Ich weiß ja nicht wie es euch dieses Jahr ging... am Montag habe ich irgendwann im Laufe des Tages bemerkt, dass Rosenmontag war. Bis auf gelegentliche Status-Meldungen auf Whatsapp (Meist dieser Playmobil-Faschingsumzug...) blieb ich dieses Jahr davon verschont. Eigentlich hätte ich nie gedacht, dass ich es mal vermisse, dass Fasching ist.
Nicht, dass ich denjenigen, die da aktiv mitwirken, auf die Füße treten will - im Gegenteil, ich finde es cool, wenn man sich irgendwo in der Gruppe mit Menschen trifft und einfach Spaß dran hat. Aber ich mochte irgendwie die Musik nie so richtig und bin wohl auch niemand, der sich gern in Menschenmassen bewegt, bzw. viel Alkohol trinkt.
Andererseits vermisse ich dieses Jahr den Kinderfasching - ich habe in der Verwandtschaft ein junges Mädchen, das Garde tanzt. Ihr zu liebe bin ich immer gern mitgekommen. Ohne meine Kollegen hätte ich es vermutlich jedes Jahr konsequent vergessen, mich zu verkleiden.
Lustig, dass manchmal gerade wiederkehrende Dinge, die man als so selbstverständlich, manchmal als Pflicht, wahrgenommen hat, doch innerlich mehr schätzt, als man denkt.


Eigentlich bin ich auch nicht gerade der Faschingsfreund. Man kann mich eher als Faschingsmuffel bezeichnen. Doch auch ich hätte fast vergessen, dass Rosenmontag war. Doch eine Sache habe ich in diesem Jahr vermisst. Die Fernsehfaschingsveranstaltung aus veitshöchheim in diesem Jahr ohne Zuschauer war doch ganz anders wie jedes Jahr sonst. Deswegen habe ich mich vor kurzem über den spezialrückblick mit Highlights des Franken Fasching aus veitshöchheim sehr gefreut. Das ist die winzige Veranstaltung während des sonst alljährlichen Fasching auf die ich mich freue. Dieses Jahr ohne zuschauer war das leider schon etwas traurig. Aber doch sonst kann man mich eher als faschingsmuffel bezeichnen. Den restlichen Fasching habe ich dieses jahr aber sonst nicht vermisst. Doch aber auch ich habe erst durch die Medien erfahren, dass Rosenmontag war.
schon wieder jemand, die/der an meine Scheuklappen zerrt. Ich versuche, diese verf*ckte Corona-Zeit und ihre Einschränkungen irgendwie mit abgeschaltetem Hirn zu überstehen. Normaler Karneval: der Herr erscheint an Weiberfassnacht mit aufgestelltem Kamm und alter Krawatte gegen 9h MEZ im Büro. Die Damen (teils echt geil verkleidet) tuscheln, und versuchen trotz Kostümierung ganz normal ihren Job (Büro) zu machen. Kurz vor 11h wird es ganz ruhig, und um 11:11 kommen völlig überraschend 30 kreischende Kolleginnen in mein Büro. Sie schneiden zentimeterweise meine Krawatte ab (ok, vor 20 Jahren waren es noch 15 Schneiderinnen, zuletzt noch 5 :)) Als Schadenersatz bekomme ich jeweils einen schönen Kuss. Danach geht die party ab, privat zieht man mit Kumpels los und am Aschermittwoch schüttelt man sich durch, zählt entsetzt die Knete und gräbt nach den Erinnerungen an die letzten Tage. Herrlich, genial, Tradition, unschlagbar. Dieses Jahr nicht. Ich ziehe auch die nächsten Monate verkleidet als Scheuklappentier durchs Leben, Fuck the virus Alaaf us Kölle!