Die Luft war warm, ein bisschen schwer vom Spätsommer, und die Lichter der Restaurants flimmerten golden über dem Asphalt. Ich war verabredet zum Abendessen.
Wir waren eine kleine Gruppe. Menschen, die alle etwas gemeinsam hatten: Wir sind Teil derselben Branche. Wir spielen mit der Fantasien unserer Kunden, wir verkaufen Träume.
Wir haben gelacht. Viel. So richtig Wir haben über Alltag geredet. Lieblingsessen, Reisen, Filme, Lieblingstiere, Nachbarn, Sternzeichen, Kindheitserinnerungen und,
Und es war schön, dass es einfach so normal sein konnte.
Ich saß da, hörte das Klirren von Besteck, das dumpfe rauschen von Gesprächen im Raum.
Und ich dachte:
Vielleicht ist es kein Zufall, dass diese Branche Menschen anzieht, die ein größeres Herz haben.
Denn wer hier arbeitet, lernt, dass Intimität nichts Schmuddeliges ist. Vielleicht macht das die Leute ein bisschen offener. Ein bisschen empathischer. Ein bisschen… echter.
Ich fühlte mich in dieser Runde nicht beobachtet, nicht bewertet, nicht wie „die Neue“. Sondern getragen. Angenommen. Geherzt.
Und als ich später nach Hause ging, durch die Straßen von Berlin, habe ich mir die Frage gestellt:
"Wie of haben andere das wohl auch schon erlebt, dass Menschen in dieser Szene ehrlicher oder herzlicher sind?"

