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Dokus, die keine sind - Lovemobil

vor etwas mehr als 3 Monaten habe ich einen Blogbeitrag über eine Dokumentation geschrieben.

https://kaufmich.com/Bisous/blog/Gestern_habe_ich_eine_Reportage_angesehen

Einiges daran kam mir seltsam vor.
Ich dachte, dass da zum Teil Statisten eingesetzt worden sind und manches übertrieben dagestellt worden ist.

Tatsächlich ist nur eine Person echt.
Die Frau, die die Wohnwagen verliehen hat.

-Rita lebt in Amerika, wurde als Darstellerin engagiert, ist natürlich keine Prostituierte und wusste auch nicht dass es um eine Dokmentation geht.

- Milena ist ebenfalls als Darstellerin engagiert worden

-der angeblich Zuhälter, ist schon lange kein Zuhälter mehr und arbeitet als Hausmeister.
Die Szene, wo er sagt, dass "farbige Frauen" im Club nicht ankommen, ist ihm vorgegeben worden.
Er dachte es geht um einen Film und Szenen darin.^^

- die angeblichen Freier, sind ebenfalls Darsteller, die engagiert worden sind.
Sowohl im Wohnwagen, wie auch in der Bar.
Der eine war entsetzt, weil er in einer Tankstelle arbeitet und die Leute denken womöglich, er ist so ein Freier.
Auch er dachte, es geht um eine Filmszene.^^

Trotzdem muss ich der Verantwortlichen zugute halten, dass sie sich erklärt hat.
Ich denke, sie hat nicht ganz ermessen, was das für Folgen nach sich ziehen kann/wird.
Gerade auch für die Personen die unverpixelt zu sehen sind und natürlich durch eine Doku ganz anderst da stehen, als wenn es als Film gegolten hätte, wo klar ist, dass es Schauspieler sind.
****

guido_01, hat mich darauf aufmerksam gemacht.
Danke dafür! <3
Ich habe ihn gefragt, ob ich ihn zitieren darf.
Heute habe ich mir die Aufdeckung in der ARD Mediatheke angesehen, mir ein Bild davon gemacht und jetzt folgt der Blogbeitrag. ;-)

_____
guido_01 (Köln) 23.03.2021 19:36

Welt vom 23.03.2021: „Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat sich von dem Kino-Dokumentarfilm „Lovemobil“ der Autorin Elke Margarete Lehrenkrauss distanziert. Die preisgekrönte Produktion, die der NDR mitproduziert hat, zeige in weiten Strecken Szenen, die nicht authentisch seien, hieß es in einer Mitteilung vom Montag. Auslöser waren den Angaben zufolge Recherchen der NDR-Redaktion „STRG_F“. Der Film soll zwar auf Basis von langjährigen Recherchen der Autorin entstanden sein, aber zentrale Personen des Films schildern demnach nicht ihre persönlichen Erfahrungen, sondern spielen eine Rolle. Zahlreiche Situationen seien nachgestellt oder inszeniert. … Er ist weltweit auf Festivals gelaufen, wurde im Juli 2020 mit dem Deutschen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet und ist für den Grimme-Preis nominiert. Finanziert wurde er unter anderen aus Mitteln der Nordmedia Filmförderung, die NDR-Dokumentarfilmredaktion war als Co-Produzent beteiligt. Im Interview bei „STRG_F“ habe Lehrenkrauss eingeräumt, es versäumt zu haben, den NDR über die Inszenierungen zu informieren, hieß es. Sie bereue das. Der NDR habe aber auch nicht nachgefragt.“
..
Schön, wenn der öffentliche Rundfunk eine geförderte Pseudo-Doku (mir Bestätigung der eigenen Meinung?) wenigstens im Nachhinein auf den Wahrheitsgehalt abklopft.
Die Gehirnwäsche ist damit natürlich schon passiert - die böse, menschenverachtende Prostitution.
_______

Meine Einschätzung vom Dezember bleibt bestehen, auch wenn ich mich in Teilen geirrt habe und dachte die Frauen könnten echt sein.^^

"Das Bild ist allerdings mehr als nur übel.
Als nicht Escort würde ich sagen - verbietet die Prostitution.

Als Escort sage ich, da wird massiv Stimmung gemacht.

Eigentlich pervers, das was sie anprangern, haben sie mit ein paar Euro filmen können - sie haben es ausgenutzt, dass die Frauen schnell Geld verdienen wollen ( wieviel haben sie dafür gezahlt, die Frauen zu filmen)

Kotzt mich an.
Die Leute die das sehen denken einfach... was da so ist, ist überall so. "
*******

Traurig ist mal wieder die Doppelmoral, da wird eine vorgegebene Szene gedreht, die auf "Rassismus" abzielt und in der gleichen Szene wird ein Mann als Freier dargestellt, der unter " Bodyshaming" läuft.
Freier schlecht darstellen, geht immer, die kann man problemlos diskriminieren.^^

Ja. Ein Riesenskandal. Ich hoffe, der NDR verklagt die Filmemacherin. Ich habe den Film damals auch gesehen und geglaubt, dass es eine Dokumentation war. Etwas komisch kam es mir schon vor, aber es war ja preisgekrönt und da werden die Juroren ja wohl geprüft haben ... Pustekuchen! Der Film ist nun wertlos. Eine Fälschung. Die Filmemacherin kann sich einen anderen Job suchen. Vielleicht als Regisseurin bei Frauentausch.

26. Mar 2021

Zitat WDR : ""Lovemobil" ist in seiner Tiefe kein Film über Prostitution, sondern ein Film über eine Sackgasse des globalisierten Kapitalismus und jene, die er am härtesten trifft und die mit allen Mitteln ums Überleben und eine Zukunft kämpfen." Ich habe ihn selber noch nicht gesehen. Glaub brauch ich auch nicht mehr nach deinen Ausführungen . Hab mir damals die Serie, Secret Diary of a Call Girl, angeschaut und fand dich auch schon so NAJA . Bisher habe ich tatsächlih noch kein Buch , keine Serie , keinen Filmn gelesen oder gesehen , der tatsächlich autentisch ist . Der auch mal beide Seiten beleuchtet , also auch die dunklen Seiten des Gewerbes und eben auch das es anders geht.

26. Mar 2021

* Flüchtigkeitsfehler, darfst behalten :-)

26. Mar 2021

Von der Ästhetik her ist der Film gut gemacht. Das einzige Problem ist, dass er falsch deklariert würde. Als Dokumentarfilm. Die Bezeichnung Doku-Drama passt besser. Jedenfalls gab es ein Drehbuch. Die Dialoge waren großteils von der Autorin vorgegeben. Auch wenn jeder Dokumentarfilm subjektiv ist, so wurde hier die Grenze des Genres überschritten. Die Titulierung als Dokumentarfilm ist meiner Meinung nach eine Täuschung der Zuschauer. Fake.

26. Mar 2021

@Sweetest-Dream: „Bisher habe ich tatsächlih noch kein Buch , keine Serie , keinen Filmn gelesen oder gesehen , der tatsächlich autentisch ist .“ .. Ich bin von „Ilan Stephani / Lieb und Teuer – Was ich im Puff über das Leben gelernt habe“ ganz hin & weg. Das driftet für mich zwar etwas in’s Esoterische ab, aber sonst… schön differenziert und nah am Menschen.

26. Mar 2021

@ bisous: Danke dafür! <3 … Gern geschehen – und bei <3 denke ich immer an eine Eiswaffel ;-)

26. Mar 2021

guido, das sieht auch wirklich so aus, wie eine Eiswaffel mit 2 Kugeln Eis. ;-)

26. Mar 2021

Es hat lange gedauert bis da ein Blog kam. Dachte schon es würde, keiner hier interessieren. Alle andern Blogs die Tage, die lesen wohl nur BILD.

26. Mar 2021

Die Doku wurde mit dem Deutschen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet. Frau Lehrenkrauss, wird doch hoffentlich ihre lehren daraus ziehen. Name und was haben etwas Gemeinsames. :) ... Ich habe nochmal nachgeschaut hier der Artikel wxw.zeit(punkt)de/kultur/film/2021-03/elke(minus)margarete-lehrenkrauss-lovemobil-dokumentarfilmpreis-rueckgabe-inszenierung Ich hoffe das der leicht überarbeitet Link durchgeht, ohne das ich gesperrt werde.

26. Mar 2021

Hier eine Art Gegendarstellung, Entschuldigung. ... Für mich wirkt das ganze eher als eine Art gespielte Schuldabweisung des NDR. Frau Lehrenhaus ist immer noch überzeugt, dass sie alles richtig gemacht hat. ... Es haben ja so viele die Doku gesehen, zumindest haben sie es hier geschrieben, hier der Link zur gespielten Schuldabweisung. Ich habe die Doku nicht gesehen, denn als ich lass, Fr. Lehrenhaus habe 3 Jahre für die paar Minuten recherchiert, da hat es mir bereit gereicht. Das habe ich in dem Blog auch so geschrieben. https://www.ardmediathek.de/video/strg_f/ist-die-doku-lovemobil-gefaelscht/funk/Y3JpZDovL2Z1bmsubmV0LzExMzg0L3ZpZGVvLzE3NDA4MTI/ Die 3 Personen Erika, der Freier und der angebliche Zuhälter müssen auch nicht alle Tassen im Schrank haben, wenn sie heute behaupten sie hätten das ganze ohne Skript gespielt. Sie haben, meine Meinung, bares für ihre Rollen bekommen. Wenn mir Geld für so etwas angeboten würde, so würde ich zumindest fragen wofür. Deshalb tut mir der Kerl von der Tanke nicht leid.

26. Mar 2021

""Das Bild ist allerdings mehr als nur übel. Als nicht Escort würde ich sagen - verbietet die Prostitution." --- Das war doch Sinn und Zweck.

26. Mar 2021

Fritz, ich habe es zuerst durch "guido_01 (Köln)",vor 3 Tagen mitbekommen, weil er einen Kommentar in meinem alten Blog diesbezüglich geschrieben hat. Gestern hätte ich es dann spätestens mitbekommen, weil es bei der ARD Mediathek, gleich ganz oben gelistet ist. https://www.ardmediathek.de/video/strg_f/ist-die-doku-lovemobil-gefaelscht/funk/Y3JpZDovL2Z1bmsubmV0LzExMzg0L3ZpZGVvLzE3NDA4MTI/ ----------- Die Regisseurin Elke M. Lehrenkrauss, hat den Preis und das Preisgeld zurück gegeben. Gute Reaktion und sie hat die Verantwortung übernommen, was man heutzutage kaum noch sieht (z.B. bei Politiker/innen)! Was sie den Darstellern angetan hat, steht auf einem anderen Blatt. Das war Absicht, weil sie ein konkretes Bild erzeugen wollte und dafür habe ich null Verständnis. So geht man nicht mit Menschen um.

26. Mar 2021

Massel, ja, dadurch wird er wertlos, wobei er wie du sagtst, "kunstvoll" gemacht worden ist. Er hat sehr glaubwürdig gewirkt und Stimmungen transportiert. Wenn er als Film mit zum Teil "wahren Begebenheiten" gekennzeichnet worden wäre, hätte er die Preisauszeichnungen absolut verdient, auch wenn mich der Eindruck den er erweckt, stört und ein schlechtes Bild auf Paysex wirft! Die Frauen sind Opfer, die garnicht anders können, als sich im Wohnwagen zu prostituieren und die Kunden sind zumeist widerlich stinkende, übergriffige bis gewalttätige Männer und unansehlich sowieso.^^ ---- Die Regisseurin hat ein Weltbild, das sie in ihrem Film auch anderen vermitteln wollte. Unter anderem, - dass Armutsmigranten die sozusagen aus akuter Seenot gerettet worden sind, hauptsächlich nur in der Paysex Sparte Geld verdienen können (was absoluter Quatsch ist, da sie auch andere Jobs machen können, da aber eben nicht so viel Geld verdienen, um ihrer Familie Geld zu schicken^^). . -Frauen aus ärmeren EU Staaten mit falschen Versprechungen hergelockt werden und zur Zwangsprostitution gezwungen werden ( Gibt es tatsächlich, leider! Aber die Frauen bekommen durch andere Frauen/oder Kunden, recht schnell mit, wie sie die Parasiten abschütteln können). . - die Ossis sind rassistisch eingestellt..haben kein Interesse mit farbigen Frauen zu vögeln ( völlig absurd, da die Wohnwagenbetreiberin 3 Wohnwagen an Frauen aus Nigeria vermietet hat).^^ **** Da wurde echt jedes negative Klischee bedient, bis hin zum Mord. So geballt, dass "Otto Normalbürger", der keine Berührungspunkte mit Paysex hat, Schnappatmungen bekommt und absolut dafür ist, dass Paysex verboten wird - alleine schon, weil man diese "unhygienischen, stinkende, deutsche Männer, keiner Frau zumuten kann.^^ ******* Das ist schon perfide, wenn ich das mit ihrem damaligen Interview , mit dem "heutigen Wissen" gegenüberstelle.^^ https://www.jetzt.de/glotzen/lovemobil-dokumentarfilm-ueber-prostitution!amp?__twitter_impression=true

26. Mar 2021

Sweetest-Dream, ja, das ansehen kannst du dir sparen, wobei es momentan sowieso komplett aus der Mediathek rausgenommen worden ist. Mit Sicherheit ist da einiges dabei, was der Realität an "dunklen Seiten", im Wohnwagensexpay Gewerbe entspricht. In der sogenannten Dokumentation war das halt geballt und es wurde echt jedes negative Klischee und diverse Vorurteile bedient über 1,5 Stunden hinweg. ***** Es ist sehr ungewöhnlich, dass der NDR so in die Offensive geht und eine Recherche über das Format STRG_F aussendet. Wobei die Regisseurin Elke Margarete Lehrenkrauss, als Bauernopfer dient (zum Teil verdient). Da muss ein gewisser Druck bestanden haben! Freiwillig war das mit Sicherheit nicht, dass sie einen teilw. finanzierten Film zerlegen. Vieleicht stand da eine Androhung im Raum, das z.B. über die Bild Zeitung öffentlich zu machen. Ja, ich weiß, keiner liest die Bild Zeitung, aber fast jede/r kennt die Schlagzeilen und andere Medien übernehmen sie oftmals. ;-D Der Spiegel hat auch erst auf die Causa Relotius reagiert, als klar wurde, dass es nicht zu deckeln ist. Dann natürlich mit der Aussage, wir sind unschuldig und handeln vorbildlich, indem wir das öffentlich machen. :-D

26. Mar 2021
@Bisous "Der Spiegel hat auch erst auf die Causa Relotius reagiert, als klar wurde, dass es nicht zu deckeln ist." - Ja, das wäre vielleicht hausintern geregelt worden, hätte es nicht diesen Artikel gegeben (am gleichen Tag erschienen wie des SPIEGELs Mitteilung): https://medium.com/@micheleanderson/der-spiegel-journalist-messed-with-the-wrong-small-town-d92f3e0e01a7 - mit wunderschönen Beispielen der Erfindungskunst, konfrontiert mit der Wirklichkeit.
4. May 2021

Heute ist es 'en woke', Schmutzkübel über ältere weisse Männer auszuschütten. Nur als Gedankenspiel: Was wäre, wenn das mit umgekehrten Vorzeichen erfolgt und tagtäglich etwas von untergejubelten Kindern, Kindesentzug durch Mütter und männliche Unterhaltssklaverei zu hören wäre; gern durch passendes Reality-TV untermauert? Bestimmt ein Fall für Hass & Hetze. Da frage ich mich schon, ob die heute in den Medien dargestellte Realität nicht eher das Ergebnis der tagtäglichen Beeinflussung ist. Bei diesem auf offener Bühne ausgetragenem Krieg der Geschlechter mutet es geradezu bizarr an, das ich einen beidseitig-respektvollen Umgang bzw. 'Ein bisschen Frieden' ausgerechnet hier finde.

26. Mar 2021

guido, was Männer betrifft, bin ich total entspannt. Ich habe eine ältere Schwester und 2 jüngere Brüder. Dem einen habe ich seine Liebesbriefe in die passende Form und Rechtschreibung gebracht und dem Jüngeren habe ich das Bein hochgezogen, als er dachte, er ist Jackie Chan und das bei mir ausprobieren wollte. Hat ihn dann halt direkt auf den Po gesetzt. ;-) ***** Woke Blase, empört sich über alles und treibt täglich ne neue Sau durchs Dorf, hat aber kein Problem damit, selbst Altersdiskriminierung zu betreiben a la "alter weißer Mann". Lächerliche Internetaktivisten.

26. Mar 2021

Typisches Framing unserer linkslastigen Staatsmedien, im beste Fall manipulativ, im schlimmsten Fall gefakt. Solche Machenschaften kennt man auch vom WDR/Monitor/Restle. Hat mit Journalismus alles nichts mehr zu tun.

26. Mar 2021

Bluehours, ja leider. Das mit Monitor habe ich auch mitbekommen, da wurde von anderer Seite her im Nachhinein ein sogenannter Brandexperte" als nicht TÜV zertifiziert und Einschätzung nicht durch Ortsbegehung in ad absurdum überführt. Wurde aber nicht breit kommuniziert, dass es nicht wahr wahr,dass die Polizei ihn eben nicht absichtlich in der Zelle hat sterben lassen, in der er Feuer gelegt hatte. Das haben die Medien nicht so breit gebracht, nur vereinzelt und eine Richtigdarstellung ist von Monitor bis dato nicht erfolgt.^^

27. Mar 2021

Dazu passt das jüdische Sprichwort "Die halbe Wahrheit ist die gefährlichste Lüge" oder George Orwell 1984 „Im totalitären Staat Ozeanien lebt der kleine Angestellte Winston Smith ein erbärmliches Leben unter den alles überwachenden Augen des regierenden Großen Bruders, dessen Kameras und Mikrofone jede Bewegung seiner Untertanen verfolgen. Tagsüber ist Winstons Smiths Aufgabe, im Ministerium für Wahrheit die Geschichte zu fälschen, indem er alte Nachrichtenmeldungen und Dokumente rückwirkend so ändert, dass sie der geänderten offiziellen Sichtweise des Staates entsprechen.“

27. Mar 2021

Die Aussage der Regisseurin dazu, dass die von ihr gezeigte Realität viel authentischer sei, hat es auf die Top-3-Liste der dümmsten Aussagen, die ich je gehört habe, geschafft.

27. Mar 2021
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