Porno erscheint auf den ersten Blick wie ein zuckersüßes Schlaraffenland, in dem erotische Phantasien wie Gaumenfreuden dargereicht werden.
Als ich bei meinem ersten und zugleich letzten Pornocasting zugegen war, was bereits einige Jahre oder auch ein Jahrzehnt her sein muss, war mir eines sofort klar: Das Leben von Pornostars muss bitter sein. Und das liegt nicht an den größeren Kalibern, von denen man da so umzingelt ist, auch nicht am Lampenfieber oder gar an der tödlichen Langeweile, denn auch beim Porno heißt Drehen primär eigentlich zu warten.
Das ganze Übel fängt oft schon vor dem Dreh mit dem Namen an. Meistens sind es ja ganz tolle Manager und Produzenten, die sich sowas ausdenken. Das, was mir damals vorgeschlagen wurde, war so schlecht, dass ich das angedachte Pseudonym schon wieder vergessen habe. Das war bestimmt auch ganz gut so.
Offtopic: Gestern habe ich gelesen, dass eine bekannte Pornodarstellerin von einer Modemarke verklagt wird, weil sie deren Markennamen als Künstlernamen führt.
Meinen Alias habe ich mir dann schlussendlich selbst ausgedacht, weil ich einen relativ neutralen Namen für Xin... und Link... überlegt hatte. Damals wollte ich nämlich eigentlich ausprobieren, ob sich diese Kanäle auch für leibhaftige Bekanntschaften dieser und jener Art eignen würden. Und da erschien mir Mel King Point total passend für diesen Zweck. Doch eigentlich ein ganz normaler Name. Und umso betrübter bin ich, wenn ich manchmal Melkingpoint lesen muss. Es heißt MelKingPoint.
Inzwischen sind auch auf diesen Netzwerkseiten eine ganze Menge Sexworkerinnen angekommen. Aber wie man sieht, bin ich mit meiner Idee zu jener Zeit nicht sehr weit gekommen und dann gleich hier geblieben. KM hat ja auch was mit Netzwerken gemeinsam.
Oder?

