Jedes Jahr am 8. März wird der Weltfrauentag gefeiert – aber feiern wir eigentlich wirklich? Oder ist es nicht vielmehr ein Tag des Erinnerns, des Kämpfens und des Weiterdenkens?
Für mich ist der Weltfrauentag kein Tag für Blumen oder ein paar leere Worte über „starke Frauen“. Es ist ein Tag, der zeigt, wie viel noch zu tun ist. Ich bin eine Frau, die ihren eigenen Weg geht, selbstbestimmt lebt und sich nicht von gesellschaftlichen Schubladen einengen lässt. Und genau deshalb bedeutet mir dieser Tag so viel.
Warum dieser Tag wichtig ist
Wir leben in einer Welt, in der Frauen immer noch weniger verdienen als Männer, in der ihre Körper und Entscheidungen oft nicht ihnen selbst gehören, in der sie für ihre Freiheit kämpfen müssen – sei es im Job, in Beziehungen oder in der Gesellschaft.
Ich bin in einer Branche tätig, in der Selbstbestimmung eine große Rolle spielt, aber auch Vorurteile und Doppelmoral allgegenwärtig sind. Viele Männer lieben es, wenn Frauen ihre Sinnlichkeit ausleben – aber wenn sie es für sich selbst tun und nicht für andere, dann wird es plötzlich verurteilt. Der Weltfrauentag ist für mich ein Zeichen dafür, dass Frauen selbst über ihr Leben, ihren Körper und ihre Entscheidungen bestimmen sollten – ohne sich rechtfertigen zu müssen.
Frauen, die mich inspirieren
Es gibt so viele Frauen, die mich beeindruckt haben – sei es im persönlichen Umfeld oder in der Geschichte. Doch am meisten inspiriert mich jede Frau, die sich traut, ihren eigenen Weg zu gehen. Die nicht nur leise bleibt, sondern ihre Stimme erhebt, egal ob es unbequem ist. Die sich nicht von Erwartungen einschränken lässt, sondern mutig das Leben führt, das sie will.
Und jetzt?
Weltfrauentag ist für mich nicht nur ein Tag im Kalender. Es ist ein Reminder, dass wir noch lange nicht am Ziel sind. Dass Gleichberechtigung nicht nur ein schönes Wort ist, sondern etwas, wofür wir jeden Tag einstehen müssen. Und dass Frauen keine Sonderbehandlung brauchen – sondern einfach die gleichen Chancen, die gleichen Rechte, die gleiche Freiheit.
Also ja, der 8. März ist wichtig. Aber noch wichtiger ist, dass wir den 9. März genauso nutzen. Und den 10. Und jeden einzelnen Tag danach.

