Ich bin ein guter Beobachter europäischer Mädchen und habe einige große Unterschiede zu slawischen Frauen festgestellt. Eine europäische Frau interessiert sich in erster Linie für ihr eigenes Vergnügen: Was gefällt mir am meisten? Wie reagiert mein Körper auf diesen Partner? Erfüllt mich dieser Sex?
Unter Slawen wird Sex hauptsächlich als etwas wahrgenommen, das man seinem Partner gegenüber tut: Jedes Mädchen strebt danach, die ideale Geliebte für ihren Mann zu werden, zu lernen, wie man ihm gefällt,
Die Ironie besteht darin, dass Sie nur dann ein idealer Liebhaber werden können, wenn Sie sich mit Ihrem eigenen Körper anfreunden und Ihr eigenes Vergnügen verstehen. Die wichtigste intime Beziehung in unserem Leben ist die Beziehung zu uns selbst.
Als ich 21 Jahre alt war, war ich mit einem Mann zusammen, mit dem wir sehr „teenager“-Sex hatten: hart, unerfahren und schmerzhaft für mich. Ich war mir so unsicher, dass ich angst hatte, etwas darüber zu sagen – ich habe nur versucht, meinem Freund zu gefallen. Dann wusste ich nicht einmal, was ein Orgasmus ist.
Der erste Orgasmus kam nach 24 Jahren.
Langsames Vergnügen, langsames Vergnügen, ist eines der wichtigsten. Wir alle leben jetzt mit unserem Gehirn: Wir reden, schreiben, senden Nachrichten in mehreren Messengern gleichzeitig und bloggen. Wir sind ständig mit Gadgets beschäftigt und völlig von unserem Körper abgekoppelt. Auch unsere Sexualität hat sich vom Körper ins Gehirn verlagert.
Wir schlafen mit Menschen, weil wir glauben, dass wir das wollen. Wir werden durch Fantasien erregt.
Beim Sex denken wir ständig nach. Und wir bringen uns mithilfe von Gedanken zum Orgasmus. All diese Denkprozesse lenken uns von den Empfindungen in unserem eigenen Körper ab – und hier lebt unsere Lust.
Deshalb brauchen die meisten Menschen intensive Stimulation: Pornos, aufreizende Fantasien, starke Vibratoren. Unsere Bewegungen werden aggressiver – wir jagen mit aller Kraft dem Orgasmus hinterher. Und wir vermissen völlig das Wichtigste – den Prozess. Sex ist nicht wirklich etwas, was wir denken oder tun. Das ist es, was wir fühlen.

