"Liebes Kaufmich - Tagebuch",
draussen auf meiner Ranch tummeln sich ja alle möglichen Tierchen: Katzen, Häschen, Hunde, Hühner (hätte gern auch einige "Großtiere" aber da eh schon alles an meiner Mutter hängen bleibt, wage ich es nicht, mir Ziegen, ne tolle Kuh und vor allem 2 süße Schweinchen (für die mein Herz schlägt da sie so intelligent sind & zuckersüß grunzen können) anzuschaffen.
Nunja!
Die Zeit meines "Gnadenhofes (ggf. mit menschlichem Hospiz - Anschluss wird, wenn ich ganz emsig bin, schon noch kommen)
Ich finde es immer witzig wenn ich Freier seits höre: "Ah gut dass Du Katzen hast, bin nicht so ein Hunde- Freund" oder das genaue Gegenteil "So ein Hund ist was Wahres - mit Katzen kann ich echt nix anfangen, die sind mir zu hinterhältig & greifen oft ohne dass man denen was getan hat an - sorry!"
Ich selbst - vor die Frage gestellt - WAS ich denn lieber mag, kann mich absolut NICHT entscheiden. Und diese "Entscheidungsunfähigkeit" die man Mitmenschen oft als Willensschwäche anlastet, mag ich an mir sogar sehr.
Das Polaritätssystem dass hier auf Erden herrscht, ist nicht das Meine. Ich mag kein "Entweder ...oder" sondern liebe das "Sowohl.. als auch".
Warum soll ich mich festlegen ob ich Deutschland als meine Heimat ansehe oder mich in Andalusien oder - sobald ich es erstmal bereist habe - Spitzbergen so heimelig finde dass es mir schon ewig vertraut vorkommt & ich alles in Gang setze, um dort lange zu leben?
Ich mag es, mit meinem Hunde - Team spazieren zu gehen & mich von ihnen beschützt zu wissen wenn ich FKK in nem einsamen See schwimme ebenso wie ich das dreiste Diven - Gehabe meiner Katzen-Damen LIEBE. Oder das seltsame Verhalten der Hühnchen wenn die vor mir stehen, mich (scheinbar) dumm anstarren und dann in hohe Tönen irrgendein "Liedchen" zwitschern.
Ich mag den intensiven Sport mit Fasten wie das hemmungslose Schlemmen (an Festtagen mit Cremetorte & allen Schikanen).
Das Nonstop - Durchrackern um dann das Ziel der Mühen zu geniessen: Am Haus zu bauen oder ein Wellness - Urlaub.
Alles hat seine Berechtigung & "alles darf sein" wie mir mal eine weise Schamanin sagte.
Weinen kann genauso schön sein (weil man die Gefühle raus lässt & den aufgestauten Druck abgibt) wie das fröhliche Lachen.
Und ein (erzwungenes) Lachen um Fröhlichkeit & Stärke vorzugaukeln kann schädlicher sein als ein ehrliches Deprimiertsein weil man nur Menschen helfen kann die ehrlich sagen wie ihre Situation gerade aussieht (nicht umsonst begehen viele Menschen Selbst wo HINTERHER sich selbst die engsten Angehörigen fragen: "WARUM NUR?" weil derjenige nicht den Mut hatte über seine Insolvenz etc. zu reden, sein Scheitern zuzugeben)...
Seit ich all meinen Gefühlen ihren freien Lauf lasse & für mich selbst auslebe, fühle ich mich besser --> und damit meine ich nicht die Wut an unschuldigen Menschen auszulassen sondern für sich entweder etwas zu tun um mich zu schonen, mich glücklich zu machen oder meine Enttäuschung mit Weinen oder Sport abzubauen.
Weil mir das "bunte Leben" lieber ist als die Schwarz - Weiß - Malerei, mag ich auch die Polyamorie.
Jeden Menschen liebt man anders - mit dem einen kann man toll reden, der andere ist der geborene Liebhaber, ein anderer ein stummer Seelenpartner mit dem man sich ohne Worte versteht, den Vierten liebt man weil er mir den Ansporn gibt, meinen Weg zu gehen, der Fünfte inspiriert mich mit seinem Vorbild...
Und: Wo wir schon beim Thema Sexualität sind, ich liebe beide Geschlechter. Frauenkörper sind ein Gesamtkunstwerk mit dem man sich endlos beschäftigen kann, Frauen besitzen die Fähigkeit sich von der Frisur & Kleidung her immer neu zu erfinden. Männerkörper sind hingegen schlichter & weniger "individualisierbar" dafür können kräftige Schultern wunderbar Schutz geben und Männer können ganz intensiv ....sexeln. Die unbändige körperliche Kraft des Mannes sozusagen. ;-) Die Erotik mit Frauen ist widerum sanfter & verspielter. Auch das imponiert mir.
So wie man am Montag teilweise eher Hunger auf Süßes hat, braucht man Dienstag lieber was "Deftiges". So ähnlich ergeht es mir mit dem Lieben beider Geschlechter...
Ich bin froh, mich gar nicht mehr entscheiden zu müssen & für vieles offen zu sein wie ich mein Leben gestalten will, auf spontane Impulse einzugehen, mich selten(er) zu verbiegen und mich nicht (Partner seits) rechtfertigen zu müssen warum ich heute 2 Stunden später daheim bin da ich noch spontan Lust hatte, im Mondschein zu spazieren oder bei meiner traurigen Freundin zu übernachten / hart durch zu arbeiten 14 Tage lang statt das versprochene Event mit Schatzi zu besuchen (aus Pflichtgefühl / Kompromiss)...
Diese Freiheit gibt Kraft & Lebensfreude.
(Und: Man darf sich nichts vormachen, sie ist beziehungs- und freundschafts - feindlich denn ich kenne kaum einen Menschen der den Anderen so stark liebt dass er NUR will dass der Partner glücklich ist - egal wo, egal mit wem)
Dennoch, ich wünsche jedem ein Stück "mehr Freiheit" und Un - Angepasstheit, dessen Leben sich ggf. derzeitig noch "beengt" & durch "Andere bevormundet" anfühlt.
Jessika

