... macht mich kahl?
Nun habe ich mir wieder eine ganze Weile Zeit gelassen, bis ich einen Blog schreibe. Dies hat Gründe: man könnte sagen, dass mein Sommer anders verlaufen ist, als ich ihn mir beim Verfassen des letzten Blogs vorgestellt habe. Das erwähnte gesundheitliche Zipperlein hat sich als ein ganz anderes herausgestellt als man ursprünglich angenommen hatte und so musste ich einige Wochen lang eine Sonnenbank der besonderen Art aufsuchen: eine Strahlentherapie.
Dadurch sah ich eine Zeit lang aus wie eine junge und wunderschöne Version von Guildo Horn oder Andy von Little Britain - weil aber nun die Haare wieder sprießen, habe ich mich zu einer nicht minder außergewöhnlichen Frisur entschlossen und mein sämtliches Haupthaar auf 3 mm kürzen lassen.
Im Berghain würde ich so nicht weiter auffallen, aber für mich ist Haare waschen in 30 Sekunden eine völlig neue Erfahrung, an die ich mich erst noch gewöhnen muss. Insgesamt bin ich froh über diese Entscheidung - die Gelegenheit zu einer solchen Frisur ergibt sich ja nicht alle Tage.
Zum Abschluss noch eine persönliche Botschaft: das letzte halbe Jahr war für mich oft kein leichtes. Und doch blicke ich mit uneingeschränktem Lebensmut in die Zukunft; der Humor und die Lebensfreude wurden nicht weggestrahlt und mein Bedürfnis nach Erfahrung und Austausch hat sogar zugenommen.
Wenn wallendes Haar nicht unverzichtbare Bedingung für ein Treffen ist, freue ich mich genauso wie vorher über persönliche Nachrichten und inspirierende Begegnungen - wie oft trifft man schließlich eine Frau, die unten längere Haare hat als oben?

