Ich liebe Geld. Und ich schäme mich kein bisschen dafür.
Ich mag Geld. Ich mag es, welches zu verdienen. Ich mag den Moment, in dem eine Rechnung bezahlt wird. Ich mag das Gefühl, für etwas, das ich gut kann und gerne tue, einen Gegenwert zu bekommen.
Herrlich.
Geld hat in unserer Gesellschaft ein erstaunliches Imageproblem. Man darf Erfüllung lieben, Menschen lieben, seine Arbeit lieben, Freiheit lieben. Sobald man Geld liebt, wird kurz die Augenbraue gehoben. Als hätte Freude an Geld automatisch etwas Anrüchiges. Als müsse gute Arbeit am besten von einer gewissen finanziellen Gleichgültigkeit begleitet werden, damit sie moralisch wertvoll bleibt.
Was für eine Verschwendung.
Gerade im Dienstleistungsbereich empfinde ich Geld als wunderschönes Stilmittel. Es gibt einer Begegnung einen Rahmen. Jemand wünscht sich etwas von mir. Ich gebe Zeit, Aufmerksamkeit, Erfahrung, Präsenz, Kreativität oder Können hinein. Und am Ende dieser kleinen Vereinbarung steht Geld.
Ich finde das elegant.
Noch schöner wird es, wenn mir meine Arbeit selbst Freude macht. Wenn ich aus einem Termin gehe und denke: Das war großartig. Wenn ich mich lebendig, angeregt, erfüllt fühle – und dafür auch noch bezahlt werde.
Diese Kombination hat etwas herrlich Luxuriöses.
Ich muss meine eigene Freude schließlich nicht vom Rechnungsbetrag abziehen.
Im Gegenteil: Ich glaube, Menschen spüren sehr genau, ob jemand seine Arbeit nur erledigt oder ob da echte Lust am eigenen Tun vorhanden ist. Diese Energie verändert eine Dienstleistung. Sie macht aus einem Geschäft eine gute Begegnung.
Und ja: Danach darf Geld fließen.
Sehr gerne sogar.
Ich liebe den Gedanken, dass etwas gleichzeitig Freude machen, einen anderen Menschen bereichern und wirtschaftlich ausgesprochen erfreulich sein kann.
Drei Gewinner an einem Tisch: mein Gegenüber, ich – und mein Konto.
Damit kann ich hervorragend leben.

Wie recht du hast, Lady - und ich denke, dein gewählter "Künstlername" kommt nicht von ungefähr ;-) Ja, Geld verdienen ist geil - Geld haben auch - und Geld ausgeben noch mehr :-D Und das Optimale hast du beschrieben: Wenn der Kunde (oder Geschäftspartner....) genau spürt dass du deinen Service mit echter Freude & Lust machst - dann wird echte Energie fliessen - positive Energie wovon beide profitieren! Du hast eine echte Win-Win-Situation beschrieben , wobei es sogar noch um prickelnde Erotik geht. Besser kann man (oder: frau...) das Geld nicht verdienen. Glückwunsch, Chefin - und viel freudvollen Erfolg weiterhin ;-)
@DeineChefin: "Ich muss meine eigene Freude schließlich nicht vom Rechnungsbetrag abziehen." Das wäre ja noch schöner. Es ist schließlich nicht verboten, dass jemandem die Arbeit Freude bereitet. Auch ich habe das Glück, bei meiner freiberuflichen Tätigkeit (Erwachsenenbildung; so weit hänge ich mich mal aus dem Fenster) Spaß und Freude zu haben. Ich käme aber doch niemals auf den Gedanken, deshalb auf mein Honorar zu verzichten. Und, na ja, schließlich gebe ich einen Teil davon dann auch wieder für Aktivitäten aus, die - wie wir gerade von der Chefin erfahren - wenn es gut läuft beiden Beteiligten Freude bereiten. Aber leider gab es hier auch schon Kommentare in die Richtung: "Wenn es dir Süaß macht, warum nimmst du denn Geld dafür?" Darauf, liebe Chefin, ist dein Blog die richtige Antwort. Ich wünsche uns allen hier weiterhin viel Freude.
Just be Shameless