Beim Lesen einer Rede des Schriftsteller Michel Houellebecq bin ich kürzlich auch auf das Thema Prostitution gestossen:
"Die Prostitution abschaffen heisst, eine der Säulen der sozialen Ordnung abzuschaffen. Das heisst, die Ehe unmöglich zu machen. Ohne die Prostitution, die der Ehe als Korrektiv dient, wird die Ehe untergehen, und mit ihr die Familie und die gesamte Gesellschaft. Die Prostitution abzuschaffen, das ist für die europäischen Gesellschaften einfach ein Selbst."
Quelle:
nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/michel-houellebecq-europa-steht-vor-dem-selbst-ld.118845
In Frankreich wurde dieses Jahr ein Gesetz erlassen, welches Kunden von Prostituierten mit hohen Geldstrafen belegt. Das Ziel ist die Abschaffung von Prostitution.
Die These von Houellebecq finde ich interessant. Was würde die Abschaffung der Prostitution - davon abgesehen, dass dies nicht funktionieren würde sondern praktisch nur eine Kriminalisierung bedeutet - mit der Ehe machen.
Daher meine Frage: Stabilisiert oder gefährdet Prostitution Eure Ehe/Partnerschaft? Wie seht ihr das?


Prostitution muss sein und gibt es schon mehrere tausend Jahre und gefährdet auch nicht die Ehe , doch aber die Kriminalität von Sexverbrechern , denn holen die sich das mit Gewalt .Die Ehe ist da nicht so stark gefährdet ,sondern kann sogar die Ehe und den Sex auffrischen . Lieber mal zu einer Dame von Km gehen ,als dauernd heimlich fremd gehn oder zu einer heimlichen Geliebten .
Prostitution ist vor allem ein Schutz für Mädchen, weil Männer, die unter Druck stehn, zu einer Protituierten gehn können als über jedwedes Mädchen herzufallen. Prostitution gut für Partnerschaft/Ehe? Vielleicht, aber nicht unbedingt! Mit Sicherheit aber gut für den Ehemann/für den Partner, der zu Hause nicht auf seine Kosten kommt. Was soll man denn auch machen, wenn zu Hause eine graue Maus rumhockt, die die einfachsten Sachen nicht hinkriegt und sich dann auch noch über mangelnden Sex beklagt...
@Sexytrader , da hast du vollkommen recht . Lg aus PB
Habt ihr euch schon mal gefragt wie aus der bunten Maus, die ihr mal zu eurer Partnerin gemacht habt, eine graue geworden ist?
@ Zeitgeber ,ja was soll man da machen ,wenn aus der süssen weissen Maus nach Jahren eine graue Maus wird und sie nicht mehr als unbedingt nötig ihren ehelichen Pflichten nachkommt ?? Undauch sämtliche Verführungskünste nichts mehr bringen und sie nur noch Sex mitmacht um ihre Ruhe zu haben .
@Lana Da hast Du eine interessante Frage aufgestellt. Ich denke, dass die Prostitution vielen verheirateten Männern (mich eingeschlossen) die angenehme Vorstellung bietet, ja "nur" eine "Dienstleistung" zu kaufen...das ist schließlich kein Fremdgehen/Betrügen, ist doch wie Hairstylist, Nagelstudio oder Kosmetikstudio, nicht? ;-) Ob sie hingegen die Ehe überhaupt erst möglich macht, das wage ich zu bezweifeln. Es gibt schließlich auch genug Gegenbeispiele gelungener Ehen, ob nun als offene, oder exklusive Beziehung. Wer Houellebecq gelesen hat, weiß um die Promiskuität seiner Charaktere und die häufigen Sexszenen in beispielsweise "Elementarteilchen". Ich denke, er ist - auch aufgrund seiner Vita - nicht unbedingt unvoreingenommen, um es mal vorsichtig zu formulieren :-D @ Sexytrader & Becher "Sexverbrecher" gehen i.d.R.nicht zu Prostituierten (wenngleich auch diese Opfer werden können, wie man weiß), da es hierbei nicht um die Befriedigung eines normalen Geschlechtstriebes geht. Und speziell an @Sexytrader, 16jährige Jungs erzählen vielleicht 14jährigen Mädchen, dass sie so einen Druck hätten und es jetzt unbedingt brauchen...als Mann sollte man so viel geistige Reife erlangt haben, seinen Geschlechtstrieb schadlos kanalisieren zu können. Das geht sogar ganz ohne Prostitution. @Zeitgeber, Danke
Also ich halte die These von Michel Houellebecq übertrieben, insb. den hinteren Teil, dass aus einen Untergang der Ehe gleich ein Untergang der europäischen Gesellschaft folgen würde. Das Prostitution möglicherweise ein Korrektiv zum (langweiligen) Eheleben ist und die ein oder andere Ehe nur überlebt, weil es Prostitution gibt, ist möglicherweise denkbar. Das mag vorkommen. Für mich persönlich empfinde ich das aber auch schon als tragisch, weil ich doch nicht mit meinem (Ehe-)Partner zusammen bin wegen des Sex'. Der hintere Teil der Houellebecq'schen These ist aber nun meines Erachtens völliger Blödsinn. Angenommen Prostitution wäre verboten und dadurch würden noch mehr Ehen in die Brüche gehen. So, was? Dann finden sich andere Formen des Zusammenlebens. Es gibt doch auch heute bereits genug Patch-Work-Familien. Ich kenne auch Partner, die gar nicht mehr heiraten, trotzdem gemeinsam Kinder bekommen, sich nach ein paar Jahren wieder trennen und trotzdem weiterhin um die Kinder kümmern. Das ist doch nicht gleich der Untergang der europäischen Gesellschaft. Das ist nun wirklich übertrieben. Trotzdem halte ich nicht viel vom Verbot der Prostitution, weil man sie damit nicht verhindert, sondern nur noch weiter in die Schmuddelecke stellt. Sie wird dann halt illegal weiter ausgeübt und noch viel weniger kontrollierbar. Anstatt also Damen, die diesen Beruf selbstbestimmt und freiwillig ausüben, zu unterstützen, wird diesen ihre Erwerbsgrundlage entzogen und dafür wird man eine Zunahme der Zwangsprostitution erleben. Denjenigen, denen bislang die Gesetze egal waren, wird es auch weiterhin egal sein. @Sexytrader und @Becher: Ich muss Euch auch widersprechen, genauso wie bereits @Zeitgeber und @SG-Sabrina. Wenn Ihr meint zu einer Prostituierten gehen zu müssen, weil bei Euch daheim eine graue Maus rumhockt, dann solltet ihr an der Ursache arbeiten. Außerdem empfinde ich es als sehr beschämend für mein Geschlecht, wenn Männer sich immer als das arme Opfer darstellen. Alleine diese Frage: "ja was soll man da machen"? Vielleicht mal gemeinsam mit Eurer Partnerin nach den Ursachen suchen?!
@Becher alleine der Ausdruck eheliche Pflichte gibt einen Hinweis auf Deine Sicht der Dinge im ehelichen Zusammenleben. wie heißt es so schön: Nicht der ist ein echter Mann der 1000 Frauen in einer Nacht befriedigt sondern der der eine Frau in 1000 Nächten befriedigt. Denk da mal drüber nach. Zurück zum Thema: Ob die Abschaffung der Prostitution das Ende der der Ehe bedeutet weiß ich nicht. Das Ende der Prostitution würde uns aber mit Sicherheit ärmer an Erfahrungen und Offenheit machen. Wie überall, hätte das zwei Seiten. - Ehemänner die unausgeglichener wären in Job und Familie - Ehemänner die sich wieder mehr um ihre Frauen bemühen würden als sich den Sex zu kaufen Am Ende ist die Prostitution ein nicht zu vernachlässigender Wirtschaftszweig der tatsächlich nicht kriminalisiert werden darf. Gesetze gegen Prostitution werden vermutlich genauso viel Schaden anrichten wie seinerzeit die Prohibition in den USA in den 20igern. Wer die Besuche bei einer Dame gegen TG als Ergänzung und Erweiterung seines Horizontes nutzt, wird sicherlich auch etwas davon mit in sein Eheleben nehmen können. Vorausgesetzt er macht das geschützt. ;-)
@ Tom_BS Du scheinst ja richtig Ahnung zu haben ,aber es ist doch von Fall zu Fall verschieden . Denk mal drüber nach , okay ??
Eine brisante und höchst interessante These. In jungen Jahren kursierten bei uns umstrittene Bücher von einem gewissen Jan van Helsing. Ich habe nie alle ganz gelesen, doch bin ich dadurch grundlegend infiziert oder auch ein wenig erleuchtet worden. Wie man will. Dort war auch die Rede von der Abschaffung der Familie durch verschiedene Methoden. Auch die "Sexuelle Revolution", die Emanzipation und die tiefgreifende Sexualisierung der Gesellschaft, spielen dabei eine Rolle. Das alles läuft aber bereits und ist auch meines Erachtens schon gut fortgeschritten. Wir leben schon jetzt in einer überwiegend Individualgesellschaft. Jeder soll sich frei entfalten, zuerst an sich denken, sein Träume verwirklichen und diese ganzen Luxusgüter-Glücklichmacher-Lügen. Dazu braucht man erstmal Geld. Arbeit=Geld. So macht man Leistungsgesellschaften. Familie bevor man "sich was aufgebaut hat?" Für die meisten kein ansprechender Lebensentwurf. Folglich demographischer Wandel. Ob die "Veränderung" der Familien Idee, so wie sie lange bestand, so geschieht, wie Houellebecq meint und ob diese Veränderung etwas Negatives ist, muss jeder selbst entscheiden. Fakt ist, es geschehen Dinge. Und Dinge wie ProstSchG geschehen nicht aus einer Laune heraus, ohne Kalkül und einer Absicht. Eine Aussage, die mir aus diesen Büchern in Erinnerung geblieben ist: Die Bande zwischen Mann und Frau ist derart stark und fundamental, dass die Auflösung dieser oberstes Ziel für die Erlangung der Eine-Welt-Herrschaft sein muss. :D :D :D
Mit der grauen Maus meinte ich nicht das Alter derselben, sondern den 08/15 Kram, der sich da im Bett abspielt und keinen echten Mann mehr hintern Ofen weglockt...
Durch die immer größer werdende Popularität der Swingerclubs und das Lösen der Gesellschaft alter und überholter Fesseln über den Umgang mit der Sexualität in einer Partnerschaft. Ist es durchaus möglich, dass Prostitution in Zukunf überflüssig wird. Die französische Regierung möchte wohl mit dem neuen Gestzt dies Anstoßen und die konservativen Werte baschaffen. Schließlich sind die Franzosen in der Liebe schon immer Vorreiter gewesen, schließlich sind diverse Sexpraktiken vom französischen Lebensstil benannt worden.
Vielleicht ist die graue Maus auch zur grauen Maus geworden weil ihr "ach so" potenter Partner noch grauer und langweiliger ist als vorher. Hier den schwarzen Peter der Partnerin zuzuschieben ist ziemlich billig! Wenn ich schon "eheliche Pflichten" höre wird mir übel, wenn es so ein Drama mit der grauen Maus ist, wie wär es mit Trennung anstatt zu betrügen? Aber dazu muss man eben Rückgrat beweisen.
Der Autor mit dem für mich unaussprechlichen Namen ist wirklich lesenswert! Ich habe jetzt sieben Bücher von ihm gelesen und mich begeistert vor Allem der unkonventionelle Schreibstil. Es ist ihm scheissegal was für Reaktionen er damit auslöst und er wird ja auch oft verrissen, gleichzeitig wieder als Genie gepriesen... Was er über die Prostitution sagt kann ich unterschreiben. Sie ist für Viele ein Korrektiv, für Manche die einige Gelegenheit und für Einzelne wahrscheinlich auch die Rettung vor dem Knast. So etwas wie das älteste Gewerbe der Welt mit Gesetzen umzuformen, dass kann meines Erschtens nicht gelingen und ist wie ich finde auch gar nicht notwendig. Was will der Gesetzgeber denn erreichen? Mehr Moral? Weniger Kriminalität? Was erreicht wird ist auf jeden Fall eine eklatante Zunahme der Stigmatisierung. Schon das Wort "Hurenpass" finde ich zum kotzen. Es ist ein Job, bei dem Frau das Wertvollste einsetzt was sie hat. Das verdient doch mal Respekt?!
Gut geschrieben, Zeitgeber. Bevor sich der Gesetzgeber der Prostitution annahm, war es di Kirche. Mal verdammte sie die Prostitution, mal duldete sie sie -- interessanterweise angeblich damit junge Männer nicht schwul werden. Aber immer waren die Frauen die Schuldigen. Sexualität ist ein Grundbedürfnis. Wenn Prostitution abgeschafft wird, nimmt man einem großen Teil der Männer die Möglichkeit, sich sexuell auszuleben. Das gilt auch für Ehemänner, denen der Sex in der Ehe nicht ausreicht. Man muss auch mal aus der Enge ausbrechen können. So wie Karneval.
Eine sehr interessante These. Aber was soll man machen? Einfach die Flinte in's Korn werfen wenn man schon alles versucht hat um die Institution Ehe am laufen zu halten! Das ist leichter gesagt als getan.
Monogamie steckt nicht im Homo sapiens dafür aber das absolute Gegenteil. Männer sollen ihren Samen möglichst weit bzw breit verstreuen. Frauen sollen darauf achten, nicht von jedem x-beliebigen Mann geschwängert zu werden. Doch selbst Frauen haben ein hohes Bindungsbedürfnis, welches der optimalen Aufzucht dienlich ist, nur bis zum 6-8 Lebensjahr des Nachwuches. Dann ist dieser aus dem gröbsten raus und kann mit einfachen Aufgaben betraut werden, Gefahren erkennen ect. pp. und die Frau "könnte" sich nach einem neuen Partner für die Fortpflanzung umsehen. In Frauen also auch keineswegs monogam programmiert Aus diesem Grund funktioniert Prostitution auch nur in eine Richtung. Natürlich gibt es auch männl. Escorts aber das ist eine Minderheit und auch nur ein Phänomen der Moderne. Ursprünglich dient die Prostitution der Triebbefriedigung des Mannes. Und in früheren Tagen ( vor der Christianisierung bzw. vor Abschluss dieser ) herrschte darüber bei den Menschen auch ein moralisch neutrales Selbstverständnis. Zumal wohl in den meisten Kulturen die Ehefrauen, ab bekannt werden der Schwangerschaft nicht zugänglich waren. Verdammt lange" :D
Prostitution zeigt ja eigentlich nur das es keine Gleichberechtigung gibt -also macht es auch keinen Sinn wenn die Bauarbeiterin sich häßlich anzieht Wer denkt Frankreich schafft die Prostitution ab um die Ehe zu retten ? Warten wir noch zehn Jahre hier in unserem Land ab -und spätestens dann weiß auch der letzte hier warum die Prostitution in Frankreich und dann auch in Deutschland abgeschafft wurde -bis dahin weiterschlafen -Houlebque schreibt viel über Sex weil er ohne Prostitution auch keinen hätte er ist halt ein häßlicher alter kleiner Gartenzwerg...der wie alle hier nur an sein Pimmelchen denkt ...usw Lana du siehst so gut aus ...lies mal Celine der denkt wenigstens nicht nur an sein Pimmelchen und ist lesbar (aber nicht alles von ihm)