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45 Jahre, Frau, Heterosexuell
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Warum fühlt sich die Partnerin von dir abgetörnt?

Heute hatte ich eine Erkenntnis.


Ich war mit einem Mann im Gespräch. Er erzählte mir, dass seine Partnerin sich beim Liebesspiel bisher kaum aktiv eingebracht hatte. Nun hatte er sie ganz konkret dazu aufgefordert, selbst die Initiative zu übernehmen und ihn zu verwöhnen.


Sie ließ sich darauf ein. Ohne Diskussion, ohne Widerstand. Und für ihn war diese Erfahrung sehr schön.


Das hat mich ehrlich gefreut.


Im weiteren Gespräch wurde mir jedoch noch etwas anderes klar: Genau hier entsteht häufig eine Dynamik, unter der am Ende beide leiden.


Die Frau fühlt sich gelangweilt, passiv oder sogar objektiviert. Gleichzeitig bringt sie selbst kaum etwas ein. Sie zeigt ihre Lust nicht, übernimmt keine Initiative und wird mit der Zeit vielleicht immer zurückhaltender.


Doch wie soll sich etwas lebendig anfühlen, wenn einer von beiden nur empfängt oder geschehen lässt?


Würde sie sich stärker beteiligen, ihre Lust zeigen, Wünsche äußern und selbst aktiv werden, könnte sich vermutlich auch ihr eigenes Erleben verändern. Denn wer sich einbringt, erlebt Sexualität nicht nur als etwas, das mit ihm geschieht. Er gestaltet sie mit.


Und auch als Mann darfst du dich fragen:


Was ist mein Anteil daran, dass sie glaubt, nichts mehr geben oder tun zu müssen?


Hast du sie überhaupt eingeladen, sich zu zeigen?
Hast du ihr deutlich gemacht, dass ihre Lust, ihre Initiative und ihre Berührung willkommen sind?


Oder hast du über lange Zeit alles übernommen, bis Passivität zur Gewohnheit wurde?

Es geht nicht darum, Schuld zu verteilen. Es geht darum, die gemeinsame Dynamik zu erkennen.


Denn ein lebendiges Liebesleben entsteht nicht dadurch, dass einer alles gibt und der andere nur mitmacht. Es entsteht dort, wo beide sich zeigen.


Einen schönen Tag
deine KateGoddess

Liebe KateGoddess, deine Worte berühren einen wichtigen Punkt: Wahre Intimität beginnt dort, wo zwei Menschen nicht nur ihre Körper, sondern auch ihre Wünsche, ihre Sehnsucht und ihre Verletzlichkeit miteinander teilen. Für mich liegt etwas unglaublich Erotisches darin, wenn eine Frau nicht nur empfängt, sondern ihre eigene Lust spürbar werden lässt, durch ihre Berührungen, ihren Blick, ihre Initiative und das leise Wissen darum, was sie gerade in ihrem Partner auslöst. Ebenso schön ist es, wenn ein Mann ihr den Raum gibt, sich frei zu zeigen, ohne Druck, aber mit ehrlicher Einladung. Vielleicht ist genau das die schönste Form von Hingabe: nicht sich selbst aufzugeben, sondern sich dem anderen bewusst zu schenken. Ein gegenseitiges Verführen, Entdecken und Genießen, bei dem keiner nur Zuschauer bleibt. Denn Leidenschaft lebt nicht davon, dass einer alles tut. Sie entsteht, wenn zwei Menschen einander wirklich begegnen , neugierig, offen und voller Verlangen. Danke für diesen sinnlichen und zugleich nachdenklichen Impuls. Einen wunderschönen Tag für dich.

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