Die Furcht vor einer Ansteckung ist inzwischen in den Berliner Hotels angekommen.Beim gestrigen Check-in erkundigte sich die Rezeptionistin zuallererst nach meinem Befinden.Sie kennt mich bereits,deshalb war ich nicht sicher,ob es nur eine Begrüßungsfloskel war oder,ob sie diese Frage nun jedem stellen MUSS.Beim darauf folgenden Gespräch ließ sie allerdings durchblicken,dass es zu zahlreichen Stornierungen kam zum Schutz des Personals.Ich ging in mein Zimmer,das ich etwa 1 Stunde vor meinem Date lüften musste,weil das Desinfektionsmittel in meiner Nase brannte.
Ich machte mir Gedanken.Meine Treffen finden größtenteils in Hotels statt.
Geht das noch?Wie lange dauert es,bis meine Besucher ausgehorcht werden?Woher kommen Sie,wohin gehen Sie?Wo waren Sie die letzten zwei Wochen?Wie fühlen Sie sich?
Wie sind Sie die nächsten Tage erreichbar?
Keine Diskretion und Anonymität mehr?
Und dann vielleicht der Oberknaller:
Ein Verdachtsfall und du darfst nicht mehr auschecken.
Ich gefangen mit meinem Date im Zimmer,für 2 Wochen.
Er ist womöglich noch verheiratet.Erkläre das mal :-D
Die Wahrscheinlichkeit,dass dies passiert,steigt täglich.
Man darf gespannt sein...Langeweile wird in nächster Zeit jedenfalls nicht aufkommen...;-)


Zitat: Ein Verdachtsfall und du darfst nicht mehr auschecken. Ich gefangen mit meinem Date im Zimmer,für 2 Wochen. Er ist womöglich noch verheiratet.Erkläre das mal :-D Die Wahrscheinlichkeit,dass dies passiert,steigt täglich. ... Darum habe ich für den wahrscheinlichen Fall auch selber immer genügend Reserve an Tütchen dabei. In meinem Fall reichen für 14 Tage ca. 50 Stück. Danach wird es eng. Rammler brauchen natürlich mehr.
@Hannah "Ich gefangen mit meinem Date im Zimmer,für 2 Wochen." Wenn Du mir dann eine Ratenzahlung, für die angefallenen Datekosten einräumst, hätte ich kein Problem damit. ;-)
Quarantäne anzuordnen ist ein sehr großer Einschnitt in die persönliche Freiheit und wird vom Infektionsschutzgesetz geregelt und vom zuständigen Gesundheitsamt verhängt. Damit dies geschieht, muss deutlich mehr als ein bloßer Verdacht vorliegen - ansonsten würde es Anzeigen wegen Freiheitsberaubung hageln. Würde in einem Hotel ein Verdachtsfall bestehen, wäre die erste Maßnahme, dass keine neuen Gäste mehr angenommen werden. Möchten Gäste abreisen, bevor der Verdacht durch einen positiven Test bestätigt ist, kann man sie, rechtlich gesehen, nicht daran hindern. Es dürfen jedoch die Personalien festgestellt werden und darum gebeten werden, sich testen zu lassen und alles zu tun, um einer eventuellen Verbreitung des Virus entgegenzuwirken. Sollte wirklich der Fall eintreten, dass eine Quarantäne verhängt wird, während man im Hotel ist, kann man auf jeden Fall die kostenlos Unterbringung in einem eigenen Zimmer verlangen, sofern es nicht möglich ist, unter häusliche Quarantäne gestellt zu werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hotel abbrennt, halte ich für höher, als die Wahrscheinlichkeit, dort unter Quarantäne gestellt zu werden. Wenn die Leute nur einen Teil der Hysterie darauf verwenden würden, die Gefahren im Straßenverkehr, durch Alkohol, Nikotin und sonstige Drogen zu sehen und auf ihre Ernährung achten würden, könnten pro Corona-Toten ein paar Tausend Menschen deutlich länger leben...
Hier noch ein sehr interessantes Interview mit Prof. Labisch: https://www.spiegel.de/gesundheit/coronavirus-medizinhistoriker-ueber-parallelen-der-corona-epidemie-zu-frueheren-seuchen-a-3bab7496-ff0b-4a4d-a8d5-43ed4beb7aa8 Für mich besonders interessant: Bei der aus den USA stammenden Schweinegrippe H1N1 hatten wir 2009/10 allein in Deutschland circa 230.000 Fälle und 250 nachgewiesene Todesfälle. Die Dunkelziffer dürfte erheblich höher gewesen sein. Zum Vergleich: COVID-19 (Corona) 262 Fälle in Deutschland, 0 Tote (Stand 04.03.20 - 21.35h)
@ ThomasH001 Danke für die Infos. Ich würde es in einer Hotel-Situation tatsächlich darauf ankommen lassen und einfach gehen.Sollte ich festgehalten werden,würde ich darauf bestehen,dass ich unter Schutzvorkehrungen nach Hause gebracht werde.Schließlich wohne ich nur 5 Minuten von den Hotels entfernt,in denen meine Treffen stattfinden. Vor einer Infektion habe ich keine Angst,es ist das Eingesperrtsein außerhalb des Zuhauses.Und meinen Besuchern möchte ich natürlich auch Unannehmlichkeiten ersparen. Bis jetzt ist es nicht passiert,dass sie auf dem Weg zu mir angehalten und befragt wurden. Mal schauen,wie lange das so bleibt.
Dazu passend Geister gerade durchs Internet und über WhatsApp die Nachricht das in Valencia 86 Gäste in einem Bordell fest säßen. Dabei handelt es sich selbstverständlich nur um ein Fake-News, aber irgendwie komisch ist der Gedanke schon!