Zu ihr-wisst-schon-was möchte ich hier nichts schreiben, darüber lassen sich täglich schon so viele mehr oder weniger Unqualifizierte aus, dass man kaum hinter kommt.
Als Lebenskünstlerin ohne formale Bildung möchte ich lieber einige praktische Gedanken äußern.
Solange persönliche, beiderseits bereichernde Treffen illegalisiert sind, müssen wir uns kontaktlos näher kommen: improvise, adapt, overcome.
Verbindungen zu knüpfen ohne sich nah zu sein, ist es eine Herausforderung, das müssen wir alle gerade erfahren - der Versand von Bildern ist dabei eine schöne Brücke, die ich lange nicht nehmen wollte, da ich keine Lust auf Austauschbarkeit und Klischee hatte. Aber nun besitze ich schöne und persönliche Fotos, deren Aufnahme Spaß gemacht hat und das Teilen dieser Bilder bereitet mir unerwartet viel Freude, zumal sich die Entlohnung besser anlegen lässt als das abendliche Klatschen.
Erotisches Chatten, Telefonsex und Stimulation vor der Webcam hingegen sind nicht meine (schöne, neue) Welt. Zu künstlich wären diese Situationen für mich, außerdem halte ich einen Notruf meiner Nachbarin für wahrscheinlicher als ein irgendwie befriedigendes Erlebnis.
Durchaus möglich ist aber ein Telefongespräch ohne Stöhnen, dafür gerne mit Lachen, als Teaser für ein persönliches Kennenlernen in einer vielleicht gar nicht so fernen Zukunft.
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Am 30. Mai ist der Weltuntergang,
wir leben nicht mehr lang,
wir leben nicht mehr lang.
Doch keiner weiß, in welchem Jahr
und das ist wunderbar.
(Will Glahé)


Wenn man merkt, dass die Aufnahmen Spass gemacht haben, dann … können sie auch eine besondere Form von Nähe herstellen. Das sind dann zwar leider keine authentischen Begegnungen, können aber gleichwohl in Tagträume entführen. Der kontaktlosen, aber magischen Anziehung konnte sich auch Leonardo DiCaprio in 'Wolf of Wall Street' nicht entziehen: https://www.youtube.com/watch?v=x-51mt2tIVw
Ich liebe dich für deine zurückhaltenden kompetenten Texte. :)
Wieder ein Super-Blog-Beitrag - danke füs Teilen!