wie es dazu kommt, dass wir so unterschiedliche Generationen (also Baby Boomer bis Z) hier zwar auf der einen Seite als SDL arbeiten, aber die alltäglichen Kompetenzen sich so extrem unterscheiden?
Also von den Pragmatikern, bis hin zu den "angstgetriebenen" Unselbständigen.
Es muss doch etwas mit der Erziehung eines Menschen zu tun haben, dass wir eigentlich alle, als unbedarfte Babies auf die Welt kommen, aber uns so unterschiedlich entwickeln.
Sind es die Fehler der Eltern? Ist es die folgende Miterziehung/Prägung durch Gleichaltrige oder durch Lehrer?
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Erzählt doch bitte einmal von euren Eindrücken


Es ist falsch anzunehmen jeder Mensch hat die gleichen Grundvoraussetzungen, die Fähigkeit zur Selbstreflexion ist lange nicht so verbreitet wie wir es glauben. Selbst wenn wir darüber reden können heißt das noch nicht es auch zu beherrschen... Außerdem ist Empathie kaum erlernbar. Das ist meine subjektive Meinung ohne Anspruch auf wissenschaftliche Erkenntnisse.
@zylkopf Da hast du Recht... auch Denken und Nachdenken sind zwei verschiedene Dinge, die tatsächlich nicht automatisch funktionieren. Das von mir fälschlicherweise generell Vorausgesetzte, wie z. B. die Empathie, gerade in unserem Bereich, ist eben nicht automatisch gegeben...
Es kann sein, dass bestimmtes Verhalten heute auch was mit der Erziehung zu tun hat. Jeder ist verschieden, hat eine andere Erziehung erfahren. Nicht jedem ging es gut als Kind. Das prägt manchmal, obwohl das rücksichtsloses Verhalten und Respektlosigkeit nicht entschuldigt. Nicht jeder besitzt Empathie. Ich hab immer versucht, meinen Kindern bestimmte Werte zu vermitteln. Letztendlich kann man aber nicht wirklich beeinflussen, was sie daraus machen, weil sie ihre eigenen Erfahrungen sammeln, und der Umgang mit anderen zeigt so auch seine Spuren. Und oft sagt man dann, dass man so seine Sprösslinge nicht erzogen hat und ihnen das auch so nicht vorgelebt hat. Manche sind auch einfach nur ignorant und arrogant. Bei manchen, die ich kenne, weiss ich, dass dann doch einiges abgefärbt hat. Und wieder andere verhalten sich so aus Schutz sich selbst gegenüber. Das Leben hält viele Herausforderungen bereit und nicht jeder ist allem im Positiven gewachsen.
Es ist doch so, dass wir den Kindern eigentlich Werte mitgeben. Bis zum Alter von fünf Jahren kann man sehr viel erreichen, den Kindern viele Dinge vorleben, mitgeben. Doch ist es ein Fehler, sie nicht auf das Leben vorzubereiten. Die Überängstlichkeit z. B., dass einem Kind etwas passieren könne scheint einige Menschen dazu zu treiben, dass sie versuchen ein Kind 24/7 zu bewachen. Aber ist nicht genau das der Fehler, dass man also sich selber nicht vertraut, seinem Kind die Dinge beigebracht zu haben? Wie kann ein Erwachsener, der ein Kind auf die Welt setzt dermaßen unsicher sein? Wie will dieser Erwachsene ein Kind erziehen? Klar, wer in den ersten Jahren das Handy interessanter findet und das neue "Spielzeug Kind" ignoriert, also irgendwie mit sich selber beschäftigen läßt, anstelle diesem neuen Menschen die Welt zu zeigen, beweist doch schon, dass man wenig Interesse an dem Spielzeug Kind hat: also empathiefrei ist. Aber wozu bekommen dann solche Menschen ein Kind?
Wozu manche ein Kind bekommen, kann man nicht beantworten und ist vielleicht auch so nicht die richtige Frage. Viele wünschen sich welche, manche bekommen keine und wieder andere haben sie eben, und denen sind andere Dinge wichtiger. Statt sich mit dem Nachwuchs zu beschäftigen, gibt man dem Kind ein Handy in die Hand, und schon ist es ruhig gestellt und ich zeige nicht meine Unfähigkeit, dass ich nicht in der Lage bin, ein Kind zu erziehen, es zu beschäftigen und ihm viele Dinge fürs Leben beizubringen. Das ist für viele doch der bequemste Weg. Sieht man ja jeden Tag so. Manche lassen einfach alles so laufen, wie es für sie am bequemsten ist, und das schauen sich Kinder so ab und werden dann auch so, weil sie es ja nicht anders sehen.