Figging ist eine Sexualpraktik im BDSM, bei der ein vorbereitetes Stück Ingwerwurzel in Plug-Form geschält in den Anus der Sklavin eingeführt wird.
Ingwer schmeckt nicht nur leicht scharf, er ist auch herrlich dafür geeignet, ein heißes Gefühl zu erzeugen. Der Saft von frischem Ingwer verursacht an Schleimhäuten und sensiblen Körperpartien ein Brennen, das ausnehmend luststeigernd sein kann. Wer den Unterschied zwischen einem "tiefen" und einem "hohen" schmerz kennt, der wird Ingwersaft in die Schublade des Instrumentariums stecken, das einen ziemlich tiefen schmerz verursacht und dadurch die Erregung steigert.
Die Stärke und die Art der Wirkung von Ingwersaft hängt von der Höhe der verabreichten Dosis ab und kann zudem durch die Dauer der Anwendung gesteigert oder variiert werden. In kleiner Dosis und einmal aufgetragen, wirkt Ingwersaft in den Meisten Fällen orgasmusfördernd. Seine Volle Tücke entwickelt Ingwer jedoch bei höheren Dosen oder längerer Einwirkdauer - die Lust wird ins Unendliche gesteigert, der Orgasmus jedoch für eine Weile unterbunden.
Da die im Ingwer enthaltenen ätherischen Öle - vor allem die zu den Scharfstoffen gehörenden Gingerole - die Nozizeptoren in der Schleimhaut erregen, führt dies zu einem sofortigen und anhaltenden Wärme- und schmerzreiz (Brennen) an dieser Stelle. Figging ist zwar schmerzhaft, aber im Gegensatz zu mechanisch verursachten Reizen ohne verletzungsgefahr, denn die Hitze und das Brennen sind nur gefühlt.
Figging wird als eine sehr demütigende Form der Körperstrafe empfunden und als solche ist die Praktik für BDSM-Spiele reizvoll. Zum anderen hat Figging den Nebeneffekt, die Durchblutung der Geschlechtsorgane zu erhöhen, wodurch nach Angaben einiger Freunde dieser Praxis die sexuelle Lust gesteigert und Orgasmen verstärkt werden.
Die Wirkung des Ingwers baut sich innerhalb von etwa 2 bis 5 Minuten zu ihrem Höhepunkt auf und hält dann zwischen etwa 20 und 30 Minuten an (auch nachdem der Ingwer wieder entfernt wurde), im Extremfall einige Stunden.

