Devote Lady sucht ihren Dom, Sklave möchte seiner Herrin dienen …
Dies sind noch recht harmlose Formulierungen, oftmals ist der Ton in der BDSM-Szene viel eindeutiger, wenn z.B. "die Sklavensau brutal erniedrigt werden möchte" oder aber "die schmerzgeile tabulose Sub, die nach dem harten Meister schreit."
Menschen beiderlei Geschlechts bekennen sich zum sexuellen Devotismus und suchen den Gegenpart für ein Machtspiel auf erotischer Ebene. Klar definierte Rollen (stark/schwach) kennzeichnen bereits in der Kontaktaufnahme und in der Kennenlernphase das Gefüge. Mit Ausnahme von sogenannten "Switchern", die die Rollen zwischen devot und dominant tauschen können und daher in der Szene als "Spieler" gelten, gibt es in der "reinen" Dominant/Devot-Konstellation ein absolutes Machtverhältnis.
Im sexuellen Bereich devot zu sein, bedeutet, dem dominanten Gegenüber die Verantwortung zu überlassen und darauf zu hoffen, dass dieser Grenzen akzeptiert und sich an Absprachen hält. Wobei das Überschreiten von Grenzen wiederum zum besonderen Kick führen kann. Ich habe zu Beginn den Devotismus in drei unterschiedliche Entstehungsmuster eingeteilt, die ich nachfolgend gerne aufzeigen und erläutern möchte...
Angeborener Devotismus

