mittag
Der Sommermittag lastet auf den weißen
Terrassen und den schlanken Marmortreppen ·
die Gitter und die goldnen Kuppeln gleißen ·
leis knirscht der Kies. Vom müden Garten schleppen
sich Rosendüfte her · wo längs der Hecken
der schlaffe Wind erschlief in roten Matten ·
und geisternd strahlen zwischen Laubverstecken
die Götterbilder über laue Schatten.
Die Efeulauben flimmern. Schwäne wiegen
und spiegeln sich in grundlos grünen Weihern ·
und große fremde Sonnenfalter fliegen
traumhaft und schillernd zwischen Düfteschleiern.


@Nadine6666 Zugegeben für die hohe Dichtkunst habe ich kein Faible und davon etwa so viel Ahnung wie eine Kuh vom Rad fahren. Aber bekanntermaßen ist ja Frau Google sehr schlau. Wenn der Eintrag stimmt hatte ein gewisser Ernst Stadler (1883-1914) dieses Gedicht verfasst.
... hm, trotzdem, - so old-fashion-Poesie hier zu finden - NICHT ÜBEL! (ich bin schon ein Fan der "hohen Dichtkunst) Grüßi Andreas