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39 Jahre, Frau, Heterosexuell
Curvy, 165cm, 85kg
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#Blogcompetition. Mein Körper, meine Wahl, meine Freiheit.
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Mein Körper, meine Wahl, meine Freiheit: Warum ich tue, was ich tue.


​Fünfzehn Jahre sind eine halbe Ewigkeit. Fünfzehn Jahre in einer Beziehung, die mich systematisch klein gehalten hat. Wenn Unterdrückung und gewalt zum Alltag gehören, lernt man zu schweigen. Man zieht sich in sich selbst zurück wie in ein Schneckenhaus, baut Mauern um die eigene Seele und versucht einfach nur zu überleben. In dieser Zeit verliert man sich nicht nur schleichend – man löscht sich selbst fast vollständig aus. Auch der Sex wurde von meinen damaligen Partner bestimmt, seine Lust und sein Orgasmus mussten sein,wie ich es wollte spielte keine Rolle.
​Für meine neunjährige Tochter habe ich in all den Jahren alles gegeben. Sie war und ist mein Anker, mein ganzer Stolz und der Grund, warum ich niemals aufgegeben habe. Als Mutter habe ich funktioniert, bis zur Erschöpfung. Aber als Frau? Als eigenständiger Mensch mit eigenen Bedürfnissen, Wünschen und einer eigenen Sexualität? Da war jahrelang nur Leere. Am Ende war ich emotional ausgelaugt und mit einem Berg Schulden belastet.
​Seit einem Jahr bin ich frei. Und diese Freiheit sie ist ein hart erkämpfter Sieg aus der toxischen Beziehung. 


Ich bin Deutsche mit polnischen Wurzeln und in einer freien Gesellschaft großgeworden. In einer Welt, die darauf baut, dass jeder Mensch das Recht hat, über sein eigenes Leben zu bestimmen. Und genau dieses Recht hole ich mir heute jeden einzelnen Tag zurück.
​
​Heute fühle ich mich endlich wieder sicher genug, um meine verloren geglaubte Sexualität neu zu entdecken – frei, ohne angst, ohne Zwang und zu meinen ganz eigenen Bedingungen. Dass ich damit gleichzeitig mein eigenes Geld verdiene, und dadurch Schulden Schritt für Schritt abbaue um finanziell wieder ins Plus komme . Es ist Selbstermächtigung. Ich sorge für meine Tochter, ich sorge für meine Zukunft – und zum ersten Mal in meinem Leben sorge ich auch für mich selbst.


Anschaffen bedeutet gleichzeitig für mich

Professionalität und Selbstbestimmung. 


​Es gibt diesen weit verbreiteten Irrglauben, dass Frauen in diesem Bereich getriebene Opfer seien, die keine Grenzen kennen. Die Wahrheit ist: Ich habe erst durch diese Arbeit gelernt, was glasklare Grenzen wirklich bedeuten. Professionalität heißt für mich Respekt, absolute Diskretion, Hygiene, ein sicheres Gespür für Menschen und das unumstößliche Recht, jederzeit Nein zu sagen.
​Sicherheit ist nicht verhandelbar. Wer meine Zeit bucht, begegnet einer erwachsenen, selbstbewussten Frau auf Augenhöhe. Ich entscheide, wen ich treffe. Ich bestimme den Rahmen. Und diese Kontrolle zu haben – nach fünfzehn Jahren Horror, ist unglaublich heilsam.
Wie ich am Anfang erzählt hab fühlte ich mich nicht mehr selbstbewusst, attraktiv,ich war nicht ich.


​Die Vorurteile, die mich nerven


​Was mich wirklich wütend macht, ist die Scheinheiligkeit der Gesellschaft. Dieses herablassende Mitleid von Menschen, die glauben, mich bemitleiden oder belehren zu müssen. Die Annahme, dass eine Frau, die mit Erotik und Intimität Geld verdient, keinen Selbstwert habe.
​Ganz ehrlich: Ich brauchte erst einen echten, unzerstörbaren Selbstwert, um diesen Weg überhaupt gehen zu können. Fünfzehn Jahre in einer toxischen selbszerstörenden Beziehung zu verharren  das hat mich zerstört. Aber heute selbstbestimmt mein eigenes Einkommen zu erwirtschaften, meine Rechnungen pünktlich zu zahlen und meiner Tochter eine sichere, schuldenfreie Zukunft aufzubauen, beschämt mich nicht im Geringsten. Es zeigt mir nur, wie stark ich geworden bin.
​Mein Stolz, meine Stimme
​Ich schäme mich nicht für meine Vergangenheit, und ich schäme mich erst recht nicht für meine Gegenwart. Ich bin stolz darauf wie ich heute mein Geld verdiene, dass ich eine liebevolle, präsente Mutter bin. Und das ich eine Frau bin, die ihre Sexualität nicht mehr versteckt, sondern frei auslebe.

 
​Es ist meine wohlüberlegte Entscheidung. Mein Körper, meine Regeln, meine Stimme. Und die lasse ich mir von niemandem mehr nehmen.

Das Schlimme ist, eine toxische Beziehung mit wenig eigenem Raum ist gesellschaftlich akzeptiert, dein aktuelles Pendant mit eigenen Regeln wird teilweise geflamt. Und es sind öfter andere Frauen, die das nordische Modell für erstrebenswert halten und deine Entscheidung für falsch halten....

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