Langsam fehlen mir so absolut die Worte darüber WAS ich mit meinem "geliebten" Eberswalder Krankenhaus so erlebe....
SEIT JANUAR soll(te) meine Mutter dort an den Venen operiert werden.
Also hab ich Ende Jan / Anfang Februar mir ca 14 Tage Urlaub eingeplant um daheim sein zu können während sie in der Klinik liegt & ihre Tiere versorgen zu können wenn sie dazu ausser Stande ist...
Op - Versuch 1 scheiterte daran dass meine Mutter ehrlich angab an Herzrhythmusstörungen zu leiden (deretwegen sie übrigens auch schon 3 Mal im Krankenhaus per Rettungswagen aufschlug, wo findige Ärzte jedoch eine "nur alterstypisvche" Abnutzung konstaltierten ODER offen zugaben "kein freies Bett" zu besitzen & sie daher nachts um halb eins hei sandten ;-(
Also wurde aufgrund der EIGENTLICH gar nicht da seienden Herzrhythmusstörungen OP - Termin Nr 1 gecancelt --> ein Herzultraschall musste her. Dieses fiel dann erst richtig mies aus (tja die Frau leidet ja auch "erst" seit 9 Jahren an Herzproblemen) dann war es plötzlich derart gut dass die OP doch statt finden konnte.
Also fuhr ich Sonntag am 13. März gegen 20 Uhr raus ins Brandenburgische ... um 22 Uhr kam der Anruf der Klinik dass 2 andere Operationen Vorrang hätten, man die Venen - op also ein 2. Mal (und 1 glorreichen Tag vorher!) absagen und auf heute (mittwoch) 7 uhr früh verlegen musste.
Kurzerhand fuhr ich also zurück nach Berlin - 160 km umsonst in der Sonntag Nacht.
Gestern wiederholte sich das mittlerweile perfide Spiel: ich fuhr raus da meine Mutter HEUTE früh operiert werden sollte - wir besprachen noch alles was mit den Tieren und im Haus zu erledigen sei.
SOEBEN (man mag es kaum fassen) Anruf meiner Mutter: heute werde sie nicht operiert - EVENTUELL nächste Woche, ansonsten im April....
Ich mache mir ernsthaft Sorgen OB im Eberswalder Krankenhaus die Ärzte nicht zu viel am Medikamenten - Schrank naschen... WAS die Sicht auf den "normalen" Berufsalltag der Patienten & ihrer Angehörigen trüben könnte...
KANN es denn sein dass OP - Termine nach Belieben verschoben werden können & kann ein Arzt ERNSTHAFT glauben dass ich mir immer wieder aufs Neue frei nehmen kann???
Ich (ver)zweifle so langsam an der Welt ;-((((((


Ich glaube eher nicht, das ein Arzt auf deinen Urlaub Rücksicht nimmt. ..
Ganz ehrlich, ich vertraue kein Arzt
halt dich fest . mir ist es auch passiert (bzw meiner lieben Frau ) hin und her und nochmal hin und her und als alles zu spät war ,wurde ndlich eingeschritten ,nur da war es zu spät ,leider ! nun ist meine frau schon seit 17 Jahren gelähmt und blind und Schwerst-Pflegefall . Soweit mal zum Theema Ärzte .
Nochmal Becher , nun fragt man sich ,warum hast du sie nicht verklagt .Es waren an dem Ärztepfusch 3 krankenhäuser beteiligt und wie man weiss ,hackt eine krähe der andern kein Auge aus und so gute Patienten Anwälte wie heute gab es damals noch nicht.
Es gibt auch heute noch keine guten Anwälte, weil auch heute keine Krähe der anderen ein Auge aushackt.
das stimmt im krankenhaus herrscht scheinbar narren - freiheit. finde es seltsam (und hab noch NIE erlebt) dass eine Op 3 Mal angesetzt und 3 Mal abgesagt wurde. .. Glaub täte ich das bei nem Date hier, bekäme ich üble Verwünschungen gesandt... .. Als Freiberufler sich 3 Mal "vergeblich" frei zu nehmen ist ja schon heftig da Verdienstausfall und unnötige Fahrkosten etc etc aber KANN DAS EIN ANGESTELLT ARBEITENDER MENSCH AUCH? Ich fürchte mal da wird der Chef sehr böse wenn man 3 Mal frei nimmt zwecks Op & dann 3 Mal sagt "Nee wurde heut wieder nix, ich nehme dann nächsten Mittwoch nochmal frei - auf ein Neues!" .. Zudem wurde heute makabererweise festgestellt dass die verstopfte Venen doppelt so verkalkt sind wie gedacht & JEDERZEIT ein Lungen - Embolie möglich ist --> aber "dennoch" genügt es noch den op - Termin auf nächste Woche zu verschieben....
Das klingt alles unfassbar - und dennoch ist wahr und so nervenzehrend für Patient und Familie. Ich drücke dir und deiner Mutter die Daumen, dass es bald einen tatsächlich festen Termin gibt.
Liebe Community, ich weiß, dass ich jetzt eine Außenseitermeinung einnehme und sicherlich verstehe ich auch den Unmut für jeden der vom Verschieben einer OP betroffen ist. Leider ist das Verschieben von OPs tatsächlich KH-Alltag. Nicht nur in Eberswalde (als etwas kleineres KH), sondern auch hier in Berlin. Man muss bedenken, dass die KHs nur eine gewisse Anzahl an OPs zur Verfügung haben. Nach jeder OP muss der Saal wieder steril gemacht und gereinigt werden. Die Bürokratie in Sachen Qualitätssicherung tut ihr übriges. Notfälle gibt es auch immer wieder. Sicherlich ist es nicht einfach Menschenleben gegen Menschenleben abzuwägen, aber es sind Entscheidungen, die Ärzte jeden Tag treffen müssen. Viele Ärzte operieren auch bis spät in die Nacht. Der OP-Plan gerät durcheinander. Konsequenz: Die Konzentration lässt nach. Also wäre die Alternative: ein Operateur der schon etliche Stunden im OP stand?! Auch wenn es sich um sehr erfahrene Leute handelt, sind es auch nur Menschen und jeder von uns kennt es, wenn man sich ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr konzentrieren kann. Daher werden OPs dann auch manchmal zu Gunsten anderer verschoben und ich denke auch jeder von euch wäre dankbar dafür, wenn er oder sie zum Beispiel bei einem Autounfall in diese Not gerät (ich wünsche es niemandem). Bei uns kommt es auch häufiger vor. Natürlich versucht man darauf zu achten, dass jemand der bereits verschoben wurde auch nicht nochmal verschoben wird, aber manchmal geht es leider nicht anders. Diese Entscheidung treffen wir aber immer im Gesamtkontext und nein, sie fällt uns nicht leicht. Aber die Sicherheit des Patienten geht vor. Trotzdem verstehen wir den Unmut und suchen deshalb auch immer persönlich das Gespräch mit unseren Patienten. Ich weiß, als Betroffener/Betroffene ist das kein Trost, aber wir versuchen zu eurem Besten zu entscheiden. Gilt vllt. nicht für alle Ärzte ich denke den Großteil schon. Persönlich kann ich natürlich nur von mir sprechen. Dennoch tut es mir Leid für deine Mutter und ich hoffe, dass es dann doch bald klappt und alles gut geht.
Krankenhäuser sind heute ein reines Wirtschaftunternehmen ,die Zahlen müssen stimmen und deshalb werden auch nicht notwendige OPs gemacht , der Patient ist nur eine Nr. mir tut nur das Personal leid ,die unter Stress stehen und die Fürsorge und Menschlichkeit bleibt aussen vor . schade das es so ist.
Ich kann meinen Vorrednern leider nur Recht geben. Das ganze System wurde auf WIRTSCHAFTLICHKEIT getrimmt. Gesundheitsreform sei Dank. Meine Frau arbeitet auch in einem Krankenhaus. Wird immer schlimmer! Einerseits will man den Leuten helfen und andererseits wird gnadenlos gespart. Der Fehler liegt nicht im Krankenhaus, sondern in der Politik. Da wird der Mensch zum Objekt, leider.