Ich bin verdammt gut drauf – und nicht nur, weil Wochenende ist.
Denn da ist etwas in der Luft. Und ich rede nicht von Pollen.
Es ist dieses leichte Kribbeln unter der Haut. Dieses Funkeln in den Blicken fremder Menschen. Dieses plötzliche Lächeln, das man selbst nicht kommen sieht.
Der Frühling macht etwas mit uns. Mit der Welt. Mit mir.
Es ist nicht nur die Sonne – irgendwas kribbelt. Und ganz ehrlich? Ich liebe es.
Plötzlich wirkt alles ein bisschen sexier. Selbst der Typ mit den viel zu engen Jeans im Supermarkt, der seinen Einkaufswagen mit diesem selbstbewussten Schwung schiebt. Oder der Paketbote, der sich sonst grummelnd durch den Flur schleicht. Sogar der eigene Blick in den Spiegel, dauert nun länger an als nötig. Irgendwas ist anders. Offen. Prickelnd. Bereit.
Der Frühling ist wie ein heimlicher Liebesbrief ans Leben. So als würde das Universum flüstern: "Hey, du darfst wieder aufblühen."
Ich merke es an mir. Ich brauche keine Ausrede mehr, um Lust zu spüren. Nicht nur diese Lust auf jemanden, sondern diese tiefe, satte Lust auf mich selbst. Auf meinen Körper, meine Energie, mein Lächeln. Auf das Spiel mit Blicken. Auf das Erblühen in jeder kleinsten Bewegung.
Frühling ist nicht nur ein Wechsel der Jahreszeit. Er ist ein Erwachen. Ein Versprechen. Eine Einladung.
Und ich nehme sie an. Mit offenen Armen. Mit nackten Schultern. Mit einem Lächeln, das ganz genau weiß, was es tut. Und mit der puren Lust auf Leben. Auf intensiven Genuss.
Vielleicht ist Frühling einfach die schönste Einladung an uns selbst: Endlich wieder aufzublühen.
Und ich? Ich bin sowas von bereit.

