Vorab: Gemeint ist hier die übliche Prostitution in Bordellen oder am Straßenstrich. Also ein Akt, der geprägt ist von Routine, bei dem Küssen verboten ist und Streicheln oder Vorspiel nicht vorkommt, bei dem Gefühle nicht einmal geheuchelt werden, bei dem der Mann der x-te Kunde dieser Dame am Tag ist. (Wir reden also explizit nicht von Edel-Callgirls und auch nicht von Fetischen oder seltenen Praktiken, die keine normale Partnerin mitmacht.)
Was ist an so einem simplen "Reinstecken-und-sich-einen-runterholen" besser als an Masturbation? Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wie so etwas überhaupt Spaß bringen kann. Das ist doch wahrlich nur noch unterste Triebbefriedigung ohne einen Hauch von Ekstase, Gefühlen oder Romantik.
Masturbation eröffnet dagegen echte Phantasieszenarien, die so ablaufen, wie man es sich erträumt. Die lange ausgedehnt oder schnell sein können. In denen das passiert, was der Mann erträumt.
Aber Prostution? Was ist daran so verlockend? Ist es wirklich die völlige Phantasielosigkeit primitiver Geschöpfe, die zu ausreichenden Masturbationsphantasien nicht in der Lage sind und eine Frau zum Reinstecken brauchen? Ist es das Ausleben von Machtphantasien? Einfach so eine Frau kaufen und regelrecht benutzen zu können?
Ist so ein Akt mit einer Prostituierten wirklich auch nur ansatzweise befriedigend und erfüllend wie richtiger Sex mit einer Partnerin, die gerne mitmacht und selbst dabei erregt wird? Ist nicht gerade auch die Erregung der Partnerin, also es ihr "besorgen" zu können, normalerweise ein wichtiger Bestandteil für den Mann? Lieben Männer es nicht sonst so sehr, ihre Partnerin zu befriedigen?


Ich kann deine Frage nicht so generell beantworten, weil ich nicht in Bordelle gehe, das ist eine Umgebung, in der ich mich äußerst unwohl und deplatziert fühle. Ich kann dir aber eins sagen: Orgasmus ist nicht gleich Orgasmus. Ein guter Blowjob (natur) erzeugt Gefühle, die eine völlig andere Qualität haben als beim Masturbieren. Machtfantasien? Solange eine Frau ihr Preise festsetzen und frei entscheiden kann, ob sie "ja" oder "nein" sagt, hat sie die Macht.
Natalija schrieb im Eingangspost: "Vorab: Gemeint ist hier die übliche Prostitution in Bordellen oder am Straßenstrich. Also ein Akt, der geprägt ist von Routine, bei dem Küssen verboten ist und Streicheln oder Vorspiel nicht vorkommt, bei dem Gefühle nicht einmal geheuchelt werden: Liebe Natalika, di irrst, wenn Du glaubst, dort gibt es kein Küssen (es gibt sogar Zungenküsse), streicheln oder schönes Vorspiel. Das war früher mal so, dass es das dort icht gab. Heute wird dieser Service im Bordell, auch mal auf dem Strassenstrich, durchaus angeboten.
Druck kann ich mal gut selbst abbauen (aber jedem das seine). Ich bewege mich zu einer Frau, weil ich eine Frau riechen, schmecken, sehen und fühlen will. Deshalb auch so wichtig, dass es nicht irgendwo ... irgend eine ist. Und die Chemie muss unbedingt stimmen. Ein Leben nur mit Männern auf dieser Welt kann ich mir auf keinen Fall vorstellen! Dann wären schon einige Unglücke geschehen. FRAU hat etwas besonderes, was uns fehlt. Es ist schön, dass es solche Möglichkeiten hier gibt. mit Ausnahmen natürlich .... oder anders gesagt : für jeden Geschmack etwas dabei ... ;-)