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Love mobil, die 2.: Die viel "wahre-re-re-re" Wahrheit

Zunächst einmal:

Ich bin "bisous" aus Reutlingen wirklich dankbar...daß Sie mit ihrem Blog endlich auch hier die Diskussion um den sogenannten Dokumentarfilm "love mobil" des NDR eröffnet hat - eine Diskussion, die nicht nur die sogenannten Medien-Macher, sondern vor allem auch UNS beschäftigen sollte:

Die "Doku" "love mobil" zeigt ( nochmal kurz zusammengefaßt ) den traurigen Alltag zweier Prostituierter in Wohnwagen an Landstrassen in Niedersachsen...

Aber - wie sich herausstellte ist ALLES...ein einziger, armseliger Betrug der Filmemachern Elke Lehrenkrauss

Denn: Sie hat ALLES nur erfunden!

95% der Szenen im Film sind gestellt!

Die meisten Darstellerinnen haben eigentlich nichts mit Prostitution zu tun!
Nun könnte man sagen: Na ja...Fernsehen! Was hab ich erwartet!???

Aber ich denke: Diese "Fake - Doku" betrifft uns Alle hier - Frauen wie Männer - auch in ihren gesellschaftlichen Folge-Wirkungen - mehr als uns lieb sein kann...

Aber dazu etwas später...mehr...

Zum Film:

Ja - auch ich hatte diese preisgekrönte "Doku" ( 2019 ) schon seit einigen Zeit auf meiner "watchlist" und hatte bereits Interviews mit der "Filme-Macherin" Elke Lehrenkrauss dazu gelesen.

Ja - und ich hatte irgendwie die Hoffnung, daß das vielleicht eine Dokumentation sein könnte...die sich behutsam, authentisch und ohne den üblichen geifernden Blick dem Alltag zweier Prostituierter nähert...

Immerhin gab Frau Lehrenkrauss in Interviews ja die empathische Menschen-Versteherin und erzählte allen Gazetten davon, daß sie drei Jahre gebraucht habe...um das Vertrauen der beiden "Prostituierten" zu erlangen...

Abgesehen davon, daß mich hier bereits ein ungutes Gefühl beschlich: Das klang nicht nach Menschen, sondern nach "wilden Tieren", die sie mit Futter lockt...

Aber ok, ich wollte nicht zu zu mißtrauisch sein! Drei Jahre also, um in die geheime Welt der Huren und Freier mit der Kamera eindringen zu dürfen - ich hatte immer noch Respekt vor dieser Frau! Und habe den Prostituierten vertraut, die das zu lassen...

Dann muss Frau Lehrenkrauss ja deren Vertrauen verdienen...

Vor ein paar Wochen war es dann endlich soweit:

Im Spätprogramm eines öffentlich-rechtlichen Spartenkanals entdeckte ich "love mobil" - und wußte schon nach kurzer Zeit des Anschauens:

Hier stimmt etwas nicht!

Das traurige Elend der Wohnwagen-Prostitution - perfekt ausgeleuchtet wie ein David-Lynch-Hollywood-Film...

Märchenhaft komponierte Bilder mit glamourösen Lichtpunkten und Filmset-Ton...in dem zwei Huren aus Bulgarien und Nigeria vor sich hin werkeln...

Armut, Traurigkeit und körperliche Not - in Hochglanz-Manier gefilmt!

Dazu Freier und Zuhälter, die ebenso perfekt gedreht waren...und alle Stereotpyen bedienen...die man aus schlechtestem Krimis kennt.

Und so sprachen sie dann auch - wie aus einem schlechten "Krimi-Drehbuch" nachempfunden...ein tiefer Griff in der nach unten offenen Klischee-Kiste der "Regisseurin"!

Und dann erst die vermeintlichen Freier, die für ein bißchen Geld im Gespräch "alles rausholen"...oder der arrogante Club-Besitzer im billigen "Clan-Styling", der die Hure rassistisch abkanzelt!

Aber bitte: Immer alles gut ausgeleuchtet, perfekter Ton...und immer mit Gesicht und minutiös inszeniert...

Eine Kamera, die sich am Elend weidet...Armut und Not in HD!

Eine Inszenierung, die alle bürgerlichen Vorurteile abarbeitet:

Frauen, die verzweifelt ihren Körper verkaufen und für ein paar Euro mehr "alles tun"...und dabei aber immer noch Sexy-Standards entsprechen...ja, ja, ja...wir sind ganz nah dran!

Und: Männer, die Frauen brutal sexuell ausbeuten und rasssistisch degradieren...

Dazu eine traurige Flüchtlings-Story, Familien-Elend in Bulgarien und eine armselige "love story", die keine ist...

Ich ahnte schon beim Anschauen -:

Hier ist NICHTS ECHT...hier bedient die "Dokumentar-Filmerin" alle IHRE moralisierenden Vorurteile, die SIE im Kopf hat...um ein Weltbild zu vermitteln, daß die Welt in ihrem Sinne verändern soll!

Denn die Botschaft des Filmes ist klar:

Frauen sind Opfer...werden ausgebeutet...Männer sind die Ausbeuter!

Elke Lehrenkrauss und ihr Kameramann zelebrieren das märchenhaft aussehende Elend...und leiten daraus eine übergeordnete Botschaft ab:

Schaut her...so schlimm ist Sex-Arbeit...das kann eine Gesellschaft nicht zu lassen!"

Die Interviews die die sogenannte "Filme-Macherin" dann bei Zeitschriften wie EMMA gibt, sagen es noch deutlicher, worum es ihr im Film wirklich geht:

Zitat Elke Lehrenkrauss":

"Ich habe Rita und Milena begleitet, weil
sie die stärkste Ausstrahlung hatten...ich wollte die Athmosphäre des Lebens dieser Frauen einfangen, die Tristesse, in der sie leben..letzten Endes wollte ich einen Film machen über eine fragwürdige Gesellschaft!"

Nur: Diese Frauen gibt es nicht!

Elke Lehrenkrauss scheut also auch diese Lüge nicht!

Denn wie sich durch die Recherchen eines NDR-Magazins ( dafür danke an die mutigen Journalisten und Journalistinnen, gegen eine "Doku" aus dem eigenen Haus zu recherchieren"! ) herausstellte:

Es ist nicht davon wahr, was die angeblich so engagierte Filmemacherin, die ebenso angeblich drei Jahre brauchte, um das Vertrauen der Frauen zu bekommen...uns da in ihrer vielfach preisgekrönten Fake-Doku erzählt.

Nochmal - weil man es kaum begreifen kann:

Fast alles, was wir in "love mobil" sehen...gibt es nicht!

Es gibt diese Sex-Arbeiterinnen nicht!

Es gibt diesen rassistischen Club-Besitzer nicht!

Es gibt diese Freier, die dort die Not der Frauen ausnutzen, nicht!

Fake! Fake! Fake!

Frau Lehrenkrauss hat einfach alles erfunden!
Die Huren, Freier und Zuhälter sind Freunde, Nachbar, Schauspieler!

Die Dialoge hat sie sich ausgedacht...so wie sie meint, daß es sein könnte!

Inclusive eines erfundenen Prostituierten-es, der extra noch erwähnt wird, um Frauen in angst zu halten...

Kleine Fußnote meinerseits - bevor jetzt wieder die Kommentar-Trolle auftauchen:

Natürlich gibt es viele traurige Geschichten, Elend, Ausbeutung auch in dieser Lebenswelt - so wie in vielen Lebenswelten...aber BITTE:

Das rechtfertigt nicht, daß eine scheinbar seriöse "Dokumentar-Filmerin" uns einen "Armuts-Elends-Porno" in perfekten Bildern als Wirklichkeit präsentiert...

Spätestens seit den Skandalen um STERN-Reportage-Fälscher Michael Born und SPIEGEL-Geschichten-Erfinder Claas Relotius sollte uns Allen klar sein, wie wichtig es ist...daß Presse, Journalismus und Dokumentation einem verpflichtet sein sollten:

Der absoluten und bedingungslosen Wahrheit!

Denn Vertrauen der Leser/innen und Zuschauer/innen ist das wichtigste Gut...und "Filme-Macherinnen" wie Elke Lehrenkrauss beschädigen das sehr nachhaltig!

Aber auch die Redaktionen, die solche "Machwerke" wie "love mobil senden.

Da ich Haupt-beruflich im Art-verwandten Genre arbeite, kenne ich die Mechanismen natürlich nur zu gut:

Sensation, geile Bilder, am besten noch "irgendwas" mit halb-nackten Frauen...funktioniert Quoten-mäßig immer gut!

Und dann noch das "Versprechen" von "love mobil"....daß der Gut-Bürgerliche Mensch mit diesem Film "so schöne, geile Einblicke in die sonst verborgene Welt der Prostitution bekommt!"

Huh...schön geil und schön gruselig!

Die armen Mädchen...so ausgebeutet...aber hübsch anzusehen, wie sie da auf den nächsten brutalen Freier warten!

Und was ebenso unglaubwürdig ist:

Der Redakteur, der "love mobil" für den Sender abgenommen und betreut hat...gab gestern in "Radio Eins" Auskunft über sein Versagen...und warum er den "fake" angeblich nicht erkannt:

Nun - er war Jahren mit der "Filme-Macherin" auch privat befreundet...so sein O-Ton...und habe ihr deswegen auch vertraut!

Aber: Ich kenne die Branche gut...es gibt bei redaktionellen "Film-Abnahmen" IMMER ein ganzes Team, das sich die Endversion vor Ausstrahlung anschaut!

Und: Das gesamte Rohmaterial des Gedrehten gehört dem Sender.

Das heißt:

Der Sender kann auch immer ALLES gedrehte Material mit Timecode-Listen einsehen. Zuden sind ja nicht nur Kameramann und "Filme-Macherin" beteiligt, sondern viele weitere Personen, die das Original-Material mit den Inszenierungen sehen und kennen:

Cutter, Ton-Assistent, Producer, Synchro-Regissseur uund, und, und...und ALLE haben nichts gemerkt???

Nein, die Geschichte war einfach...zu geil!

Augen zu, durch, senden..Preise abräumen, sich damit schmücken, daß arme Prostituierte einem vertrauen...ach herrlich:

Geld, Preise und Erfolg...verdient mit dem Arbeits-Alltag vermeintlicher Sex-Arbeiterinnen...

Ein Klischee, daß Frau Lehrenkrauss so gerne bedient...und dann noch die Herz-zerreißenden Geschichten von ihrem persönlichen Einsatz:

"Ich habe drei Jahre um das Vertrauen der Frauen gekämpft"...und dann war alles nur eine große, böse Lüge - die vielen Menschen auf vielen Ebenen schadet:

Denn genau so ist es:

1. Den "Darstellern" wurde vorgegaukelt, sie spielten in einem Film mit...

2. Jedes Jahr bemühen sich so viele engagierte Dokumentar-Filmer/innen, ein TV - Budget für ihr Projekt zu ergattern...und haben mit ehrlichen Filmen, die mit viel Arbeit wirkliche Geschichten ohne Sensations-Sex-Appeal erzählen... keine Chance...

und 3. der größte Schaden:

Die ganze Branche der Sex-Arbeiterinnen wird mit solchen "Filmen" dauerhaft in der Öffentlichkeit beschädigt.

Wie viele von uns wagen es mittlerweile auch öffentlich "Gesicht zu zeigen"...engagierte, mutige Frauen wie Johanna Weber vom BeSD oder Salome Balthus in Zeitungs-Kolumnen und TV-Auftritten...damit nicht nur von sogenannten Experten "über uns gesprochen wird"...sondern WIR unseren Anliegen selbst eine Stimme verleihen!

Diese mutigen Frauen stehen für ein anderes, selbstbewußtes Bild der Prostitution, daß gerade jetzt mehr denn je verteidigt werden...

Übrigens auch für Euch, liebe Männer...denn genau IHR werdet mit solchen Filmen und den Diffamierungen der "Nordisches-Modell-Fraktion" per se auf "Trieb-gesteuerte, rücksichtslose Einzeller" reduziert...

Für diese "Moralisten-Fraktion gegen Sex-Arbeit" sind Filme wie "love mobil" "Wasser auf ihre Mühlen"!

Und auch jetzt, nachdem alles als großer, böser Fake aufgeflogen ist...gibt es immer Einige unter ihnen, die nicht etwa kleinlaut zugeben, daß hier eine "rote Linie" überschritten ist...sondern die uns in Artikeln erzählen:

"Ist doch alles nicht so schlimmm...der NDR reagiert über, den Film aus der Mediathek zu nehmen...das ist eben ein Wahrheits-Hybrid!"

Ich bin fassungslos:

Was für ein verlogenes "framing": Ein "Wahrheits-Hybrid!????

Frau Lehrenkrauss hat sich übrigens auch nicht wirklich entschuldigt...auch wenn sie die Preisgelder zurückgeben mußte.

Und auch sie haut in dieselbe Kerbe - Zitat:

"Mein Film zeigt eben...die authentischere Wahrheit!"

Aber: Das ist keine Wahrheit!

Fiktion, die ich als Wahrheit ausgebe...und nicht ausdrücklich aus "gestellte Szene" kennzeiche...ist und bleibt immer nur Eines:

Eine Lüge!

Denn es gibt keine viel "wahre-re-re" Wahrheit!

Aber es gibt den Schaden für UNS alle, wenn solche Menschen UNS erzählen wollen, wie UNSER Leben, UNSERE Wahrheit ...auszusehen hat!

Wehret den Anfängen! Nicht mit uns!

Alles Liebe!

Marie-Rose

so hat jede(r) seine eigene Wahrheit. Heutzutage mehr den je.

28. Mar 2021Antworten

Ob Krimi, Nachrichtenauswahl oder Pseudo-Doku – nach meiner Einschätzung wird in den Medien mit Verve die eigene Agenda vorangetrieben (wobei selbst Dokumentarfilmer klare Vorgaben erhalten, welches Ergebnis erwartet wird). Von daher: Ja, es geht nicht einfach darum, ob in Lovemobil zum Schutz der Prostituierten-Privatsphäre mit Schauspielern gearbeitet wurde, sondern es ist hochpolitisch und übelste Stimmungsmache – auf der einen Seite die armen Frauen, auf der anderen die verabscheuungswürdigen Männer mit der finanziellen Macht. Auch der suggestiven Kameraführung ließe sich für einen Relotius-Preis nominieren; „Männer stinken“ – und sie schwenkt zum Mercedesstern. Jeder Beitrag in diese Richtung ist ein Baustein, dass wir zuerst zum Kotau gezwungen werden – ja, es gibt Ausbeutung, Mißbrauch, Menschenhandel, ekelige Männer… Aber hey, meine Lebenswirklichkeit sieht ganz anders aus!

29. Mar 2021Antworten

Danke, liebe Marie-Rose, für deine engagierte Meinung, die ich 100% unterstütze. Ich hoffe, der NDR holt sich das Fördergeld zurück. Immerhin wurde er betrogen. Ich hatte mir nicht bewusst gemacht, dass die Filmemacherin auch die Schauspieler betrogen hat. Das ist zwar nur ein Seitenaspekt, zeigt aber den Umfang des Eklats. Den Grimme-Preis bekommt die Dame nun nicht mehr. Nicht für diesen Film. Ich denke, sie wird einen schweren Stand haben, noch einmal Geld aus der öffentlich-rechtlichen Filmförderung zu erhaschen. Ein Dokumentarfilm darf gerne künstlerische Elemente haben. Aber bitteschön nicht fälschen. "Lovemobil", die Fälschung.

29. Mar 2021Antworten

@guido_01"... ja, es gibt Ausbeutung, Mißbrauch, Menschenhandel, ekelige Männer…" Die gibt es und das ist keine schöne Seite der Prostitution. Es kommt aber auch niemand auf die Idee, Küchenmesser zu verbieten, weil damit Morde begangen werden.

29. Mar 2021Antworten

@Marie-Rose - hier wird uns wieder der Spiegel der Gesellschaft vorgehalten. Es geht hier nicht um "den Film", sondern um Meinungsmache und Quoten. Hier wurde weder anständig recherchiert, noch auf die Einhaltung simpelster Kontrollmechanismen geachtet. Was medienwirksam ist, wird vermarktet. Und es passt so schön in unsere, ach so schöne, sittliche Gesellschaft. Freier, Prostituierte und Escort sind per se negativ besetzt. Also macht man eine Dokumentation, die all diese Klischees bedient. Die Rücknahme der Doku und des Grimme-Preises wird von der breiten Masse doch überhaupt nicht wahrgenommen. Der Image-Schaden ist beträchtlich und stigmatisiert einmal mehr dieses Gewerbe. Sehr schade für eine doch so offene und verständliche Gesellschaft, ahh nee, das ist eine Fiktion.

29. Mar 2021Antworten

Ja, der Schaden ist angerichtet. Es gibt einige wenige Dokumentationen über Paysex, die in Ordnung sind. Eine vom WDR fand ich objektiv. Die Filmemacherin hat selber einen ordentlichen wirtschaftlichen Schaden. Sie wird sich die Karriere als Dokumentarfilmerin wohl abschminken können. Diese Genre existiert von Filmförderung und die ist nun für sie kaum noch zu erreichen. Ich hoffe das zumindest.

29. Mar 2021Antworten

"Frau Lehrenkrauss hat sich übrigens auch nicht wirklich entschuldigt...auch wenn sie die Preisgelder zurückgeben mußte. Und auch sie haut in dieselbe Kerbe - Zitat: "Mein Film zeigt eben...die authentischere Wahrheit!" _________ Entschuldigung? Ganz im Gegenteil. Sie setzt dem Ganzen noch eins drauf. In einem Panorama, -übrigens vom NDR-, Interview stellte sie ihre Fake Doku noch als harmlos dar, in der Realität sei alles noch viel extremer. Wenn denn alles noch extremer sei, warum hat sie es denn in ihrer Fakedoku versäumt darzustellen? Warum wurden die Szenen nicht als gestellt ausgewiesen? O-Ton "Ich habe es einfach vergessen!" Diese Frau ist die Unglaubwürdigkeit und Inkompetenz in Person, im Grunde sollte man ihr ein Berufsverbot erteilen. Leider nicht möglich, ich denke oder hoffe aber das sie sich mit dieser "Doku" selbst ins Aus geschossen hat. Mit diesem Filmchen hat sie nicht nur den selbstbestimmten und selbstständig arbeitenden Frauen einen schlechten Dienst erwiesen, naja, dieses alle über einen Kamm war wohl so gewollt, sondern auch dem Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunkanstalten, denn diese Lügerei ist Wasser auf die Mühlen der Lügenpresse Rufer, die ja gerade jetzt Hochkonjunktur haben. Kommt einem so vor als herrsche beim NDR so eine Art Amigo Atmosphäre und erst das Qualitätsmanagement, unter aller S.. Viel Butter bei de Fische für Tante Emma... Auch werden jetzt ihre ehrlich und objektiv recherchierenden Kollegen (ich lasse jetzt dieses -innnen weg, weil mich das nur noch nervt), mit diesem Makel der eventuellen "Improvisation" oder eben mit dem Verlust der Glaubwürdigkeit leben müssen. Zumindest die hätten eine ehrliche Entschuldigung verdient. Ich verstehe auch die Protagonisten, zumindest den als Loddel dargestellten Hausmeister, nicht. Nämlich in der Hinsicht das sie dieses Hintergehen einfach so abtun. Geht da rechtlich nichts? Was mich daran besonders wurmt ist der Umstand das die Rundfunkgebühren immer damit gerechtfertigt werden das es in Deutschland eine unabhängige, objektive und ehrliche Berichterstattung usw. geben soll oder muss. Und dann sowas... Dann diese Unsinnsgebühren abschaffen und sie können machen was sie wollen, like Private TV ala RTL und Co. Da zahlt man die Rundfunkgebühren doch gleich viel beruhigter. Achja, die nächste Erhöhung ist ja schon im Anmarsch, wurde nur zeitweilig ausgesetzt. 7 Milliarden im Jahr genügen anscheinend nicht. Nun kann sowas immer mal passieren, nur der Umgang mit diesem Fehler und die Art der Aufarbeitung stören mich daran. Ich denke das die Verantwortlichen sich über die Auswirkungen gar nicht im Klaren sind oder schlimmer noch, es ist ihnen schlichtweg egal. Zum Schluss des Panoramberichtes teilte einem die Moderatorin noch mit das die Aufarbeitung noch eine Weile dauern könnte. Hat für mich eher was von "lassen wa mal Gras drüber wachsen..."

29. Mar 2021Antworten

Ich habe diese "Doku" nicht gesehen. Wir sollten uns aber nichts vormachen, in jedem Klischee steckt auch etwas Wahrheit. Interessant wäre eine bessere Lösung zu finden als die derzeit angestrebten. Übrigens @Stan Smith, selbstverständlich sind Küchenmesser in der Öffentlichkeit verboten. Solange wir Freier und die selbstständigen Dienstleiter nicht bereit sind im hellen zu agieren brauchen wir uns über Kliesches auch nicht zu beschweren.

29. Mar 2021Antworten

Der Wahrheit halber muss ich der Filmemacherin in einem Punkt zustimmen. Es gibt im Milieu an einigen Stellen Dinge, die viel schlimmer sind als das was im Film dargestellt wurde. Mord, Vernichtung der Persönlichkeit. Abscheuliches Verhalten einiger weniger Freier. Das ist allerdings auch in der Baubranche und zB bei Wurstbetrieben zu finden. Vielleicht sogar mehr als im Milieu. Mit Milieu meine ich Bordelle und ähnliches.

29. Mar 2021Antworten

Lieber Massel, boese Dinge und boese Menschen gibt es ueberall... dafuer gibt es Gesetze... aber ich habe damit... wie die Meisten hier... nichts zu tun... und moechte nicht immer wieder damit per se in Verbindung gebracht werden...noch dazu Luegen-Konstrukte von Fake-Dokus... Ganz liebe Grüße. Marie-Rose

29. Mar 2021Antworten

Und alle Zahlen klaglos dafür noch die Zwangsabgaben um manipuliert, umgezogen und Verarscht zu werden. Die verkaufen und ihre Welt wie sie es für richtig halten. Das ist Big Brother nach Orwell pur. Und wer dagegen opponiert ist Verschwörungstheoretiker und sowieso rechts. Da wird man schnell zum Querdenker und mir reicht's Bürger abgestempelt. Die Medien sind seit langem neben der Legislative, Judikative und Exekutive die 4. Macht im Staate und mischt alle anderen auf, ohne demokratisches Mandat. Ja, wie sind einer Mediendicktatur ausgeliefert. Was können wir dagegen tun? Ich denke was ca. 900.000 Deutsche gut gebildete Facharbeiter und junge motivierte Familien machen. Auswandern!

30. Mar 2021Antworten
@Romantikstunde : "Das ist Big Brother nach Orwell pur. / Mediendiktatur" - Das ist weniger nach Orwell, sondern ziemlich exakt nach Edward L. Bernays. In "Propaganda" (1928), bis heute ein gültiges Standardwerk der Unternehmens- und Regierungskommunikation (sagt Wiki), erläutert Bernays, dass moderne "Demokratien" dieser Lenkung bedürfen, um gut zu funktionieren. Diktatur ist das nicht; anders als bei Orwell gibt es keinen nicht abschaltbaren Lautsprecher in jeder Wohnung, und Alternativen. Das wohl von Horkheimer/Adorno geprägte Wort "Bewusstseinsindustrie" passt hingegen gut. Früher war diese Form der Kritik "links" (70/80er: BILD lügt), heute halt "rechts". Richtig und zutreffend bleibt die Kritik unabhängig vom politischen Etikett.
4. May 2021Antworten

Sorry für die Tippfehler. Ich benutze Grade das Handy. :/

30. Mar 2021Antworten

@Romantikstunde, da bleibt ja nur, viel Glück, viel Erfolg und gute Reise zu wünschen. Ich hoffe du hälst uns mit deinen zunkünftig viel besseren Erfahrungen auf dem laufenden und verheimlichst auch nicht dein Ziel.

30. Mar 2021Antworten

Die Regisseurin hat den Deutschen Dokumentarfilmpreis samt Preisgeld inzwischen zurück gegeben. In der Begründung bedauert sie ihren schweren Fehler. Das respektiere ich. Der Schaden bleibt aber.

30. Mar 2021Antworten

Es tut mir Leid. bei dem Thema "Medien" raste ich leicht aus. Ich lasse mir nicht gerne vordenken was ich zu moralisch und für richtig zu halten habe. @zylkopf ich habe eine Tochter die Deutschland 2015 verlassen hat. Dreimal darfst du raten warum. Kein Land ist perfekt, aber viele sind besser und haben noch eine Zukunft. Florida ist ihre neue Heimat geworden - Sie ist glücklich und wenn es mir gelingt, werde ich ihr folgen. Ich arbeite daran. Die Deutschen dort drüben verstehen uns nicht mehr und das kann ich verstehen.

30. Mar 2021Antworten

Marie-Rose, bitte um Entschuldigung für das OT und die vielen Fehler im Blog davor. Zahlen schreibt man klein nur die Wortkorrektur des Handys war anderer Meinung. Die Flüchtigkeitsfehler sind mir Durchgegangen weil ich den Hals dicke hatte. Ist so. Ich sollte längere Texte nicht mit dem Handy verfassen.

30. Mar 2021Antworten

Ach, das ist doch nicht schlimm...das kenne ich nur zu gut...auf dem Handy "rutscht" oft so einiges durch...was hinterher ärgert...wenn es erstmal DA steht...ich habe mir deswegen abgewöhnt, auf dem Handy zu kommentieren..seit gestern...denn da fehlt in meinem kleinen comment auf wieder ein Wort...und ich gebe zu: Das wurmt mich hinterher doch schon...alles Liebe und frohe Ostern für Dich...Marie-Rose

30. Mar 2021Antworten

Also ich bin froh, dass es die öffentlich-rechtlichen Sender gibt. Man schaue nur in die USA, wo die privaten Medien alles tun, um die Spaltung der Gesellschaft zu vergrößern. Was die privaten Sender an Dokumentationen anbieten ist recht erbärmlich. Vom Lovemobil abgesehen, sind die Dokumentationen im Öffentlich-rechtlichen Bereich meist sehr gut. Vergleichsweise gut.

30. Mar 2021Antworten

Immerhin haben wir ja erfahren das die Doku keine Doku ist. Fällt mir also schwer zu glauben das alle Medien kontrolliert und gleichgeschaltet sind. Wir sind alle geil auf den Kapitalismus da dürfen wir uns doch nicht wundern wenn Kapital mächtig ist. Ich bin auch froh über die öffentlich-rechtlichen auch wenn das ein oder andere etwas einseitig dargestellt wird.

30. Mar 2021Antworten

Der Film ging manchem 'Betroffenheitszuschauer' bestimmt wie Honig runter (wenn er nicht gar andere Gefühle geweckt hat) – „Hab‘ ich’s nicht schon immer gewusst? Schweine im Schweinesystem!“ Spätestens beim dokumentierten Mord sollte man aber aufwachen. Wie plausibel ist es, dass dies bei gerade anwesender Filmcrew passiert? Vor diesem Hintergrund entpuppt sich die Verpixelung von Autokennzeichen als Stilmittel, um dem Ganzen etwas mehr Authentizität zu verleihen: "Wir sind so gut, dass wir sogar die Schweine und deren Persönlichkeitsrechte schützen". Um gleichwohl eine Lanze für die Pseudo-Doku-Filmerin zu wecken, ein FAZ-Zitat zum Lovemobil-Skandal: „Redaktionen erwarten von Dokumentarfilmern quasi perfekte Realität nach Drehbuch, wollen von vornherein wissen, wie ein „dokumentarischer“ Film ausgeht. An dem arbeiten Autorinnen wie Lehrenkrauss jahrelang, für Hungerlohn, klauben Geld von der Filmförderung zusammen, weil der Sender den Mini-Etat nicht stemmt.“ Ist der sich jetzt betrogen gebende NDR tatsächlich davon ausgegangen, dass der Mord ganz zufällig dokumentiert werden konnte? Oder ist man der Aufdeckung mit einer Flucht nach vorn zuvorgekommen? Alles nur fiktiv - lässt sich auch anders verstehen ;-)

30. Mar 2021Antworten
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