Heute riecht der Hauptbahnhof nach frisch gebackenen Brezeln, heißem Kaffee und diesem ganz eigenen, warmen Duft vieler Menschen, die zwischen Koffern und Terminen treiben. Zum Glück nicht ich, denn ich bin nicht in Eile da, sondern mit meiner lieben Freundin, meiner kleinen Ruheinsel inmitten des Gewusels.
Wir haben einen kleinen Tisch hinten in der Ekce, da wo die Sonne genau drauf scheint. Unter meinen Fingern die rauhe, holzige Tischplatte, die leicht vibriert, wenn ein Zug einfährt.
Neben mir ihr Lachen.
Vor sich hat jede eine Bowl aus dem Paradies. Mit wirklich allem drin was man an einem Sonntag braucht. Du weißt schon: Proteine, Gemüse und...
Und ja – wir haben über meine Pläne gesprochen.
Ich habe ihr erzählt, wie sehr mich die Welt der Dominas reizt. Wie sich der Gedanke an das Studio anfühlt – wie eine neue Sprache, die ich mir lerne. und wie sehr ich spüre, dass das mein Weg für mich ist.
Und sie?
Sie hört zu, ohne zu werten. Kein Stirnrunzeln, keine Scham. Nur Neugier und Freundschaft.
Und genau in diesem Moment liebe ich sie noch mehr. Weil sie mich sieht. Weil sie meine Pläne nicht klein macht. Weil ich bei ihr nicht verstecken muss, wer ich bin oder wer ich gerade werde.
Als wir später aufstehen und raus, in den kühlen Wind gehen, fühle ich mich leicht.
@-½--

