Dieser Blog ist ein kleines Gedankenexperiment: Stell Dir vor, Du wachst eines Morgens wieder mit dicken Eiern auf, bereit für ein wenig sündiges Vergnügen, und plötzlich... Streik! Nein, nicht Dein Schwanz will nicht, sondern ich, wir, deine gewohnten Liebesdienerinnen, haben beschlossen, die wichtige Aufgabe Deiner Befriedigung nicht aufzunehmen. Keine geheimen Treffen, keine sinnlichen Nächte – nichts. Und ausgerechnet an diesem Morgen will Deine Frau natürlich auch nicht. Noch nicht mal für einen neuen tollen Schuh.
Ein Streik in High Heels gegen das Sexkaufverbot oder für mehr Respekt und Wahrnehmung, was für ein Konzept! In einer Welt, die uns oft ausgeklammert, könnten wir aufstehen und laut werden. Wir fordern Entstigmatisierung und eine Sexarbeitersozialkasse. Du, auf der anderen Seite, stehst nun vor einer unerwarteten, sehr harten Situation ohne Erleichterung durch fremde Hand. Keine geplanten Vergnügungen, kein Escort. Nur Du und deine Hand.
Unser Ausstand sorgt ganz bestimmt für Aufsehen. Die Medien berichten: „Sexarbeiterinnen und Escorts im Streik – Berlin ist im Sexnotstand“. Plötzlich sprechen alle über uns und unsere Anliegen. Ein Streik mag unkonventionell erscheinen, aber manchmal ist ein solcher Schritt notwendig, um Aufmerksamkeit zu erzielen. Wir kämpfen für unsere Rechte und Würde. Unser Streik könnte Dir und allen anderen vielleicht die Augen öffnen? Oder bringt das gar nichts? Du findest bestimmt eh Deine Streikbrecherin.

