Ich denke, jeder Mann kennt dieses Gefühl: Man vereinbart ein Date mit einer Frau und die Vorfreude steigt kontinuierlich. Je näher das Treffen rückt, desto mehr mischt sich vielleicht auch eine gewisse Nervosität darunter.
Vielleicht überrascht es dich, aber auch ich bin vor Treffen durchaus ein bisschen nervös. Schließlich weiß auch ich nicht genau, wer mich erwartet und wie sich unsere Begegnung entwickeln wird.
Als Mann möchte man wahrscheinlich gerne souverän und selbstbewusst wirken und hat vielleicht Sorge, bei einer Frau nicht gut anzukommen, wenn sie merkt, dass man aufgeregt oder schüchtern ist. Doch ist das tatsächlich so?
Ich persönlich begegne relativ häufig Kunden, die bei unserem ersten Treffen sehr nervös sind. Und mich stört das überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil: Ich finde es eine sehr natürliche Reaktion und sogar sympathisch.
Für mich liegt eine gewisse Authentizität darin, aufgeregt und vielleicht auch ein bisschen schüchtern zu sein. Schließlich zeigt es, dass die Situation etwas mit einem macht. Und authentische Begegnungen sind mir ohnehin am liebsten.
Du musst deine Nervosität vor mir also nicht verstecken. Manchmal kann es sogar erleichternd sein, sie einfach auszusprechen: „Ich bin gerade ziemlich aufgeregt.“ Damit ist sie im Raum und gleichzeitig fällt vielleicht schon ein bisschen von dem Druck weg, besonders souverän wirken zu müssen.
Natürlich kann diese Aufregung anfangs auch ein wenig „im Weg stehen“. Vielleicht weißt du plötzlich nicht mehr, was du sagen möchtest. Vielleicht bist du stiller als sonst. Oder gewisse Körperteile agieren nicht ganz so, wie du dir das vorher vorgestellt hast. Auch das ist authentisch. ;)
In der Regel hilft es, das Ganze erst einmal langsam angehen zu lassen. Ankommen. Reden. Sich gegenseitig ein bisschen kennenlernen. Und wenn sich dann daraus Körperlichkeit entwickelt, dürfen auch die Berührungen langsam sein, ohne ein bestimmtes Ziel und ohne die Erwartung, dass daraus sofort etwas Bestimmtes entstehen muss.
Vielleicht wird aus Nervosität dann irgendwann Neugier. Aus vorsichtigen Berührungen entsteht mehr Sicherheit und plötzlich merkt man, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt, ob man gerade souverän genug wirkt.
Dabei muss die Aufregung für mich gar nicht vollständig verschwinden. Ein bisschen davon darf ruhig bleiben. Schließlich ist es doch auch etwas Schönes, wenn eine Begegnung nicht vollkommen alltäglich ist.
Du musst bei einem Treffen mit mir also nicht die selbstbewussteste und souveränste Version deiner selbst präsentieren. Mir ist der echte Mensch viel lieber.
