"Das war's." Sagte ich und schaute ich durch die Glasscheibe des Tores zu, wie mein Auto in der Tiefe verschwintet. Mein Bruder lachte und kommentierte mir freudig:"Na, nehme dir Abschied von deinem Wagen, denn kriegst du es nie wieder." :D
In der Tat fühlte es sich komisch an, aber natürlich wusste ich, dass es nicht wahr ist. Es ist ja nur ein Parkhaus, das vollautomatische Einparksystem hat, das wir nicht gewöhnt sind. Wieder eine Erfahrung, die ich nicht unverzichtbar bezeichnen muss, aber man wächst daran. In der Zukunft werden wir uns an diese Dinge wohl uns gewöhnen müssen.....zu mindest in den Großstädten.
Kurz musste ich schmunzeln über meine eigenen Gedanken und Gefühle, als das Automat mich aufgefordert hat den Raum zu verlassen und es vergewissern, dass keine Tiere und Personen im Auto, oder in dem Raum bleibein, wo der Wagen sich befindet. Beide Tore, vor und hinter dem Wagen waren verriegelt und ich wurde fast panisch (obwohl mich in der Regel verdammt schwer aus meiner Ruhe zu bringen), weil ich die schmale Tür nebenan erst nicht gesehen habe. "Scheiße! Soll ich JETZT raus, aber wo?!" Kaum entdeckte ich die Tür lief ich in großen Schritten raus und schon aktivierte sich das System und verlagerte mein Auto in die dunkle Tiefe der Garage.
"Tja. Die gönnen hier nicht einmal mehr das Vergnügen für das Geld." Und ich dachte dabei meine geliebte Tiefgarage in Köln, dessen Boden schon so einige Proteinspuren an sich hat. ;) "HIER würde ich eh ersticken im Wagen statt mich zu vergnügen."
Als wir nach dem Abendessen auf dem Weg wieder zu unseren Autoschlucker waren, sagte meine Mutter mit ihrer trockenen Humor: "Zur Not nehmen wir ein Taxi."
"Hey, vielleicht spuckt es ein viel besseren Wagen aus." Scherzte ich. "Ah, lieber nicht. Die ganze Shopping ist im Kofferraum. Wir nehmen doch lieber meins." Es fühlte sich so untreu an sowas überhaupt zu sagen. Immerhin diesen Wagen ist schon mein zweites Zuhause seit Jahren.
Wir schauten gespannt zu wie mein Auto wieder hergezaubert wird und fuhren raus.
Es war ein wunderbaren Tag.
Eine komische Erfahrung am Ende, aber auch das war irgendwie lustig.
Leider geht unseren Familienbesuch morgen zu Ende, aber sehr bald folgt der Nächster. Und heute in einem Jahr feiern wir in meiner neuen Heimat am Meer. Irgendwann dazwischen geht mein Schmetterlingsleben zu Ende, aber noch bin ich da und ich wünsche Dir und deine Familie ein gesegnetes neues Jahr.....auch, wenn wir uns nicht, oder nicht mehr sehen werden.

