Kennt ihr das aus eurem Freundeskreis?
Mir passiert das immer mal wieder. Ein Mann, der Manchmal auch nur ein furchtbar guter Freund ohne Hintergedanken ist (soll es ja noch geben...) macht etwas furchtbar nettes für mich. Kocht, hilft beim Umzug oder bei anderen schweren Tätigkeiten, die mir als Frau furchtbar schwer fallen. Und prompt kommt von irgendwem der Kommentar "den hast du aber gut im Griff!".
Für mich ist das in dem Zusammenhang komisch und aus dem Kontext gerissen. Eine zwischenmenschliche Beziehung muss doch im Prinzip immer ein Geben und Nehmen sein.
Ein bisschen erinnert mich das an Erfahrungen aus dem Reitsport. Es gibt immer etwas, vor dem ein Fluchttier mehr angst hat, als vor dem Zorn oder den Konsequenzen des jeweiligen Reiters. Seien wir doch mal ehrlich. Klar kann der Mensch vieles, aber in 1-1 Situationen mit einem 600 Kilo schweren Lebewesen, gewinnt meist derjenige mit mehr "roher Kraft". Weiß das Tier aber, dass es in "angstsituationen" nicht allein ist und der da oben drauf einschätzen kann, was gefährlich ist und was nicht, wirkt er kompetent. Das Tier orientiert sich dann in Schreckmomenten viel, viel eher am Reiter.
Ich will nicht abstreiten, dass Konsequenz bei Tieren recht wichtig ist - bei Menschen weniger. Kern dessen ist viel eher, dass man das Ganze als gute, gemeinsame Beziehung erleben muss.
Wenn Männer von Frauen oder Frauen von Männern nur (gegenseitig) dominiert und herumgeschubst werden, läuft doch irgendwie was verkehrt...


Vorurteile.... Ist doch typisch Mensch ..... Vielleicht auch eine Prise Missgunst