Der ewig wehrende Stau und die hitzige aggressivität der Mitbürger zehren an einem, saugen aus. Die allgegenwärtigen Scheuklappenträger, die weder die Regeln noch Gefahren beachten, verbale Entgleisungen…
Seit der Sperrung der Nordbrücke ist es in Bonn leider zur täglichen Realität geworden. Mit dem Fahrrad an dem Stau gemütlich vorbei radeln? Es war mal. Eigentlich bin ich jedes Mal eher erstaunt, die Strecke zur Arbeit heil überstanden zu haben. Und da angekommen stellt sich die Frage, wie man sich wieder auf die menschenfreundlichere Betriebstemperatur abkühlt. Wohin mit all dem Adrenalin und Cortisol?
Diese lassen sich relativ schnell und einfach weg atmen, z.B. durch die quadratische Atmung. Nur hat man auch die 10 Minuten dafür nicht immer.
Für mich habe ich noch eine andere Methode entdeckt, den Puls im gesundheitlich angemessenen Rahmen zu halten - Kaugummi kauen und eine Melodie summen, z.B. „Laurentia“. Summen und nicht singen! Kaugummi kauen und nicht nebenbei was essen! Es bewirkt Wunder: senkt den Stresspegel, beruhigt die Nerven und den blutdruck.
Probiert es aus.
Wer noch andere Tipps kennt - nur her damit.

Im Yoga gibt es ja mehrere Atemübungen ( Pranayama ) die auch helfen Stress abzubauen , den Blutdruck zu senken etc . Mein Favorit dabei ist die Wechselatmung ( Nadi Shodana ) , die ist etwas komplizierter in der Durchführung und eher was für unbeobachtete Momente , aber sehr hilfreich . Eine ganz simple Übung ist die 4 - 7 - 8 - Atmung . Nicht so mein Ding ist das Rezitieren von Mantras aber es hilft auch . Wer mich kennt weiß ja dass ich Yoga praktiziere und das kann ich jedem / jeder empfehlen , es heißt ja ganz allgemein dass man damit Körper , Geist und Seele in Einklang bringt . Yoga lässt sich auch in Pausen auf der Arbeit praktizieren ( Stuhl - Yoga , aktive Pause ) .
Mit der maroden Infrastuktur schaukelt sich auch der Stress hoch - Autofahrer fahren noch bei rot über die Kreuzung, und E-Roller schlängeln sich gefährlich zwischen den anderen Verkehrsteilnehmern durch. Zur Nervenschonung und zum Eigenschutz nehme ich da lieber Umwege in Kauf - weniger zweifelhafter zwischenmenschlicher Kontakt ist mehr Lebensqualität.