Kindheit:
Ich bin liebevoll aufgewachsen, meine Eltern waren tagsüber arbeiten und ich in der schule, ich war ein typisches DDR Schlüsselkind von 8 oder 9 Jahren. Die Wochenenden wurden immer gemeinsam verbracht, außerdem war ich sehr viel mit meinem besten Freund unterwegs. Ich kam mit mehr Schrammen nach Hause als eine Junge. Ich war ein wildes Mädchen, das sich schon damals besser mit Jungs als mit Mädels verstand.
Eines Tages gab es einen Krimi im Fernsehen, ich durfte länger aufbleiben als gewohnt , es muss also ein Samstag gewesen sein.
Es ging um einen , eine Prostituierte wurde befragt. Vorher schaute ich den Film ohne ihn richtig wahrzunehmen, doch jetzt war mein Interesse geweckt. Das Leben einer Prostiutuierten wurde so dargestellt wie viele es heute noch denken ... gewalt, Zwang, Verzweiflung, schlichtweg der Wunsch nach Freiheit.
Es nahm mich so stark mit das es zu einem Schlüsselerlebniss für mein Leben wurde.
Jugend:
Die Zeit verging und ich wurde langsam erwachsen. Meine Jugendweihe war längst vergangen, genauso wie die DDR. Es war alles so lange her, ein neues Leben begann. In der schule machten die Ersten ihre sexuellen Erfahren, so auch meine Freundinnen. Nur ich nicht, ich wartete auf den Einen. Ich hatte auch noch kein wirkliches sexuelles Interesse. Ich wusste das was Sex ist aus der BRAVO. Meine Freundinnen berichteten von ihren Träumen. immer etwas mit Popstars oder den ersten Freunden.
Doch irgendwie lief bei mir etwas schief. Ich träumte des Nachts von ganz anderen Sachen. Bei mir waren es nie Popstars oder Jungs die ich begehrte, bei mir waren es gesichtslose, ältere Herren die sich über meinen jungen Körper hermachten. Ganz wie in meiner Kindheit, im Film gezeigt wurde. Danach war ich schweißüberströmt, nass und sehr, sehr erregt.
Späte Jugend:
Meine schule hatte ich mit gut abgeschlossen und mitwlerweile hatte ich auch eine Lehre gefunden, die mir einigermaßen Spaß bereitete. Doch mein Erstes Mal hattte ich noch nicht. Mr. Richtig kam einfach nicht. So wurde es mir beigebracht, du weißt einfach wenn es der Richtige ist. Doch das System funktionierte einfach nicht. Meine Freundinnen erzählten gern über ihr Erstes Mal, hatten schon feste Freunde und somit soooo erwachsen. Nur bei mir blieben die Träume. Ein gut erzogenes Mädchen träumt von solchen Dingen einfach nicht. Ich fühlte mich so fehl am Platz.
Eines Tag wollte ich es auch erleben. Ich besuchte mit einer Freundin eine Disco und kurze Zeit später waren wir bei den Jungs zu Hause. Sie waren angetrunken und geil. Meine Freundin wehrte ab, doch ich war einfach zu neugierig. Einer der Jungs sagte mir, ich soll in 5 Minuten mit runterkommen.
Ich überglegte es und tat es. Was soll ich sagen, es war kurz, blutig und sehr unbefriedigend. DAS sollte es sein, Sex fühlte sich wirklich so an? In mir keimte da Gefühl das das nicht alles sein kann. Wo blieb das Hochgefühl? Der Junge wirkte befriedigt ... nur ich?
Irgendwann sagte meine Mutter, das ich bei den Jungs langsam Geld verlangen könnte, so viel wie ich habe.
Mein ERSTES MAL:
Ich hatte eine wilde Zeit hinter mir, viel Jungs, sehr viel Sex und so langsam spürte ich das ich den richtigen Weg einschlug. Ich war so etwas wie einigermaßen befriedigt. Wenn die Jungs mir nach dem Sex erzählten, das sie soetwas noch nie erlebt hatten fühlte ich mich stolz und mein Weg war so zum greifen nah.
Mit 20 Jahren zog ich von zu Hause in meine eigene kleine Wohnung. Meine Ausbildung war gut abgeschlossen obwohl ich nie gelernt hatte und ich wurde 1/2 Jahr fest übernommen.
Doch es war nicht befriedigend.
Ich war Mitlerweile auch in Dresden, eine Großstadt für mich mit ungeahnten Möglichkeiten. Hier konnte mein Traum wahr werden und die Worte meiner Mutter schwirrten mir noch heute im Kopf rum. Ich dachte warum nicht? In meinem Beruf wollte ich nicht arbeiten, der war langweilig und befriedigte mich nicht.
Ich fragte also per SMS (ich Feigling) bei einem Bordell an. Mitten in der Nacht kam dann auch eine Antwort, das ich mich dort und dort vorstellen könne ... nur mal zum Kaffee und zum reden.
Es dauerte 2 Wochen bis ich wirklich den Mut fand einfach mal hinzugehen. Am Vortag hatte ich einen Termin zum "Kaffee" vereinbart. Tatsächlich war es alles so ungezwungen. Meine Neugier siegte und am Abend, zugeben mit 3 davorigen Nicht-Trauen, hatte ich meinen ersten Termin. Ein Besuch der mir bis heute in Erinnerung bleibt ... und in sehr guter Erinnerung! Ich wurde süchtig, das Eis war gebrochen, meine Lust war geweckt ... NEIN! ICH war geweckt.
Heute:
Mittlerweile habe ich Höhen und Tiefen in meinem Job mitgemacht und fühle mich glücklicher denn je. Noch heute befriedigt mich mein Beruf über alle Maßen und ich spüre tief in meinem Inneren das DIES genau das ist was ich will. Ich liebe Männer zur verführen, sie beinah um den Verstand zu bringen, ihre Lust tief in mir zu spüren. Ich gehe darin auf. Ja, Männer sind meine !!!
Doch habe ich einige Schicksalsschläge hinnehmen müssen und ich probierte in Folge dessen auch ohne meine zu leben. Doch genau das machte ich noch kranker.
Heute stehe ich hier und kann mit Gewissheit und Stolz in meinem Herzen sagen ...
ICH BIN MIRA! - ICH BIN EINE HURE - UND ICH LIEBE MEINEN JOB ÜBER ALLES!


Unabhängig von der Art der Profession, ist es schön, dass Du so sehr und nahezu glühend von Deiner "Profession" sprichst. In meiner Welt sind es genau diese "Überzeugungstäter", welche auf Dauer zufrieden und erfolgreich sind und dies auch auf ihre Umwelt ausstrahlen. Ich wünsche Dir noch viele Jahre dieser inneren glühenden Überzeugung und tiefenentpannte Kunden :-))
Es ist schön, dass eine Frau, die diesen Job macht, so ehrlich ist, im Kopf so klar! Mira, ich glaub Dir jedes Wort, was Du schreibst. Diese offene Ehrlichkeit würde ich mir von allen Frauen wünschen. Es gibt sie, aber es sind nicht viele, die das so aus Überzeugung tun, dass der Mann eine perfekte Illusion erleben kann, da er spürt, dass Du dich dabei auch wohl fühlst auch wenn es eigentlich (nur) um das schnöde Geld geht....
Mich interessiert das sehr, wie es dazu kommt, eine Hure zu werden. Bist du nicht auch so erzogen worden, dass sich zwischen deinen Beinen ein Heiligtum befindet, das für fremde Männer absolut tabu ist?
@ Buschbub Ich war schon immer ein sehr freizügiges Kind was meiner Mutter mehr als einmal rote Ohren beschehrt hat. Ich wurde zur Selbstständigkeit erzogen und somit hatte ich schon früh eine eigene Meinung. Sex oder Erotik wurde in meiner Erziehung nicht totgeschwiegen ich konnte mit Fragen immer zu meiner Mutter kommen. Aber da ich in einem Zeitalter von BRAVO grossgeworden bin war sexuelle Aufklärung gar kein Problem. Sprich: Nein, ich bin nicht zur Nonne erzogen worden und auch zu keiner verklemmten Frau.
@Mirabelle35: danke für die Erklärung. Und deine Mutter hat nie versucht, dich zu bremsen? Meine Mutter würde sich jedenfalls im Grabe umdrehen, wenn sie wüsste, was ich hier treibe und wie wenig von ihrer Erziehung bei mir hängen geblieben ist :) Ich würde mir von dir aber auch noch eine Antwort zum Beitrag von Fux1903 wünschen, von wegen Illusion oder Echtheit...
@ Fux1903 Es gibt Damen die tun es nur wegen dem Geld und andere verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen so wie ich...Deshalb Augen auf bei der Damenwahl...Merkst Du am Tel schon, wenn Du ein Gespür dafür hast... Aber davon abgesehen Geld brauchen wir alle zum Leben!
@ishtar1: ich gebe Dir 100% Recht. Man merkt das am Telefon oder beim Schreiben in der Regel. Klar geht es immer um Geld. Aber die meisten Frauen sind kalt wie ein Stein beim Sex. Rauf, Rein, Runter, Raus. Da würgt es mich bei dem Gedanken! Gut, dass ich einige Frauen kenne, die es auch wollen. Man sieht es in den Augen der Partnerin...... ;-)
Na dann hat Mira ja noch locker 20 Jahre Zeit :-), meine Lieblingsdamen hier auf KM sind alle Mitte Fünfzig, ungeheuer attraktiv, stehen mit beiden Beinen fest im Leben, können sich niveauvoll unterhalten UND der Sex mit ihnen ist einfach ein Traum lächel
@ Buschbub Warum hätte mir meine Mutter das verbieten sollen? Selbstverständlich gefällt ihr meine Berufswahl nicht unbedingt, doch sie akzeptiert es, schließlich ist es mein Leben und meine Sexualität. Da hat mir niemand etwas reinzureden, Ich mache das so, wie ich es für richtig halte und wie mir es angenehm ist. Ansonsten würde ich ja frei nach dem Spruch leben "Alle fanden mein Leben toll, nur ich nicht". Nein, darauf kann ich gern verzichten. Und ich bin gut erzogen worden, ich bin nett zu fremden Leuten (zumindest wenn sie auch nett zu mir sind), ich habe Tischmanieren, ich bin höflich, ehrlich, sauber, selbstständig und würde meinen nicht auf den Kopf gefallen zu sein. Was deine Frage wegen Illusion und Echtheit angeht ... Ich lebe meine Lust frei aus, habe echte Orgasmen und lasse mich fallen. Aber passt man nicht zusammen kann ich mir die Zeit mit meinem Gast dennoch schön machen ohne selbst einen Orgasmus zu bekommen. Ich bin nicht Orgasmusversessen sondern möchte nur eine tolle,erotische Zeit verbringen und meinem Gegenüber einfach nur ein klein wenig vom harten Leben ablenken und ihm Lust bereiten.
Danke Mirabelle35 für die scöne Antwort. Es gibt auch einen aktuellen Beitrag zu diesem Thema im kaufmich-Magazin, eine Buchbesprechung. Sehr interessant! Dank auch an Fux1903 für den Satz "Gut, dass ich einige Frauen kenne, die es auch wollen." Das relativiert seine erste Aussage deutlich.