Liebes Sex - Tagebuch.
das Schönste am Job der Hure ist es, dem Gegenüber Frohsinn spenden zu dürfen & ihn für 1 / 2 Stunden / eine Nacht lang aus dem schnöden Alltag(- strott / stress / Sorgen) hinaus zu lösen.
Selbiges erlebe ich in minimierter & leicht abgewandelter Form immer wieder im Alltag.
Ich habe mal den süßen Spruch gehört: "Alles ist jederzeit um uns herum - es ist nur die Frage, auf *was* wir unsere Aufmerksamkeit legen: Auf Nörgeleien, weil wir XY (noch) nicht haben oder auf die Dankbarkeit, weil wir mit dem Lebenswichtigstem (Wärme, Kleidung, liebevolle Freunde, Nahrung, ein Dach überm Kopf) versorgt sind?
Und so habe ich erst relativ spät entdeckt, dass man() mit Aufmerksankeit auch im unscheinbaren Alltag viel Freude verschenken & erhalten kann.
Meist sind es - O - Ton eines lieben Sex - Stammgastes - ausgerechnet die ganz kleinen Momente, die uns große Dankbarkeit erleben lassen.
Mein Stammi beschrieb mir mal den Moment, als er morgens in seinen Wohn - Keller stieg, seine Katzen schnurrend um ihn rum, den Belebung verheißenden Duft frischen Kaffees in seiner Nase und die Sonne aufgehend durchs Kellerfenstr stieg & einen schönen Tag versprach.
In diesem Augenblick war sein Leben perfekt & er hätte diesen Wimpernschlag "Selbstgenügsamkeit" gern für immer konserviert.
Ich hingegen muss jedesmal schmunzeln, wie süß sich Passanten bedanken, wenn man ihnen den Weg erklärt (und das im Zeitalter des allwissenden Smartphones, aber manchmal kann Technik eben nicht den Beistand eines Menschens ersetzen & auch das aufmunternde Lächeln gibts nur von nem Zweibeiner).
Oder - noch raumumfassendr - wenn ich mit meiner Katze verreise. Sofort ist eine Kindertraube um mich herum, um die Mietzkatze streicheln zu wollen oder mich mit Fragen zu löchern, wie sie denn heisst, ob es "Mann oder Frau" ist, woher ich sie habe etc etc.
Total witzig, dass solche "Nichtigkeiten" von menschlicher Freude oder eines flüchtigen Zwinkerns den Zauber vollbringen können, mich nach nem anstrengenden bis frustrierenden Tag nicht nur auf "Normalnull" sondern auf eine rosarote Wolke der Fröhlichkeit zu hieven. Aber es tut so gut zu geben & zu empfangen, gute Früchte zu säen, sich Genuss zu erlauben, sich nicht jeden Schuh eines pathologischen Neurotikers & Stinkstiefels anzuziehen usw...
Mit den besten Wünschen für Euren magischen 2. Advent!
Jessika

