Seit Langem liebe ich schon die mystiche Welt der Gregorians - dieser Männer die in Mönchskutten auftreten ...
Da ich die Atmosphäre in Kirchen mag - diese geniale Akustik, die Verehrung einer "unsichtbaren" Welt die es für mich garantiert ebenso gibt (denn es gibt einfach zu viele Dinge zwischen Himmel & Erde die sich dem menschlichen Verstand entziehen) und vor allem die Geschichte dieser Kultstätten - sei es nun der Steinkreis von Stonehenge oder die Kathedrale von Palma - wo jeder Stein tausende Geschichten erzählen könnte von Zwangsheiraten, glüklichen Fügungen des Schicksals oder von Tragödien...
Genau daher habe ich nun meine Gregorian - CD wieder entdeckt und höre sie beim Baden und träume mich dabei in eine fremde Welt.
Gerade der Reiz des Geheimnisvollen macht diese Mönche für mich auch so männlich und attraktiv - die Phantasie beginnt ihr Spiel WER wohl der Mann UNTER der Kutte ist, wie er aussieht, denkt und fühlt, wie er lebt, was für Sehnsüchte er hat.
Sind das wundervolle Gedanken an einem kühlen Mittwoch ;-D
Es lebe das Kopfkino, die Liebe & die allgegenwärtige Sehnsucht!
Einen zauberhaften Mittwoch,
wünscht Jessika


Kann ich euch nur beipflichte, das hat einfach etwas magisches und die Klänge sind Gänseschauermässig.
@ Antigone: Oh ja - da dreht man nur laut auf & lässt sich von der Musik und den Gänsehaut - Stimmen davon tragen... @ Venus_Muc: In der Alhambra bin ich auch schon gewandelt - herrlich die Araber wussten damals zu genießen ;-)
Liebe Jessika:-) ! Es ist Jahre her, dass ich erleben durfte, was dich und die anderen Kommentatorinnen so fasziniert hat. Es war bei einer Weihnachtsfeier in einem großen Berliner Hotel und traf mich vollkommen überraschend, denn ich kannte diese Art Musik vorher nicht, bzw. Hatte sie noch nie so bewusst wahrgenommen. Das Licht erlosch und auf einmal traten die Moskauer Patriarch Mönche, glaube ich , in einer Reihe nacheinander in den dunklen Raum, die Kutte tief ins Gesicht gezogen, eine Kerze vor der Brust tragend. Einzig ihr überirdisch schöner tiefer Gesang erfüllte den Raum mit unbeschreiblich sehnsuchtsvollen, melancholischen Klängen. Ich spürte nur, dass mir plötzlich ohne Vorwarnung ganz heiß in der Brust wurde und mir die Tränen die Wangen hinunter liefen. Zum Glück war es zunächst noch dunkel. Und die Akustik war die eines großen Raumes, nicht mal die einer Kirche...;-) Beste Grüsse, von Diane;-) .
Wow...diese Musik kannte ich nicht...habe sie mir gerade auf You Tube angehört. Bin total begeistert...
Habt ihr auch schon mal echte gregorianische Musik gehört, etwa: http://www.amazon.de/Gregorianische-Ges%C3%A4nge-Benediktinerabteien-Clervaux/dp/B0000040ZC/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1455126870&sr=8-2&keywords=gregorianische+musik
höre Dir mal "Officium" an, mit Jan Garbarek....mehr geht nicht!
Habe auch noch einen besonderen Hörtipp: "Laudate pueri Dominum" (auf der CD "Musical Mystica" von Konrad Uhland und den Niederaltaicher Scholaren), ein gregorianisches Gotteslob, gesungen von Männern und Frauen. - Die Sehnsüchte eines Mönches: bestimmt nackte Frauen und geiler Sex. Aber das ist verbotene, sündigste Fleischeslust... und so sehr ich diese Musik liebe, fällt mir doch nach einer Weile immer wieder auch die Kehrseite des Mönchtums auf: Sexualität, deren Sublimierung den Mönchen nicht gelingt, Gottesmänner, die ihres natürlichen Triebes nicht Herr werden und den sie dann verteufeln und die Frauen gleich mit.