In letzter Zeit denke ich öfter darüber nach, was eigentlich passiert, wenn immer mehr Dinge künstlich werden: Videos, Bilder, Stimmen, Texte und auch sogar sexuelle Dienstleistungen.
Deepfakes sehen täuschend echt aus. KI schreibt Nachrichten die klingen als hätte jemand sich wirklich Mühe gegeben. Manchmal liest man etwas und denkt im ersten Moment: Wow! Und dann bleibt trotzdem ein merkwürdiges Gefühl zurück als würde etwas fehlen und man fragt sich, was jetzt eigentlich der Inhalt in der Nachricht war.
In meiner Arbeit spüre ich sehr deutlich, was dieses „Etwas“ ist.
Ich arbeite mit Nähe. Und Nähe ist etwas Besonderes. Sie ist schön, aber sie ist auch verletzlich. Man kann sie nicht erzwingen und man kann sie auch nicht perfekt planen. Man kann nur versuchen, wirklich da zu sein.
Ein Mensch kann in Resonanz gehen. Eine Maschine nicht.
Und selbst für Menschen ist das gar nicht so selbstverständlich, denn Nähe auszuhalten muss man auch erst lernen. Nicht nur unangenehme Gefühle - sondern Nähe überhaupt. Den Moment, in dem jemand sich gegenseitig in die Augen schaut. Die Spannung davor und die Entlastung danach.
Die Männer, die mich buchen, suchen nicht Perfektion und auch kein Schauspiel. Sondern Präsenz und Authentizität.
Sie wollen gesehen werden und fühlen. Nichts vorgespieltes - sondern echte Lust. Und ich werde tatsächlich auch wegen Dingen gebucht, die nicht dem Schönheitsideal entsprechen. Wegen meiner Intimbehaarung zum Beispiel. Oder weil ich trainiert bin. Oder weil ich curvy bin. Ich entspreche nicht diesem glatten, weichgezeichneten Ideal und ich möchte es auch nicht. Ich habe Kante und auch Persönlichkeit. Früher dachte ich, das sei ein Nachteil. Heute sehe ich es anders: Genau das macht mich einzigartig und unverwechselbar.
Es gibt unendlich viele perfekte Bilder da draußen. Retuschiert, optimiert, austauschbar. Aber die meisten Menschen sehnen sich nicht nach dem hundertsten perfekten Bild. Sie sehnen sich nach einer echten Verbindung und nach einer erfüllenden Zeit und Begegnung. Was selten und authentisch ist, bekommt einen eigenen Wert.
KI-Texte können beeindruckend wirken. Sie klingen oft schön. Aber sie sind glatt. Sie haben keine Fehler, keine Individualität, keine Substanz, keine persönliche Note und Eigenheiten, die Nahbarkeit erzeugen.
Vielleicht ist das die eigentliche paradoxe Entwicklung unserer Zeit: Je künstlicher unsere Welt wird, desto kostbarer wird das, was nicht künstlich ist.


Stimmt, nichts kann den persönlichen Kontakt ersetzen. Mimik/Gestik und das Atmen der Haut des anderen Partners, seine Individualität, seine Persönlichkeit, das kann keine KI leisten.
Genau das ist es. Nähe. Ich mag warme Haut spüren, zu küssen, streicheln...kann KI nicht ersetzen. Danke für deinen Blog. Ich lasse mal einen like da.
Ich befürchte es lässt sich nicht vermeiden... KI rückt immer mehr in den Vordergrund und der Mensch begnügt sich in irgendeiner Weise mit einem KI-Subjekt. Es sind ja heutzutage alle schon regelrecht hypnotisiert davon. Deshalb, es wird sich nicht aufhalten lassen
Ich habe hier, habe seit ein paar Tagen ein 1-Monat-Abo, eine ganz andere Seite kennenlernt von „kauf mich“. Eine Seite wie deine z.B! Sehr menschlich und lieb! Bin mir bei einer Person hier nicht sicher sie anzuschreiben…Scham…aber nach Deinen Zeilen traue ich mich…Danke! KI ermöglicht so Worte nicht…zumindest noch nicht! Man spürt es…noch! Alles Gute! 😊