch, eine Frau durch wohldosierte Schläge auf den Po vorzubereiten, Ihr etwas zu vermitteln, das in die Seele geht. Es geht also nie um Verletzung, sondern eine Art der psychischen Tätowierung.