vor einiger Zeit habe ich wieder Kontakt mit meinem alten Schulfreund gehabt. Nachdem er mir auf manche, für mich ganz normale, Fragen immer ausgewichen ist, fragte ich ihn direkt was los sei.
Da erzählte er mir das es in seinem Haus einen Brand gab, zum Glück war er zu der Zeit auf Arbeit gewesen und ihm ist nichts passiert. Als er den Anruf bekam eilte er sofort zu seinem Haus, mit einer Stunde Fahrzeit ist das natürlich für ihn schon die pure Hölle gewesen. Als er ankam war die Feuerwehr mit den Löscharbeiten fertig gewesen, ihm wurde mitgeteilt dass für die nächsten 2 Stunden noch ein Fahrzeug da bleibt, für den Fall dass das Feuer erneut ausbricht. Er darf allerdings das Haus nicht betreten; geschweige denn darin schlafen.
Ok, dachte er, einen Schlafplatz bekomme ich auf jeden fall bei meinen Nachbarn. Da ich mit denen ja schon seit Jahren sehr gut befreundet bin, wir gehen zusammen weg, grillen oder haben auch schon Urlaub zusammen gemacht, das ist kein Problem. Tja, das war leider falsch gedacht. Keiner seiner Freunde wollte ihn aufnehmen, er kam sich, nach den Absagen und Ausreden die er erhielt einfach nur noch leer vor.
Seit dem Tag lebt er in einer kleinen Pension, bis sein Haus wieder bewohnbar ist. Doch die Zweifel ob er dort wieder einziehen soll hat er weiterhin. Will er wirklich wieder dort wohnen; wo ihm jeder, mit dem er, seines Erachtens, eine wertvolle Freundschaft führte, den Rücken zugekehrt hat?
Ich persönlich fand diese Verhalten mehr als traurig. Gerne hätte ich ihn aufgenommen, nur sind 600 Km Distanz zu weit.
Habt ihr auch schon mal Erlebnisse gehabt in denen Ihr von euren Freunden enttäuscht wurdet?


Dann sind es nie Freunde gewesen, sonst hätten sie sich nicht so verhalten. Traurig, aber so etwas scheint es zu geben. Ich würde, nachdem das Haus wieder bewohnbar ist, bleiben. Wieso nicht, Freunde müssen nicht nebenan wohnen. Meine Nachbarn allerdings sind menschlich und würden mir in meiner Not helfen.
Mir ging es auch mal so. Hab für Freunde immer ein Offene/s/n Ohr/Tür/Kühlschrank/Auto *lach* Naja aber als es mir dreckig ging, hatte keine Freundin mehr Zeit, sich mal meine Probleme anzuhören. Damals hatte meine Schwester ihr Kind verloren und das nahm mich Emotional ganz schön mit. Da hätte ein Ohr gereicht. :( Ich wurde eigentlich immer nur von "Freunden" ausgenutzt. Meine Vergangenheit lehrt mich, dass Freundschaften kommen und gehen, was bleibt ist immer die Familie. Übrigens 2 Jahre ohne Facebook dauerte es und selbst meine beste Freundin hat nicht mehr an meinen Geburtstag gedacht. Heutzutage kann man sich schnell gesellschaftlich ins Aus schießen indem man einfach nicht mehr präsent ist, trotz gleichbleibender Handynummer und Adresse... :/ Viele sind einfach nur noch mit arbeiten und der eigenen engsten Familie beschäftigt. Zumindestens kenn ich es von Freundinnen nicht anders, dass sie ihren Partner zur einziegen Bezugsperson erklären und deshalb kaum noch Zeit haben. Aber ob das so gut ist :/ Heutzutage bedeuten Freundschaften den wenigsten etwas. Da zieht der Nachbar eine Straße weiter und kennt einen nicht mehr. Genauso Kollegen nach einem Arbeitsplatzwechsel. Gut das sind jetzt nicht beste Freunde, aber doch Leute die man teilweise Jahre kennt, denen man Hilft und am Ende kennen die einen dann nicht mehr... (-.-) Manche Leute sind halt komisch, ich versuche das auch gar nicht mehr zu verstehen...
Das ist eine sehr traurige Geschichte. Es gibt sie diese Freundschaften wo man immer dachte, das ist richtig dicke und dann nach Jahren feststellt, dass es von einer Seite immer nur oberflächlich war. Ich wünsche deinen Freund, dass wo immer er wohnen wird dort richtige Freunde finden wird die ihm nicht die Tür vor der Nase zu schlagen.
Schein Freunde für Grill Abende oder Bierchen trinken gibt es zu genüge. Wahre Freude verkennt man ganz schnell, wenn man Hilfe braucht. Ich habe nur 2 wahre Freundinnen das ist meine beste Freundin und meine Schwester. Zu dem Rest bin ich einfach nur freundlich oder gabe Spaß. Nicht mehr und nicht weniger.
Hallo zusammen, wirklich traurige Geschichte! Leider musste ich auch solche Erlebnisse überstehen, wenn auch kein so hartes wie dein Freund. In meiner Vergangenheit hatte ich hunderte „Freunde“, denen ich sogar ihre Häuser aufbauen geholfen habe, kostenlos natürlich! Und wenn man selbst mal Hilfe braucht findet sich komischerweise keiner der einem hilft und das mit komischen Ausreden! Tja, heute habe ich zwei beste Freunde, wir kennen uns seit über 30 Jahren und es ist ausreichend. Leider ist es heute noch so das ich weiterhin fast jedem helfe der um Hilfe bei mir bittet, liegt wohl an meinem Charakter! Irgendwo sollte man sich seinen eigenen Charakter erhalten und nur weil andere nicht so hilfsbereit sind sollte man sich selbst nicht verlieren.