Sicherlich kennt ihr das auch, bis eben war noch alles in Ordnung und von einem Moment auf den anderen ist plötzlich alles ganz anders. So ist es mir in den letzten 6 Wochen ergangen.
Bis vor kurzem hatte ich noch einen guten Job als Abteilungsleiterin in einem großen Betrieb, war immer darauf bedacht ein gutes Betriebsklima in der Abteilung zu wahren. Ich liebte diese Tätigkeit, bin darin aufgegangen und hatte privat meine Leidenschaft und Ausgleich bei Kaufmich ausgelebt.
Eines Tages musste ich wegen einer innerbetrieblichen Angelegenheit zur Geschäftsleitung. Wir unterhielten uns am Anfang ganz normal bis der Geschäftsführer plötzlich sagte "überlege Dir gut was Du jetzt sagst" und schob mir einen Zettel mit einem Screenshot von meinem Kaufmich - Profil rüber. Ich war erschrocken und der Geschäftsführer meinte daraufhin "das wurde uns zugesteckt mit dem Hinweis das es unmöglich ist das eine Führungskraft eine Nutte ist".
Es reichte dem Jenigen nicht mal das es die Geschäftsführung weiss, um sicher zu gehen jemanden die Existenz zu zerstören hat er noch dafür Sorge getragen, das es das ganze Unternehmen erfährt.
Das Ende vom Lied ich musste gehen und wurde von der Belegschaft, denen ich immer beigestanden hatte und oft aus schwierigen Situationen geholt hatte, als "Drecksnutte" verabschiedet.
In solchen Situationen stelle ich immer wieder fest, wir fliegen in den Weltall und jeder hält sich für modern und up to date, weil er Internet hat, Smartphone und seine peinlichen Bilder auf den Social-Networks veröffentlicht, aber in Sachen Moral doch wir noch weit im Mittelalter leben.
Bedingt durch die neue Situation musste ich meine Bankgeschäft neu regeln. Mein Auto ist ein Tag zuvor mit Kupplungsschaden auf der Autobahn liegen geblieben und musste abgeschleppt werden, also hat mich ein Freund gefahren.
Die Bankgeschäft sind zu meiner Zufriedenheit abgeschlossen worden, voller Freude sind wir ins Auto gestiegen und wollten zur Werkstatt fahren.
Auf der Autobahn wollte mein Freund ein langsam vorausfahrendes Fahrzeug überholen, setzt den Blinker und achtete auf den rückwärtigen Verkehr ohne zu bemerken das der Vorausfahrende seine Geschwindigkeit gedrosselt hatte. Mein Freund machte eine Vollbremsung, leitete ein Ausweichmanöver ein, als ihm in dem Moment die Radaufhängung gebrochen ist. Das Fahrzeug geriet unkontrolliert ins Schleudern und prallte gegen einen LKW, wurde zurückgeschleudert, hob von der Fahrbahn ab und landete vor der Leitplanke.
Das wir den Unfall überlebt haben gleicht an ein Wunder, Polizei und Notarzt standen fassungslos vor uns und meinten nur, da steigt normalerweise keiner lebend aus, zumal wir weder angeschnallt waren noch der Airbag ausgelöst hat.
Jetzt denke ich mir hatte ich in den letzten Wochen so viel Pech???
Nein....ich bin ein Glückskind. Ich habe einen neuen Job, der noch mehr Spaß macht, bin Viel auf Geschäftsreise und mein neuer Arbeitgeber akzepiert meine kleinen Abenteuer auf Kaufmich.
Durch den Unfall lerne ich jede Sekunde zu schätzen und danke meinen Schutzengel dafür das er uns so toll beschützt hat.


Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.... Verfasser...unbekannt,-)
Derjenige der dich verpetzt hat, müsste doch hier bestimmt auch angemeldet sein und bucht bestimmt auch eine Escort. Es ist schade, das man der Beruf Escort oder Prostituierte nicht anerkannt ist in der Gesellschaft. Denke wird es nie. Viel Glück mit dein neuen Job und gott sei Dank akzeptiert dein neuer Chef das. Hey, vielleicht bucht er dich mal privat ;-)
da hattest Du ja wirklich Glück im Unglück.....und die Politik versteht immer noch nicht warum wir uns gegen Zwangsregistrierung und damit drohendem Zwangsouting wehren
Das was Dir mit deinem Arbeitgeber passiert ist tut mir sehr leid für dich. Ich verstehe absolut nicht, wenn Männer (ich nehme an, dass dich ein Geschlechtsgenosse von mir verpetzt hat) keine Diskretion wahren können. Diese Doppelmoral in unserer Gesellschaft kotzt mich an!
Vielen Dank für Eure Kommentare, es wäre schön gewesen wenn alles nur aus meiner Fantasie entsprungen wäre, leider ist es nicht an dem. Über den Unfall gibt es ein Pressebericht http://www.ln-online.de/Lokales/Stormarn/Stau-nach-Unfall-auf-der-Autobahn-1 und auch mit der Firma hat es sich so zugetragen. Das mein neuer Arbeitgeber mein Job akzeptiert, liegt zum einen daran, das er schon länger versucht hat mich abzuwerben und es ist ein auf "Silicon Valley-Art" geführtes erfolgreiches StartUp-Unternehmen. Selbstverständlich hat er mich gefragt warum ich dort nun doch so plötzlich aufgehört habe und ich habe ihm die ganze Wahrheit erzählt, einzige Kommentare dazu waren "es ist uns egal was unsere Mitarbeiter in ihrer Freizeit machen, solange die Tätigkeit die Leistungen im Unternehmen nicht einschränkt" und "was dem einen sein Verlust ist dem anderen sein Gewinn".
Die Meinung vertrete ich nicht, warum darf ich als Führungskraft privat nicht meiner Leidenschaft nachgehen? Warum dürfte ich nebenbei als "Putzkraft" tätig sein aber nicht als "Prostituierte", ist es tatsächlich immer noch so, das Prostitution etwas schlechtes ist, und wenn eine Frau des Öfteren einen ONS hat eine Schlampe ist? Sind Männer besser gestellt und Helden weil sie am Wochenende unterschiedliche Frauen abgeschleppt haben oder ist es OK wenn der Konzernchef sich demütigend einer Domina hingibt? Bislang dachte ich immer wir leben in einer modernen aufgeschlossenen Welt, in einem freien Land mit Freidenker wo es noch gut ist was jedem gefällt, egal in welchem Status man sich befindet. Hierbei klingt auch sehr viel Doppelmoral durch, man sucht überwiegend die Freizeithure, die es neben ihrem Beruf aus Lust und Leidenschaft macht und keine Professionelle, aber dieses Hobby ist dann nur einer Hausfrau oder einer Angestellten bzw. Arbeiterin im Niedriglohnsektor vorbehalten.
Ganz traurig , liebe Jana - tja vermeintliche Saubermänner - wer weiss, was die schon getrieben haben ... ... ausserdem finde ich einen Arbeitgeber - Alleinbesitzanspruch total bescheuert! Was bitte soll das ist ein Arbeitnehmer ein Leibeigener? Schön, liebe Jana dass es Dich weiterhin gibt und neues Spiel, neues Glück! Ich wünsche Dir ganz viel Glück!
Egal , ob der Blog echt oder erfunden ist - er hat sehr wichtige Botschaften! Carpe Diem! Geniesse das Leben jede Sekunde in der nächsten kann es vorbei sein ! Wenn du die Menschen beurteilst, hast du keine Zeit, sie zu lieben. ((Mutter Teresa)
Ich bin auch schockiert über die Niedertracht des Denunzianten und die Bigotterie in deiner früheren Firma. Wahrscheinlich sind fast alle männlichen Mitarbeiter in dieser Firma auch Freier. Niemand muss sich als "Drecks...." bezeichnen lassen. Das ist eine strafbare Beleidigung. Soviel dazu. Der Rest deiner Geschichte ist wundervoll. Dass du den Unfall überlebt hast und dass du nun einen neuen Job ohne Diskriminierung hast. Du bist ein Glückskind!
Ich glaube Du hast den Sinn dieses Blogs nicht verstanden, das Thema war "Momente die das Leben verändert" und nicht "Führungskräfte machen sich gegenseitig nieder". Vielleicht bin ich auch Stolz darauf das ich "Hure im Nebenerwerb" bin und ja die Belegschaft der neuen Firma weiss es und ich werde von denen akzeptiert.
Oje, Softlady, du denkst immer nur an deinen Igno-Knopf. Nichte jede Dame hier will dir in deine selbstgewählte Isolation folgen. @Stilvoll: Dein offener Umgang mit deiner Huren-Nebentätigkeit ist sicher riskant. Aber durch solche Menschen wie dich wird Prostitution "normaler". Wenn die Chefin nebenbei anschafft, so gibt das wohl manchen Kolleginnen zu denken, dass es eben doch nicht so verdorben oder menschenunwürdig ist. Leider ist es anderen Damen mit ähnlicher Offenheit übel ergangen. So wie dir in der vorherigen Firma.
Wenn mit anständig verhalten gemeint ist, nur der Blogverfasserin Honig um den Mund zu schmieren.....brauche ich keine Blogs mehr..... Man möchte doch auch Kommentare von anderen lesen....(klar, einige nicht) Das man nicht immer einer Meinung ist, sollte auch klar sein... Für mich ist jeder Kom. wichtig.....zeigt er mir doch sehr viel über den, der ihn erstellt hat......positiv, wie negativ.... @stivoll-for-you...ich gehe mal davon aus, das nur dein neuer Chef von deiner Nebentätigkeit weiss......ansonsten, an die anderen Führungskräfte hier im Blog;-) Seit froh, das es euch noch nicht getroffen hat...die Welt ist kleiner, als man denkt....Es liegt nur an der persönlichen kriminellen Energie der Menschen, die euch schaden wollen, und nicht daran wie ihr euch meint zu schützen....
@massel..nicht persönlich ansprechen, das mag sie überhaupt nicht;-)
An alle, ich Danke Euch für die vielen Kommentare, für Euer Mitgefühl ebenso wie für "selber Schuld", auch denen die glauben es wäre alles frei erfunden. In erster Linie war es mir wichtig das Erlebte niederzuschreiben, versucht das Geschehene zu verarbeiten. Klar war ich naiv zu glauben es kommt nicht heraus, aber das ist sekundär, primär war es der Unfall den es zu verarbeiten galt, als ich den LKW auf mich zukommen sah und innerlich mit dem Leben abgeschlossen und mich von meiner Familie verabschiedete, die Sekunden die wie eine Ewigkeit vorkamen wenn dich das Auto unkontrolliert über 3 Fahrspuren hin und zurück schleuderte, bis es endlich zum stehen kam, ich nach links schaute und mein Freund blutüberströmt, regungslos auf dem Fahrersitz sah. Dann der Glücksmoment, als er den Kopf hob zum Helfer sagte wir brauchen einen Krankenwagen, aus dem Auto stieg meine Tür aufriss, die ich nicht auf bekam, und mich aus dem Wagen zog. Es sind Momente die einem zum nachdenken anregen....Was für ein Gemüt muss mein Freund haben, der nach einem solchen Unfall, nachdem er gesehen hatte das ich unversehrt geblieben bin, seinen Humor nicht verloren hat. Im Notarztwagen fragte der Sanitäter ihm ob noch was wichtiges im Auto liegt, war seine Antwort "ja, meine Viagras" oder "ich glaube ich werde morgen fürchterliche Kopfschmerzen haben". @moinmoin, ja mein neuer Arbeitgeber weiss von meiner Nebentätigkeit und meine jetzige Position ist nicht schlechter gestellt wie die meiner vorherigen.
@zusehenhh ich weiss nicht in welchem Jahrhundert Du lebst, aber es kommt nicht darauf an was man in seiner Freizeit macht sondern welche Qualifikation ich für meine Tätigkeit mitbringe und ob ich eine Abteilung führen kann und das habe ich 5 Jahre bewiesen. Ich war 25 als man mich aus mehreren Bewerbern ausgewählt hat und ich habe mich nicht hochgeschlafen. Ebenso weigere ich mich dagegen, dass Prostitution etwas schändliches ist, für mich ist er ehrenwerter und ehrlicher als mancher Vorstandsposten.
Ein nicht angemeldeter Nebenerwerb, der nicht spürbar die Arbeitsleistung beeinträchtigt und keine Konkurrenz zum Arbeitgeber darstellt ist nach meiner Auffassung kein fristloser Kündigungsgrund. Und aus sexual-moralischen Fragen darf nur die Kirche kündigen, und das auch nicht einfach so. Also vor dem Arbeitsgericht hättest du meiner Ansicht nach mindestens eine Abfindung fordern können. Aber ich verstehe dich total, dass das für dich eine Trennung im gegenseitigen Einvernehmen war. Wenn so übelst gemobbt wird, sollte man da keinen Tag länger bleiben. Für die halbe Hundertschaft Schutzengel, die der liebe Gott für dich und den Freund aufgeboten hat, bin ich allerdings dem da oben sehr, sehr dankbar. Das hätte echt sehr übel ausgehen können. Und es wäre um dich sehr schade gewesen, nicht nur, aber auch weil du hier gefehlt hättest.
Es ist die Angst, die uns vor Veränderungen schützt. Um sich im Leben zu verbessern, braucht es darum häufig auch radikaler Einschnitte. Eine Lehre, die ich inzwischen schon öfter auf Richtigkeit prüfen konnte. Das Schöne dabei ist, dass die Angst vor Veränderung mit der Zeit immer mehr abnimmt. Man braucht nicht mehr zum Glück gezwungen zu werden ;-) Und mit der Moral... ist das so eine Sache. Die einen sind Moralisten, weil sie so erzogen worden sind. Man kann sie kaum vom Wege abbringen. Für andere jedoch ist die Moral (vor allem die sexuelle) auch eine reizvolle Grenze, die zu überschreiten ihnen einen Kick gibt. Wenn der Chef eine Angestellte als Prosituierte "enttarnt", gehen in dem Moment mit großer Wahrscheinlichkeit noch ganz andere Dinge in seinem Kopf vor, als nur verantwortlich die Moral zu schützen. Doch lebt er in der Angst, dafür selbst an den Pranger gestellt zu werden. Anderenfalls hätte er womöglich selbst zu gern... Ihn in dieser Angst gefesselt zu wissen, ist dann doch auch irgendwie befriedigend ;-)
Ich gehe mal sehr stark davon aus, daß Du die Arbeit und Dein "Hobby" natürlich streng getrennt hast. In meinen Augen ist dies auch kein Nebenjob, wie schon aufgeführt, sondern Du lebst Deine Lust aus und datest halt Männer. Das machen wohl sehr, sehr Viele, wie man z. B. hier bei "KM" sieht. Von daher bin ich tief getroffen, wenn ich lese, daß Du so behandelt und abgefertigt wurdest. Du schreibst ja auch selbst, Deiner Firma viel eingebracht zu haben. Und dann der Tritt in den A... Schade eigentlich das Du jetzt nun schon vergeben bist. Ich finde sehr großen Gefallen an Dir:-)