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Zehn Fragen, die WIR einfach nicht mehr hören wollen...Teil 4

Achtung! Dieses ist der 4. Teil meines Blogs:


"Zehn Fragen, die wir einfach nicht mehr hören wollen"!


Bitte unbedingt zum Verständnis vorab Teil 1, 2 und 3 lesen...danke!


Denn die Sex-Arbeits-Gegnerinnen, die uns in das Kriminailsierungs-Modell nach schwedischem Vorbild zwingen wollen, werfen bewußt die Begriffe "Zwangsprostitution", 

"Menschenhandel"

... und "Sex-Arbeit" in einen Topf. 


Damit entsteht der bewußt gesteuerte Eindruck, daß Sexarbeit - der von UNS bewußt entstigmatisierend gewählte Ausdruck - IMMER mit Menschenhandel und Zwangsprostitution konnotiert ist. 


Jeder und Jede sollte aber klug mit Worten und ihrer Bedeutung umgehen.


Denn: 


Alle, die hier selbstbewußt und selbstbestimmt in der Sex-Arbeit tätig sind, haben NICHTS mit Straftatbeständen wie Zwangsprostitution und Menschenhandel zu tun. 


Natürlich gibt es das - aber gerade wir engagieren uns in Verbänden wie dem BeSD dagegen!


Denn WIR sind solidarisch mit Menschen, denen es schlecht geht!


WIR wollen das nicht!


Wir prangern es an - keine Frage!


Und:


WIR unterstützen alle staatlichen Aktivitäten, das zu unterbinden.


Übrigens wird von Polizei-Seite auch immer wieder betont, daß es gerade die "ach so bösen Freier" sind...die anonyme Hinweise geben, wo Frauen in Zwangs-Prostitutions-Abhängikeiten zu sein scheinen. 


Eine wichtige Informationsquelle für die Behörden!


Ein ausdrückliches DANKE, liebe Männer, dafür! 


Und: 


Man kann es garnicht oft genug sagen: 


Das sind Straftatbestände, die auch WIR verfolgt sehen wollen...


Zwangsprostitution ist gesetzlich definiert im § 232 a StGB,


Menschenhandel im § 232 StGB. 


Beides wird mit empfindlichen Geld-und Gefängnisstrafen geahndet.


Es braucht also kein "schwedisches Modell", um dagegen vorzugegehen.

Die Gesetze sind da. Sie müssen nur konsequent umgesetzt werden...


Es ist aber Menschen-unwürdig, eine ganze Gruppe von Menschen, nämlich UNS, dafür unter Generalverdacht zu stellen, zu verfolgen und in den Untergrund zu drängen...


Fazit: 


Wir sind hier in Deutschland keineswegs - wie uns immer von den Abolotionistinnen suggeriert wird - ein rechtsfreier Raum.


Ganz im Gegenteil: 


Wir Frauen  ( und Männer und diverse Menschen aller sexuellen Orientierungen  - das wird immer gerne "vergessen" ) hier im erotischen Paralleluniversum sind aufrechte Bürger und Bürgerinnen dieses Staates. 


Und wir sind es gerne:


Wir zahlen Steuern!


Wir halten uns an die Gesetze - und kooperieren auch gerne mit der Polizei - da sie uns im Notfall Schutz gewährt.


Wir haben auch während der Pandemie-Zeit unsere erheblichen Opfer gebracht zum Wohle Aller!


Hört also endlich auf, uns unsere Bürger/innenrechte ansprechen zu wollen!


Wir verlangen Anerkennung und Gleichberechtigung!


Kein Grund, uns zu verstecken!


Wir wollen selbstbewußt gesehen werden!


Uns "verbieten" zu wollen, uns ins "Schatten-Dasein" zurückzudrängen - zwingt viele von uns nur wieder in die Arme genau dieser kriminellen Strukturen. 


Denn dann können wir uns nicht mehr bei Problemen vertrauensvoll mit der Bitte um Hilfe an Ämter, karitative Organisationen und die Polizei wenden...



8. Entwickelt "Frau" hier nicht mit der Zeit eine gewisse Abneigung gegen Männer und Sex?


Warum sollte ich das tun?


Ganz im Gegenteil:


Ich kann aus persönlicher Erfahrung und aus vielen Gesprächen mit gleichgesinnten Männern, Frauen, Menschen...die das Gleiche erleben...sagen:


Ich bin sexuell selbstbewußter und entspannter den je!


Ich weiß endlich genau, was ich will.


Ich erlebe tollen Sex und Nähe, ohne daß daraus immer gleich "Bindungsdruck" entsteht.


Und ganz wichtig:


Ich habe auch gelernt, NEIN zu sagen, wenn es nicht paßt...


Denn das wichtigste Wort ist immer: 


Konsensual!


Fortsetzung folgt...

Liebe Marie-Rose! Zu den Punkten 6+7 hatte ich schon in dem zweiten Teil Bezug genommen. Eine echte Feministin muss eigentlich für die selbstbestimmte Prostitution eintreten. Frauen darf dieser Beruf nicht verboten werden. Zu Punkt 8: Das freut mich für dich. Es trifft meiner Einschätzung nach für die Mehrheit der SDL zu. Sexarbeit erhöht das Selbstbewusstsein. SDL achten ganz selbstverständlich auf ihr Aussehen und freuen sich über ihre Wirkung. Viel Sex macht auch Hunger auf Sex. Ganz besonders wenn die Frau ihren eigenen Orgasmus bei der Sexarbeit zulässt bzw erleben kann.

7. Aug 2022Antworten

Lieber Massel, aus Dir spricht der lebens-und liebeskluge Gentleman... wunderbar!

7. Aug 2022Antworten

Zwangsprostitution und Menschenhandel, dagegen sollte sich diese Huschke Mau mal intensiv einsetzten. Das noch zu Deinem letzten und diesem Blog. Eine Bemerkung zu dem Satz, "Wir verlangen Anerkennung und Gleichberechtigung!" Kann ich sehr gut verstehen und das wäre auch nur gerechtfertigt. Aber, ich als pessimistischer Realist, vermute, daß es das in absehbarer Zeit leider nicht geben wird. Jedenfalls nicht von der breiten Masse. Von mir und vielen anderen schon.

7. Aug 2022Antworten

Es gibt diese Aussteigerinnen aus dem Paysex, die kein gutes Haar an der Branche lassen können. Es ist wie nach einer Trennung. Plötzlich ist alles schlecht. Die meisten Frauen in der Branche bleiben aber gerne und mögen "ihre" Männer. Es ist nicht nur der Sex. Es geht auch darum, lauter verschiedene Menschen kennen zu lernen und sie glücklicher gehen zu lassen als sie gekommen sind. Die breite Masse der Männer kennt Paysex aus eigener Erfahrung. Unwissenheit herrscht dagegen bei den Frauen vor. Die einen haben wüste Vorstellungen, die anderen sind heimlich fasziniert. Wieder andere sehen SDL als Konkurrenz an und wollen ihre Ehemänner von dem Unheil bewahren ( genauer gesagt: sie schützen ihre Monopolstellung in Bezug auf Sex).

7. Aug 2022Antworten

Liebe Marie - Paragraph 1 unseres Grundgesetzes ..."Die Würde des Menschen ist unantastbar.." - wir haben es schon verankert, die Umsetzung ist das Problem - jeder Mann, jede Frau sollte selbstbestimmt durchs Leben schreiten und zwar aufrecht !! Kein Verstecken, keine Angst haben, Blöße zu zeigen..im Prinzip haben wir eine solide Rechtsgrundlage und auch der Staat und die staatlichen Organe stehen derzeit Euch zur Seite, wenn Ihr Sie braucht..das ist nicht selbstverständlich...ich denke, wir alle sind nicht perfekt, aber wir können so unendlich viel voneinander profitieren - lasst uns diese Zeit genießen, denn Zeit ist endlich - was vergangen ist, ist vergangen und kehrt nicht zurück - nach vorne schauen und jeden Tag genießen... Auch ich bin im BeSD - vielleicht sollten auch einige Herren hier diesen durchaus sinnvollen Verein unterstützen..

10. Aug 2022Antworten
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