Ich ging die Wiese entlang und erblickte bunte, wundervolle Blumen in allen erdenklichen Farben und Arten. Ich kniete mich hin und zog den wundervollen Geruch einer kleinen, roten Blüte ich mich auf und genoss, wie mir der Wind durch mein Gesicht wehte. Ich stand langsam auf, ging weiter die Wiese entlang und erblickte in weiter Ferne ein kleines Dorf. Es hatte nur wenige Häuser, doch dafür waren diese umso hübscher. Es waren alles Holzhäuser mit Strohdächern und kleinen, teilweise dekorierten Fenstern. Aus den steinernen Schornsteinen einiger dieser Häuser stieg grauer Rauch empor in den Blauen, wolkenfreien Himmel. In der Mitte des Dorfes konnte ich einen Brunnen unter einem Baum erkennen und einige Menschen, welche sich gerade gegenseitig dabei halfen, einen Eimer mit Wasser aus dem Brunnen zu heben. Aufgeregt und voller Vorfreunde rannte ich auf das Dorf zu und sah einige weitere Menschen. Als sie mich sahen winkten sie mir aus der Ferne zu und als ich näher kam, grüßten sie mich freundlich und lächelten mich an.
Sie führten mich durch ihr Dorf und zeigten mir alles: den alten Brunnen aus denen sie ihr Wasser schöpften, die Felder die sie gemeinsam bewirtschafteten und den See, indem sie gemeinsam badeten. Das ganze Dorf war von einer Harmonie durchdrängt und wirkte einladend und freundlich. Auch die Menschen waren nett und aufgeschlossen. Sie respektierten sich gegenseitig, halfen einander und führten ein angenehmes Leben und waren sehr vielseitig. Sie kamen aus verschiedenen Regionen, sprachen verschiedene Sprachen, sahen verschieden aus und verstanden sich trotzdem gut miteinander. Ich dachte zurück an meine Welt, an all den Fremdenhass, an all den Rassismus und die Feindseligkeiten gegenüber anders aussehenden, anders denkenden und allen anderen andersartigen.

