In meinem vorherigen Blog geschildert, wie sehr wir alle von den Oberflächlichkeiten geblendet werden können, wie Kleidung, ja, viele auch von schönen Autos und Häuser etc.
Nun, diesmal habe ich eine andere, viel tiefgehendere Erfahrung gesammelt, was ebenso mit Äußerlichen zu tun hat, dennoch verrät eine Menge über das Leben und dem Mensch selbst.
Und das ist wonach ICH persönlich gehe, wenn ich über einen Menschen einen Urteil fallen lassen muss. (Insbesondere wenn ich jemanden in meinem Leben lassen soll.)
Ich war von Montag bis Mittwoch in meiner Heimat und am Dienstag bin ich mit meiner mum zum Friseur gegangen, anschließend wollte sie in einem Geschäft einkaufen, wo eine meine ehemalige Freundinnen von meiner Grundschulklasse arbeitet.
Seit ich nach Deutschland gezogen bin, habe ich sie nicht mehr gesehen. Ich glaube das letzte mal bei unseren Klassentreffen mit 19.
Ich bin damals schon in diesem zarten Alter soviel gereist, was die allermeisten von meiner Klasse seitdem nicht geschafft haben. Man könnte schon damals vorausschauen, dass viele von uns sind auf einem langweiligen Dorfleben-Lebensweg verdammt sind, während mich, meine rebellierenden Wesen in die Welt zu sehen schicken würde. Und alles was dazugehört.
Ich habe meine ehemalige Freundin fast nicht wiedererkannt. In meiner Erinnerung war ein zärtlich dünnes, blondes Mädchen das immer parat stand mit unserer Klicke Blödsinn zu treiben. Immer lustig, immer große Klappe.....
Vor mir stand an der Kasse eine Frau mit einer Statue von einer Oma. Ordentlichen Hintern, unzählige Augenringe die die teuerste Kosmetik nicht mehr verbessern würde, mit einer Omafrisur, die bei uns ab einer gewissen Alter üblich ist, wenn die Haare schon etwas dünn werden. Was übrig geblieben ist ihre offene Art und Ehrlichkeit. Sie hat mich umarmt und wirklich herzlich begrüßt, dass richtig unter meiner Haut ging. Trotz das es offensichtlich war, dass das Leben mit mir wesentlich besser umgegangen ist.
Vor der Kasse stand ein Mann der ebenso mir bekannt vorkam, aber ohne seine Hilfe, wäre ich nicht drauf gekommen, dass er es ist. Einen von dem selben Jahrgang, aber von der Parallelklasse.
„Mensch! Dich hätte ich nicht wiedererkannt (……seine Name....).“
Kurzes Smalltalk und er gab mir indirekt ein Kompliment, was meine Füße in den Boden Verwurzeln ließen.
„Schaue uns doch an was aus uns geworden ist!“ Und zeigte auf meiner Freundin.
„Du hast ein glattes Gesicht, als ob ein Bügeleisen durchmarschiert wäre, aber schaue uns doch an! Der Wohlstand sieht man Dir an.“
Meine Freundin nickte und lächelte mich freundlich an. Kein Hauch von Neid habe ich dabei gefühlt, wofür ich sehr dankbar war. Aber ja, trotz dass ich sehr einfach in Jeans und Jacke und mein Ballonhut angezogen gewesen bin, völlig ungeschminkt, kein Schnickschnack von High Heels etc..... der Unterschied war gewaltig.
Wohlstand strahlt man über die Kleidung hin aus.
Es hat schon sein Grund warum mich so vielen jungen Männer U30 begehren. Die Kombination Lebenserfahrung mit einer jung gebliebene Erscheinung ist anziehend. Ich weiß es. Und ich habe mir schon in jungen Alter entschieden lange wie möglich jung zu bleiben und dafür was tun.
„Warum läufst du?“ Habe ich so oft als teenager anhören müssen von Dorfbewohner die damals so „alt“ waren, wie ich heute. Oft haben sie es mit einem zynischen Ton gefragt, als ob es eine Schande wäre Sport zu machen. Ich war als junges Mädchen eine besessene Läuferin. Heute macht es nur noch die Gewohnheit, bzw. weil es in meinem Kalender steht so und soviel an dem Tag Sport zu treiben. Ob mit oder ohne Spaß.
Die Haut, das Gesicht, die Haare, ja, dazu gehört der Frisur auch, der Duft eines Menschen verrät mehr über die innere Einstellung als Kleidung. Kleidung kann man schnell ablegen und ein völlig anderes annehmen. Aber ein faltenfreies Gesicht, selbst wenn man nicht mehr unter 30 ist, sagt aus welche Messlatte sich noch VOR 20 gestellt hat.
Man kann Jahrzehnte lang abends neben Tatort & Co. ein-zwei Bierchen trinken. Und man kann stattdessen in der Zeit lieber eine Runde laufen zu gehen, dabei Wasser trinken und danach ein bildendes Buch zu lesen. Ein Abend macht keinen Unterschied aus. Selbst eine Woche würde man keinen Unterschied merken. Nach einem Jahr schon. Geschweige denn nach Jahrzehnten.
Und so ist es mit ALLEM im Leben.
Kleinen täglichen Gewohnheiten X die Zeit = wer du bist, bzw. wer du sein wirst.
(Wir Veganer sagen oft:“Du bist was du isst.“ Aber es stimmt auch über längere Zeit hinaus.)
Es gilt auch für die seelische Gesundheit, nicht nur das Optische. Und auf der Stelle möchte ich wieder mal euch Männern die ich schon persönlich kennenlernen durfte, meine Dankbarkeit aussprechen. Ich wäre heute nicht derselbe Person ich bin, ohne meine Schwäche für körperliche Liebe und die viele viele Stunden über die Göttern und die Welt zu reden. In Augenhöhe. ;0)
Schön das es euch gibt und es ist schön, dass es diese unkomplizierte Form/Plattform gibt sich zu treffen.


Einstellung ist alles im Leben. Sogar das Gefühl sich glücklich zu fühlen ist nichts anderes, als die innere Einstellung. Es hat nichts mit den Umständen zu tun. Dennoch, ich würde sagen, nur wer die Messlatte sich selbst gegenüber hoch hält, kann vom Leben das Maximale erwarten. Und das ist Arbeit. Arbeit an sich selbst.
@schmetterling31 - nur wer täglich an sich arbeitet und wenn es nur kleine Dinge sind, wird auch mit sich am Ende zufrieden sein. Wer nichts tut, hat sich schon aufgegeben. Das Leben besteht nicht nur aus Essen, Trinken und Schlafen. Da gehört noch eine Menge mehr dazu. Man schöpft die Kraft aus seinem Inneren. Nur wenn Körper und Geist im Einklang sind, wird man sagen können, ja, so stelle ich mir mein Leben vor (ich weiß, jetzt kommen gleich wieder meine Mitstreiter hier und zerreißen mich in der Luft, von wegen isoterischen Gerede). Aber das ist meine Einstellung und dazu stehe ich. Wenn andere einen anderen Lebensstil bevorzugen, bitte schön. Jeder nach seiner Facon.
:0) „ich mag keine Veganer Vegetarier“ zu kommentieren auf die Seite von einer Veganerin ist natürlich auch ein Zeugnis. Wie dem auch sei, ich zwinge niemanden in meinem Umfeld meine Essgewohnheiten zu folgen. Die Entscheidung habe ich für mich getroffen. Punkt. Das mit dem Rauchen ist schon was anderes. Neben mir soll niemanden rauchen, ansonsten jeder verkürzt sein eigenes Leben so wie er will. ;)
Mit 36 bist du aber auch noch jung, meiner Meinung nach (positiv). Bei der heutigen Lebenserwartung Hast noch mehr als das doppelte vor dir. :)
Jaaa, ich habe schon vor den 100 voll zu kriegen. ;0) Täglich Yoga, viel lachen und gute Ernährung...... täglich guten Sex würde es auch unterstützen, aber wer hat es schon? Ich habe momentan nicht einmal Zeit täglich Dates zu machen..... Aber gut. Es ist auch nur vorübergehend. Nächstes Jahr schaue ich nach einem Mann um mit dem ich es täglich erleben kann und darf. (Und umgekehrt.)
Sehr toller Blog