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MelKingPoint
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49 Jahre, Frau, Heterosexuell
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Shades of Paysex

Im gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskurs über Sexarbeit dominieren häufig einseitige Perspektiven. Meine eigenen Erfahrungen im Paysex sind jedoch weit vielfältiger und lassen sich nicht einfach in Kategorien wie 'schwarz' oder 'weiß' einordnen.


Es ist bedauerlich und meiner Ansicht nach eine Form von Gewalt – Gewalt durch Ignoranz, dass positive Perspektiven auf Sexarbeit in der öffentlichen Wahrnehmung kaum präsent sind. Sexarbeit bietet eine einzigartige Flexibilität und kann unterschiedlichste Lebenskontexte berücksichtigen. Für mich ist das Escort-Sein mehr als nur ein Job. Es ermöglicht mir ein authentisches und wahrhaftiges Leben, trotz der vorhandenen gesellschaftlichen Stigmatisierung und Ausgrenzung. 


Ich frage mich oft, ob die Gesellschaft jemals erkennen wird, dass Sexarbeit nicht nur um das Körperliche kreist, sondern auch um grundlegende menschliche Bedürfnisse. Ist es nicht an der Zeit, unsere Vorstellungen von Sexarbeit zu hinterfragen und auch ihre positiven Aspekte anzuerkennen?

Ja, es ist tatsächlich an der Zeit ...mir ist es schon klar, dass es nicht nur um das körperliche geht..aber viele reduzieren es leider hierauf...

13. JanAntworten
@Youni Danke für deinen Kommentar! Indem wir darüber sprechen, können wir helfen, diese einseitigen Sichtweisen zu ändern.
13. JanAntworten

Leider ist Sexarbeit noch so sehr tabuisiert, dass ein wahrhaftes öffentliche Bekenntnis gar nicht möglich ist. Aber im Grunde liegt es daran, dass die Bedürfnisse, die die Sexarbeit begründen, tabuisiert sind. Da es Bedürfnisse gibt, die nicht immer zu Sex führen müssen, sondern denen es um Zuwendung, körperliche Nähe, um Berührung geht und diese nicht erfüllt werden, sucht man nach Möglichkeiten, diese Bedürfnisse stillen. Aber so wie es natürlich ist, dass man, wenn man das körperliche Bedürfnis Hunger hat, sich etwas zu Essen kauft, scheint es unnatürlich, jemanden zu finden, um sein körperliches Bedürfnis nach Berührung/Nähe zu stillen. So wie Essen dann auch gegen Bezahlung. Und das Bedürfnis nach Nähe gehört wie der Hunger zu den psychischen Grundbedürfnissen. Wenn man verspannt ist, bekommt man eine Massage verschrieben. Wie schön ist es, jemanden zu finden, der bei einem anregenden Gespräch sagt, ich glaub ich weiß was Du möchtest, wonach Du Dich gerade sehnst, lehn Dich zurück und genieße; und dabei dann Grenzen zu akzeptieren und Vertrauen haben zu können - das ist ein wunderbares Miteinander. Solange wir dies im Privaten nicht finden, ist es meines Erachtens nach Legitim, dafür zu bezahlen.

5. FebAntworten
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