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Looning - das bunte Treiben

Vor einer Weile wurde ich gefragt, ob ich Erfahrungen mit Looning habe. Ich dachte, mir ist inzwischen nichts menschliches mehr fremd, aber davon hatte ich bisher noch nie gehört.

Looning ist, wie ich inzwischen weiß, der Fetisch, Luftballons ins erotische Spiel einzubinden.

Die Looner unterteilen sich dabei in zwei Gruppen: Popper und Non-Popper. Wer jetzt denkt, poppen hat beim Looning etwas mit Geschlechtsverkehr zu tun, irrt gewaltig.

Ein Popper lässt Luftballons auf verschiedene Arten zum Platzen bringen, sei es mit den Fingernägeln, durch zu starkes aufblasen, oder indem man die Ballons mit seinem Körpergewicht zerdrückt.

Non-Popper versuchen, das Zerplatzen der Ballons zu vermeiden. Sie wirbeln sie durch die Luft, spielen sie sich zu, oder lassen sie lossurren um sie dann erneut aufzublasen. Der Anblick, wie jemand sich mechanisch an einem Ballon reibt, oder das Gefühl, es bei sich selbst zu tun, ist für Looner stimulierend.
Wenn der Partner Luftballons aufbläst, ist für Looner ein doppelter Genuss, visuell und auditiv.

Und ja, poppen im herkömmlichen Sinne geht auch. Dafür sollte man aber besser nicht die übrig gebliebenen Ballons vom letzten Kindergeburtstag nehmen, da ist das Mundstück vielleicht zu eng, um den mit Luft gefüllten Ballon schmerzfrei über sein bestes Stück zu stülpen.

Die Vielfalt der verwendeten Luftballons ist enorm. Runde, längliche, und sogar riesige, sehr tragfähige Sitzballons, finden hier Verwendung. Es gibt sogar Szene-Shops, in denen alles angeboten wird, was das Looner-Herz begehrt. Vermutlich sogar solche mit einem extra-großen Mundstück.

Es ist ja unglaublich, was es so alles gibt. Dazu fällt einem nichts mehr ein. Klar, jeder soll das tun woran er Spass und Freude hat, solange er niemanden anderes damit belästigt. Wenn man das alles so liest, denkt man, ob man "normal" ist, weil man keinerlei solcher Vorlieben hat. Aber was ist heutzutage schon normal?

22. Aug 2016Antworten
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