... wecken mich in meinem Urlaub.
Voller Vorfreude & Staunen starte ich derzeit in diese verwunschen - erscheinenden Tage.
Für MICH sind es gelebte Märchen die sich hier vor meinen kindlich - begeisterten Augen abspielen: Kaum tritt man in langen Stiefeln vom Garten hinaus auf das Feld, geht man verloren...
Ich werde unsichtbar in den Nebel-Geschwadern und spiele Verstecken mit mir selbst und der Welt. Selbst die sonst so schrill dröhnenden Autos klingen plötzlich nur noch gedämpft an mein Ohr. Die Welt hält - wie beim ersten Schnee - für einen Moment den hektischen Atem an und verlangsamt im dichten Nebel ihren hetzenden Schritt.
Näher kommend, entdecke ich kostbare Feinheiten: drüben taucht ein kleiner See auf über dem die Nebel-Bänke wabern als wollten sie ihn vor allzu neugierigen Zutritten der Menschen beschützen. Ganz melancholisch - verträumt schaukelt ein vergessenes Boot im frostigen Spiel der Wellen auf und ab - scheinbar ist der kleine Kahn mit mir in Träumereien an längst vergangene Zeiten vereint.
Weiter wandernd, taucht wie eine Fata Morgana mal hier die Silhouette eines alten Bauernhauses auf um sofort wieder in Deckung zu gehen und dort der Schattenriss einer alten Weide.
Ganz so als würde mir jemand Spezial - Effekte in den Weg zaubern um mich gänzlich zu verwirren.
Zurück in meinem Garten, der Nebel steht nun schon etwas höher und hat seinen Zauber etwas eingebüßt, betrachte ich die kleinen filigranen Kunstwerke des Herbstes: Spinnweben wie von Meisterhand mit Wasser - Perlen bestickt. Es widerstrebt mir, diese Traum- Gespinste mit meinem profanen Hindurchschreiten zu entweihen.
Und die bunten, auf dem Boden liegenden Blätter lachen mich an wie Smarties auf einer Kinder-Party.
Es ist schon Urzeiten her, seitdem ich mich zuletzt so frei, unbeschwert und magisch gefühlt habe.
Und das bei einem Wetter das bei den meisten Deutschen nur Schläfrigkeit & Verstimmungen auslöst.
Ich bin dankbar dafür, momentan die Zeit wie auch die Achtsamkeit zu besitzen, das Seelen - Feuer des Herbstes in mir zu erwecken.
Viele Menschen sind ja nur damit beschäftigt, den Weg aus dem Bett zum Frühstückstisch und weiter zur Arbeit zu bewältigen inklusive Feierabend - Einkauf und Rückweg in die Mietswohnung, ohne Zeit & kindliche Augen für die mystischen Herbst-Wunder die uns träumen und demütig der Natur gegenüber sein lassen.
Und so bin ich vollends DANKBAR für diese tollen Inspirationen & Momente die mir viel Kraft für mein "langweiliges" Berliner Leben geben werden.


So wunderbar farbig und lebendig geschrieben, Jessika! Dieser Blog lässt mich davon träumen Dich auf einer solchen Wanderung zu begleiten.
Liebe Jessika:-) ! Wann erleben wir deine Werke auf der Frankfurter Buchmesse:-) ? Ein herbstlicher Sinnenschmaus für stille Geniesser. Dir alles Liebe, von Diane;-) .