... gibt es bei der Männerwelt hier wohl einen großen Irrtum. Das merke ich immer an den Bewerbungen mit solchen Aussagen wie: "Laß uns zusammen kommen." oder "Ich lecke Dich, bis Du einen Orgasmus hast."
KEINE (Hubby)Hure hat jemals einen Orgasmus mit einem Freier (von mir aus auch Kunde oder Gast) bzw. kann sich mit einem im Grunde fremden Mann gehen lassen. Mich wundert die Naivität, mit der die Freier das hartnäckig glauben - wohl 98 Prozent. Da helfen auch keine Sexratgeber, mit den richtigen "Stoß-" oder "Lecktechniken"... Klar sind da ein paar Binsenweisheiten zu finden, dass eine Frau normalerweise langsam auftaut und vor allem Sicherheit möchte. Aber das reicht nicht, eine Frau ist komplizierter, der Sex und damit der Höhepunkt ist reine Kopfsache. Männer funktionieren biologisch anarchisch, Frauen sensitiv. Für eine Frau ist ein Höhepunkt selbst im privaten Bereich ein "schwer erkämpftes" Glück. Nach anerkannten Statistiken erleben nur ca. 7 Prozent recht regelmäßig den Höhepunkt, durch Penetration noch seltener. Die Huren, die das den Freien vorspielen, betrügen gleich zwei - den Freier und - (unverständlich) sich selbst.


Ich bin selbst Freier und endlich spricht es mal eine Frau hier ehrlich aus. Fast alle Freier "romantisieren" aus unterschiedlichen Gründen den Sex gegen Geld. Die Einsamen und Hässlichen, die sonst überhaupt keine Hand als die eigene zum Trost finden, kann ich ja noch verstehen. Aber es gibt doch auch ein paar intelligente und im privaten Leben nicht völlig auf dem "Trockenen" sitzende Freier. Selbst die denken, einer Frau macht Sex Spaß und sie nimmt halt "zusätzlich" noch Geld. Was für ein Schmarrn - selbst bei den Hobbynutten. Es geht nur ums Geld - Schmerzensgeld - dass muß der Gegenüber zahlen, weil Frauen schnellen Sex mit Fremden nunmal nicht mögen. Die Frauen verkaufen natürlich hier - mal mehr mal weniger geschickt - die Illusion von Spaß am Sex, weil es gut für die eigene Brieftasche ist. Idioten treffen auf Lügnerinnen. Und die größten Dummköpfe sind die, die glauben, sie würden einer Hure/Nutte einen Orgasmus bescheren...
@Gentlymaid: Ich lach mich schief. Nur weil du noch keinen Orgasmus hattest, glaubst du, es sei generell so bei den Frauen. In welcher Realitätsblase lebst du denn? Es fragt sich wirklich, wer hier naiv ist.
Also ganz ehrlich, vorgespielt hab ich es nie, jedoch war es ein Geschenk, wenn es dann kam, und der Mann glücklich. Wenn es dann nicht klappte, war das Gefühl und die Entspannung beim Partner mir meist wichtiger
Ich glaube nicht an Absolutismus. Genauso wenig, wie es immer regnet, scheint auch nicht immer die Sonne. Wenn ich eines mit Sicherheit sagen kann, dann, das die Menschen sehr unterschiedlich sind und es selbst Fachleuten schwer fällt, mitunter Gedankengänge, Handlungsweisen und Intentionen nachzuvollziehen. Dasselbe gilt für Neigungen, Emotionen und die Fähigkeit, Lust zu empfinden. Das kommerzieller Sex überwiegend zur Gewinnerzielung dient und professionelles Handeln durch das Vorhandensein von Emotionen erschwert bis verhindert wird, steht außer Frage. Deswegen haben Emotionen im P6 nichts verloren und jede Anbieterin wird sich in Windeseile aus dem Staub machen, sollte es doch einmal zu emotional werden. Es gibt nämlich in der Emotion keine Schalter für an oder aus, nur Distanz und Verzicht auf Kontakt kann die Emotion abschwächen und irgendwann bedeutungslos machen. Doch je mehr wir Menschen anstatt Roboter sind, je mehr wir Dinge auch irrationell anstatt rationell entscheiden und handhaben, desto interessanter und facettenreicher wird unser Leben. Ein Sonnenaufgang ist ganz rational betrachtet ein Tagesanbruch, mit Licht, mehr nicht. Erst eine Emotion macht ihn zu etwas Besonderem, das man genießen kann, in einem Urlaub oder auch daheim. Ich könnte durch professionelles Anwenden von Leitlinien ein angesehener Arzt sein, ein guter Arzt werde ich erst, wenn ich zusätzlich zuhöre, die Not, den Schmerz oder die Trauer, die Selbstunsicherheit, die Angst oder den Zorn erkenne und mit einbeziehe. Das kostet Zeit, Empathie, Profession und bringt kein zusätzliches Geld aber es heilt in den meisten Fällen besser als jeder noch so gute Sachverstand, der natürlich auch vorhanden sein muss. Übertragen auf P6 bleibt es trotzdem eine bezahlte und körpernahe Dienstleistung mit der Hauptintention des monetären Vorteils, aber es wird auch hier nur mit etwas Emotion zu einer lohnenswerten Sache. Alles andere kann man zu Hause genauso gut alleine regeln. Ich habe schon Huren mit Orgasmen erlebt, wie real das war, mag ich natürlich nicht zu beurteilen. Ich erkenne aber Blicke, Gänsehaut, Schwitzen ohne viel Anstrengung, ein Lächeln aus einer Tiefe heraus und eine Berührung, weil sie sie wollte und nicht musste, die wertschätzend und nicht flüchtig war. Klar bin ich manchmal romantisch und manchmal ein Träumer, vielleicht sogar ein Thor, wer weiß..... Aber ich bin nicht einfältig....
Chapeau, da hat jemand (außer mir) Seneca und Rosseau gelesen... Einige Aussagen in Ihrem Beitrag sind Axiome und unwiderlegbar: Es gibt freilich keinen Absolutismus im Sein und Denken. Natürlich treffen wir Entscheidungen im Alltag irrational, da wir keine vollständige Information haben. Selbstredend kann jeder Dienstleister/jede Dienstleisterin (in jeglicher Profession) eine empathische Komponente mit der Ausübung seiner/ihrer Tätigkeit verknüpfen (und sollte das in Berufen mit Sozialcharakter wohl auch tun). Und ebenso selbstredend habe ich als Freier (wenn auch sehr wenige) Huren erlebt, die mit ihrem Lustverkauf einen Teil ihrer "Bestimmung" gefunden hatten. Das alles ist aber keine hilfreiche Argumentation hinsichtlich der Meinung von gentlymaid. Hier muß man sich im Erklärungsmuster auf die Meta-Ebene begeben: Warum gibt es in Deutschland (mal als naheliegendes Beispiel) geschätzt bis zu 800.000 Huren/Nutten (ist für mich kein Schimpfwort), aber nur eine Handvoll Callboys (außerhalb der Schwulen-Szene)? Antwort: Es gab und gibt in allen Kulturen und zu allen Zeiten während der Zivilisationsgeschichte einen immensen Nachfrage-Überhang nach (schnellem, unverbindlichen, rein körperlich-definiertem) Sex seitens der Männer gegenüber einem nur geringen Angebot seitens der Frauen. Das hat viele Gründe (biologische, evolatorische, psychologische und ferner sozial-kulturelle). Eine Frau hat einfach keinen Vorteil aus einer solchen sexuellen Interaktion - ich empfehle "Sexuelle Kommunikation" von Christine Kailing oder "Ökonomie der Sexualität" von Gerard Bökenkamp. Was machen manche Frauen (im Zuge der zunehmenden gesellschaftlichen Selbstbestimmung übrigens eine wachsende Zahl!): Sie schließen die Lücke, indem Sie die hohe Nachfrage seitens der Männer ausnutzen und dafür Geld verlangen - und übrigens durchschnittlich den vier- bis achtfachen Stundenlohn ihrer Freier verlangen können, Tendenz steigend (der Stunden-Durchschnittslohn in Deutschland betrug 2021 ca. 23 Euro brutto). Das betreiten Sie ja auch nicht, ich zitiere: "Übertragen auf P6 bleibt es trotzdem eine bezahlte und körpernahe Dienstleistung mit der Hauptintention des monetären Vorteils..." Sie bleiben auch wohltuend zweifelnd, was das Lusterleben der von Ihnen gebuchten Huren angeht. Ich bestreite aber auch Ihre "Beweise" einer tatsächlichen Emotion: Wahrnehmung ist subjektiv in einer objektiven Wirklichkeit: Weder Gänsehaut und schon gar nicht Schwitzen sind Zeichen von Lusterfahrung oder Wohlfühlen, ebenso wenig wie eine starke Lubrikation der Vagina - erstens passiert dies aufgrund nichtsteuerbarer Reflexe und zweitens gehen emotional-sensitive und körperliche Signale bei einer Frau weit auseinander (deshalb kann man einer Frau auch keinen Zwangsorgasmus beifügen, im Gegensatz zum Mann). "Die Berührung, weil sie wollte und nicht mußte" zeichnet einfach eine gute Handwerkerin aus, die eben etwas mehr von sich aus inkludiert als manch' andere - ohne monetäre Grundlage hätte diese "zusätzliche" Berührung gar nicht stattgefunden. Bleibt das "Lächeln aus der Tiefe" - das ist ein vieldeutiger Begriff und wahrscheinlich noch vieldeutiger in der realen Welt. Es ist nicht zu bestreiten, dass mancher Freier einer Hure/Nutte durchaus sympathisch sein kann, aber eben nie so sympathisch, als dass sie diesen "Blick aus der Tiefe" auch ohne gute Bezahlung "geschenkt" hätte. Es bleibt dabei: Der Löwenanteil der Huren/Nutten bezeichnet den Sex-Lohn "intern" übrigens als Schmerzensgeld.
Bis hier hin gelesen und bei der Meinung von Platon gelandet. Die Unterstellung, keine der hier praktizierenden Damen bekäme einen Orgasmus halte ich für unrealistisch.
Richtig El Hotzo. Wer anders denkt, versichert eine(n) Versicherungsvertreter mit seinen eigenen Beiträgen gleich mit, weil er/sie ihm so sympathisch ist. Das habe ich in der Praxis noch nie gehört. Aber es scheint tatsächlich Freier zu geben, die für das Vergnügen einer Hure/Nutte noch zahlen - eine besondere Form von Masochismus. Das ist selbstverständlich jedem erlaubt, wem es gefällt. Aber gleichzeitig ist es die erste Stufe der hier thematisierten Romantisierung eins Huren-Dates aus Freierssicht. (Für alle Trolle: Selbstredend verhalte ich mich fair und respektvoll gegenüber Huren/Nutten und möchte, dass sie sich bei einem Date sicher und wohl fühlen - umso mehr, wenn ich im Hotel Gastgeber bin.)
Je weniger wir emotional schwingungsfähig sind, desto leichter fällt es uns, zu analysieren und desto schwerer fällt es uns , selbst ein Meisterwerk zu erstellen. Einige Philosophen kranken an dieser Realität, was ihre durchaus exzellente Beobachtung und Analyse nicht schmälert und die gemachten Aussagen besonders macht. Auf der Suche nach dem, was sie schwer oder gar nicht erreichen können..... @elhotzo. Eine Hure schenkt keinem Freier einen Orgasmus. Sie hat ihn oder eben nicht. Gut für sie ihn zu haben, manchmal gut für den Freier, ihn mit zu erleben. Nur in einer rationalen Welt werden Fähigkeiten addiert und monetarisiert oder abgewogen. Die Narzissten sind bei hoher Intelligenz in der Lage, für ein Land oder eine Firma sinnvolle und weitreichende Entscheidungen zu treffen ohne den scheinbaren Ballast der Emotion oder Empathie. Sie kennen kaum menschliche Vorbehalte, fast nur ökonomische oder politische. Deswegen sitzen so viele von ihnen in gehobenen Positionen zum Leidwesen der abhängig Beschäftigten. Das geht selbstverständlich auch im P6 und sollte und ist hier Standard. Ab einer gewissen Lebenserfahrung ist aber der bezahlte Samenverlust zur Beruhigung einer hormonal gesteuerten Unruhe nicht ausreichend. Manch einer haut dann in den Sack, manch einer führt ein rücksichtsloses Privatleben mit unendlich vielen emotionalen Leichen auf dem Weg. Und wieder ein anderer trifft lieber eine Entscheidung, seine Erlebnisse in einem gegenseitiges Einvernehmen unter monetärem Ausgleich der gesellschaftlichen Schieflage zu suchen. Ein Orgasmus ist eine emotionale Meisterleistung und gelingt der Frau, die dazu in der Lage ist. Man muss einige Eigenschaften in sich tragen, um oft und befriedigend dabei zu sein. Und P6 ist dieser Eigenschaft eher abträglich, weil sich hier relativ viele Damen entillusioniert oder von Emotionen enttäuscht eine monetäre Anerkennung ihrer Leistung holen. Und trotzdem gibt es die, die noch schwingen wollen und es auch tun. Ob es nun hier gut oder schlecht für die eigene Psyche ist bei den vielen unterschiedlichen Freiern, lasse ich mal dahingestellt......
Im Idealfall verschafft mir eine sdl eine perfekte Illusion. Ansonsten , bin ich für ihren Orgasmus nicht verantwortlich :-)
@Gentlymaid Selbst der berühmt berüchtigte Womanizer konnte seine Orgasmus-Garantie nicht lange aufrecht erhalten. Und Du glaubst ernsthaft 98% der Männer denken sie seien besser?
OMG..wo soll meine Entspannung bleiben, wenn ich auf all die Anzeichen für einen "echten" Orgasmus achten will.
Ich schließe an der Stelle mal die Diskussion, es kann dazu hier nix NEUES mehr kommen.