.... ihr habt seit Jahren einen Stammkunden. Einmal die Woche kommt er vorbei, ihr hab einen super netten Abend mit Kino, Theater, Essen und richtig gutem Sex. Lacht miteinander, erfahrt auch die stressigen und traurigen Seiten seines Lebens. Es ist schon mehr wie eine Freundschaft nur das Trinkgeld ist besser.
Aber auf einmal kommt Wochen lang nichts. Ihr macht euch schon ein wenig Sorgen, kontaktiert ihn auf gewohnte Art und Weise.
Dann dieser Satz: Ich bin gerade glückich mit meiner Beziehung!
Irgendwie tat das nach 5 Jahren echt weh. Er ist mir natürlich keine Erklärung oder Rechtfertigung schuldig und sollte sich sein Verlangen ändern werd ich nicht nein sagen, schlieslich ist er ein guter Kunde! Aber ich hätte mir schon ein freundschaftlicheres Ende nach der langen Zeit gewünscht.


Guten Morgen, was hast du erwartet? Immerhin hat er sich (ab)gemeldet und so an dich gedacht. Wie hättest du dich verhalten, wenn du dich unsterblich in jemanden verliebt hättest? Gegenseitigkeit vorausgesetzt.. Ich glaube, dass, eine Vielzahl der hier schon länger angemeldeten Kunden, die Erfahrung gemacht haben: Mann trifft sich jahrelang mit einer Dame, teilt mit der Zeit Privates und sehr Persönliches. Und irgendwann: Profil gelöscht, keine Nachricht, ... Pustekuchen. Mann schluckt es runter, und bewahrt sich die angenehmen Erinnerungen. Wünsche dir einen schönen Tag.
Hallo JessyMingLeePling, nichts ist für die Ewigkeit. Irgendwann werden viele Männer diese sagen wir mal "Paysex-Welt" aus welchen Gründen auch immer verlassen. Ich kann dich sehr gut verstehen, dass es dir weh tut. Behalte ihn gut in Erinnerung. Und wenn er sich irgendwann wieder meldet, genießt die Zeit ihm. Bei mir war es so, dass er sich aufeinmal nicht mehr gemeldet hat (haben uns mindestens 2mal im Monat 3 Jahrelang getroffen auch mit Konzerte, essen gehen etc.) und paar Monate später habe ich erfahren, dass er verstorben ist. Er war schwer krank gewesen. Deshalb genießt die Zeit mit euren "Date Partner/in". Man weiss nie wann es für immer vorbei ist.
Verständlich, dass Du in gewisser Weise enttäuscht bist. Grundsätzlich ist jeder in solchen Konstellationen nicht gut beraten, mit einer zu hohen Erwartungshaltung heranzugehen. Es treffen sich im Paysex Menschen, welche im Regelfall eine grundsätzlich unterschiedliche Motivation für ihr Tun haben. Da allzuviel Emotionen zu investieren führt zwangsläufig zu Enttäuschungen. Ich möchte nicht wissen, wie oft beispielsweise im umgekehrten Fall von einem auf den anderen Tag totale Funkstille herrschen würde.
@JessyMingLeePling -es stimmt, man kann im Laufe der Zeit auch hier zu den Damen eine enge Bindung aufbauen. Man tauscht vieles aus, vielleicht mehr, als man eigentlich möchte. Aber wenn die Chemie und alles darum passt, warum nicht. Es ist ja nur menschlich, wenn man dann jemanden kennenlernt und die P6-Beziehung beendet. Ich würde es allerdings dann immer in einem letzten Date sagen, dass finde ich einfach fair gegenüber der Dame, mit der man sich lange getroffen und sich super verstanden hat. Aber das handhabt natürlich jede/jeder anders.
@JessyMingLeePling Ich würde eine SDL nie öfter als 2 bis 3 mal daten. Eben aus dem einfachen Grund, keine persönliche Bindung zu ihr herzustellen. Denn, nicht nur, daß ich mich irgendwann zu ihr hingezogen fühlen könnte, sondern irgendwann würde mich bestimmt auch der finanzielle Aspekt stören, welcher es mir ja erst ermöglicht, die Dame treffen zu können. Ist schon erstaunlich, daß ein Herr 5 Jahre lang jede Woche den Weg zu dir gefunden hat, ohne das sich eine intensivere Bindung daraus entwickelt hat.
Ich besuche meine Stammdame regelmäßig schon seit über 5 Jahre und es ist eine Freundschaft endstanden getrennt vom Sex ,aber der kommt trotzdem nicht zu kurz .
Es ist ja schön, wenn durch den jahrelangen Kontakt eine Art Freundschaft geworden ist. Durch den bezahlten Sex ist aber automatisch eine Grenze zwischen Privat und Geschäft gezogen. Vermischen lässt sich dieses wohl kaum. Nun kann man natürlich stundenlang über dieses Thema diskutieren welcher Weg der idealste ist, doch der "Stammkunde" hatte bestimmt einen triftigen Grund für sein verhalten.
Ohne Stammkundschaft gibt es kein stetiges Einkommen. Stammkunden gehören zum Paysex so wie der halbe Hahn zu Köln. Wenn ein Paysexkunde die Liebe seines Lebens findet, dann steigt er erst Mal aus dem Paysex aus. Viele kommen aber zurück. Es gehört zum Leben.
Stammkunden sind meist zuverlässig und man weiß, was einen erwartet, auf beiden Seiten. Ich schätze das auch. 2x im Monat mal 5 Jahre wären aber auch 120 Treffen über die Zeit. Multipliziert mit etwa 200€ Kosten pro Kontakt für Honorar und Nebenausgaben hat man dann wohl 24.000€ berappt. Regelmäßig ein neues Auto kaufen ist richtig billig dagegen.... +++++++++ Das Geld besiegelt in dieser Konstellation die Unverbindlichkeit der Zweisamkeit, und zwar für beide Seiten. Das man sich schätzt und eventuell sogar freundschaftlich verbunden fühlt, macht die Zweisamkeit ja interessant und prickelnd. Allerdings hat eine Verbindung mit Gefühlen und Verantwortung im Leben immer Vorrang. Sie ist tolerant, tief, nah, selbstlos und gratis, und zwar von beiden Seiten im Idealfalle. Dinge, die P6 nicht bieten kann und will....
Ich sehe.. viele Meinungen und Ansichten und alle haben auf ihre Art und Weise recht! Natürlich weiss ich das es hier um eine bezahlte Dienstleistung geht. Ich werf ihm auch nicht vor das er nicht mehr kommt, das ist naürlich logisch das er dies nicht mehr tut. Es ist nur so das ich viele negative Dinge die er erlebt hat mitbekommen habe und ihm da als eine Freundin zur Seite stand. Es hätte mich einfach nur gefreut zu hören: Du ich hab da ne ganz tolle Frau gefunden mit der ich sehen will wo es hingeht. Ich freu mich für ihn denn er war teilweise sehr einsam und hat eine besondere Person in seinem Leben verdient.
Ich gehöre zu den Männern, die keinen schnellen unverbindlichen Sex, sondern den vertrauten Austausch in der Zwischenwelt suchen; da entwickelt sich 'Sexkauf' zu 'Freude am gegenseitigen Beschenken'. Mit wachsendem Vertrauen kann sich dabei eine Nähe aufbauen, die anderen Angst bereitet und an Oscar Wilde denken lässt: "Leute, die sich die Finger verbrennen, verstehen nichts vom Spiel mit dem Feuer." Umso wichtiger ist – neben einer freilassenden polyamorösen Ader – gegenseitiger Respekt. Auch von daher sollte man sich bei geänderten Lebensumständen verabschieden - und damit meine ich beide Seiten.
Mir ging es erst vor zwei Wochen so wie chilliepepper es beschreibt: zwei Jahre lang gekannt, immer mal wieder getroffen - und plötzlich ist das Profil gelöscht. Da der Kontakt ausschließlich über km lief, kann ich auch nichts über sie herausbekommen: ob sie Probleme hat, ob ihr heimliches Hobby ans Tageslicht gekommen ist... wer weiß. Und das ist nicht die einzige, die spurlos verschwunden ist und die ich gern noch öfters getroffen hätte. Da ist JessyMingLeePling schon besser dran, sie weiß jetzt wenigstens Bescheid. Nur einmal hatte ich Glück: eine Osteuropäerin, mit der ich spitzenmäßige Dates genossen hatte, verschwand von der Bildfläche. Das letzte, was ich von ihr gehört hatte: dass sie eine schwere Krankheit hatte und nicht wusste, ob sie eine Behandlung bezahlen kann. Einige Monate später buchte ich eine andere Osteuropäerin, die erwähnte, dass eine ihrer Freundinnen in meinen Erfahrungsberichten auftaucht. Ich bohrte so lange, bis sie zugab, dass es sich just um die Verschollene handelt. Diese hätte inzwischen geheiratet, und ihr Mann wäre wohl in der Lage, die Behandlung zu bezahlen, und es ginge ihr gut. Happy End!