Endlich tut sich was
Nachdem in den meisten Bundeslaendern Paysex monatelang verboten war, bewegt sich nun endlich etwas.
Nach Bayern, Berlin und dem Saarland, lockern auch HH, Bremen, Schleswig-Holstein und NRW die Einschraenkungen für uns Sexworkerinnen.
Genaueres hierzu findet Ihr auf der HP unseres Berufsverbands: BesD..
Dort findet Ihr auch Infos zum Hygienekonzept, das vorerst in einigen Bundeslaendern von Euch verlangt werden koennte. Ganz zu schweigen von den Einschraenkungen, die auch weiterhin bestehen bleiben und nicht in allen Laendern einheitlich ein werden...


Ich finde es toll, dass es wieder erlaubt wird. Es kann auch echt nicht angehen: Friseure, Massagen, Tattoo Studios usw. - Wirklich jeder kann wieder tätig sein. Da ist es nur gerecht, wenn auch in diesem Bereich wieder alles anfängt. Und Hygienekonzept: Super :-)
Hygiene Konzepte befürworte ich zu 100 %. Normalerweise auch gut umsetzbar. Aber wie machen das die lieben Kolleginnen bei einem Overnight-Date. Gibt es dafür spezielle Masken? Ganz klare Sache - ohne Maske kein Date.
In Hessen tut sich noch gar nichts. Außer dass es am Samstag eine Demo gibt, die von "Dona Carmen e.V." veranstaltet wird. Dank Corona kann und werde ich dieses Mal dabei sein, gründlich vermummt :D Eigentlich müsste die Öffentlichkeitsarbeit extrem verstärkt werden. Es geht ja nicht nur um Corona-Maßnahmen, sondern auch um die Extremistinnen, die mit Hilfe des Nordischen Modells die bedauernswerten Prostituierten (ja, auch dich, Belle de Jour!) aus dem Joch täglicher Vergewaltigungen befreien wollen. Diese beherrschen die öffentliche Meinung über Prostitution in einem erschreckenden Maße, und Gegenstimmen sind leider sehr selten. Wenn sich das nicht bald ändert, kommt es bei uns so wie in den USA vor 100 Jahren, wo eine Gruppe von sehr aktiven Alkoholgegnern den Kongress so lange bearbeitete, bis die Prohibition eingeführt wurde - im festen Glauben, damit das Beste für alle Beteiligten zu erreichen. Wenn ich öffentliche Diskussionen anschaue (Facebook, Twitter, Kommentare in Zeitungen), dann haben die Sexkaufgegnerinnen die absolute Meinungshoheit. Da müssten sich viel mehr Frauen (die Meinung von Männern zählt da ja nichts) einmischen und das Bild der freiwilligen, selbstbestimmten Sexdienstleisterin verbreiten, sonst ist das "es tut sich was" in absehbarer Zeit vorbei.
@Buschbub.. Natuerlich kenne ich diese gefährliche Entwicklung. Aber im Detail erst seit ich dem BesD beigetreten bin. Und nur dort finde ich fundierte Informationen zur derzeitigen Lage im Paysexbereich. Den wenigsten der Kolleginen ist wohl klar, dass sich in unserem Berufsverband einige wenige mutige Mitstreiterinnen den Arsch aufreissen, um die Lage von uns allen zu verbessern. Wir haben keine Lobby ausser uns selbst.
Das ist jetzt die Steigerung des Prostitutionsschutzgesetzes: Blasen nicht nur zwangsweise mit Kondom sondern auch mit Maske.