Über den/die Autor*in
Schmetterling31
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40 Jahre, Frau, Heterosexuell
Schlank, 177cm, 60kg
Deutschland (OsteuropÀisch)
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Aber bitte manchmal! 🙏😁

Freitag Nachmittag in Coburg. 

Wir haben nur noch eine Dreiviertelstunde bis die Burganlage schließt und wir mĂŒssen erst noch vom Ufer der Mosel hoch bis zum Tor. Die kĂŒrzeste Strecke hat eine sportliche Steigerung (was ich ĂŒbrigens liebe) und ich habe trotz meines uneigneten Schuhwerks ein sehr flotter Tempo drauf, bis ich irgendwann merke, dass mein Begleiter völlig aus der Puste ist. 

"Na gut. WĂ€re nicht das erste Mal, wenn eine Burg vor unseren Nase schließt." Denke ich, als ich ihm zuschaue, wie er nach Luft schnappt vor lauter Erschöpfung. "Na gut. Ihn umbringen wollte ich ja auch wieder nicht. Seit Jahren nörgele ich mit ihm, dass er ein bisschen Sport machen soll, weil er null Kondition hat, aber đŸ€·â€â™€ïž Immerhin isst er wenigstens nicht mehr so viel Mist wie frĂŒher." 

Zu meiner Freude, schaffen es doch noch die letzte FĂŒhrung mitzumachen und ich bin glĂŒcklich. Ich LIEBE Geschichte! SelbstverstĂ€ndlich als gebĂŒrtige EuropĂ€erin interessiere mich am meisten fĂŒr Unsere, damit meine ich nicht nur Die meiner Heimat, aber auch von Deutschland, Frankreich, Italien und die gesamte Mittelmeer-Raum, denn dessen Geschichte sind alle miteinander verbunden. Wie oft denke ich, dass Deutsche durchaus stolz auf ihre Nation sein dĂŒrften und ihre Heimat besser schĂŒtzen mĂŒssten......! Aber das ist ein anderes Thema. â˜ș 

Nach der Burgbesichtigung kann ich natĂŒrlich es nicht wiederstehen um den einen oder anderen Weinsorten zu probieren und einige Flaschen mitzunehmen. 

Mir knurrt schon der Magen, als wir uns fĂŒr ein Lokal endlich entscheiden, aber ich esse nun mal nicht alles, und wir haben Spargelszezon. Ich wollte gerne Spargel. 

Eine Gruppe aus drei Ă€lteres Deutsches Paar kommt ins Lokal wĂ€hrend wir auf unseren Essen warten, und setzt sich fröhlich plaudernd am offenen Fenster hin. 

Irgendwie mag ich Ă€ltere Menschen. Ich finde, sie verdienen es sich Dinge leisten zu können, wie zusammen essen gehen, wie diese Sechs. Der Anblick wird leider immer rarer. 

Mein GlĂ€schen Dornfelder fĂ€ngt an sich bei mir bemerkbar machen, dass ich mich freue endlich wieder aus dem Lokal rauszukommen, als wir fertig waren. 

Der Partyshiff dreht sich gerade und ich schnappe mir noch rechtzeitig mein Handy um den geilen Manöver aufzunehmen. In mir kommen UrlaubsgefĂŒhle hoch und Vorfreude an das Segeltörn mit Freunden in ein paar Wochen. Selbst Helene Fischer, die vom Lautsprecher des Schiffes den ganzen Tal beschallt, es nicht beschatten können. Ich muss aber grinsen. Im Restaurant redeten wir noch darĂŒber, ob wir so einen Bootstour irgendwann mitmachen sollen, aber das wĂŒrde ich wohl nicht ĂŒberleben. 😁 "Lieber nicht!" Denke ich. 

Nachdem das Schiff nur noch zu hören ist, spazieren wir am Ufer lang zum Auto und ich zeige mit meinem Finger auf ein paar Wasservögel. 

"NilgĂ€nse. Die sind hier gar nicht heimisch und verdrĂ€ngen nach und nach die einheimischen Wasservögel. Die legen manche sogar zweimal im Jahr Eier....." ErklĂ€re ich ihm. "Bei uns wĂ€ren sie wohl schon lĂ€ngst in der Pfanne gelanget. Wir mögen nun mal keinen Fremdbesatzung!" Was ich dabei noch denke, bleibt unausgesprochen. Wir kennen uns zwar seit Jahren und ich kenne ihn gut, auch er kennt mich, dass ich kein Blatt vor Mund halte,  aber ich habe einfach keine Lust weiter zu reden. Ich genieße den Sonnenuntergang und den Moment. 

Auf dem Heimweg fahren wir zufĂ€llig noch einen Burg, bzw. eine Ruine vorbei und steigen aus. Die komplette InnenwĂ€nde stehen noch und man kann die Treppen Stufen in  die Turm hoch erkennen. Wunderschön! đŸ„° 

Unten am Fuß des Burges hört man den Bach zu plĂ€tschern und ĂŒber uns kreiselt eine Falke herum und mich erfĂŒllt ein starkes Verlangen das ich leider wieder nicht ausleben kann. DAFÜR habe ich wieder den falschen Mann mit. đŸ€·â€â™€ïž 

Nichtsdestotrotz war es ein sehr schöner Nachmittag und am Abend haben wir meine Lieblingsserie zigte Mal angeschaut, und ein bisschen komme ich zu ihm schon wie nach Hause. Es muss nicht immer die wilde Vögelei sein. (Aber bitte manchmal! 🙏) 


â˜șâ˜șïžđŸ‘ Grandiose kleine Geschichte, ich mag es wie du schreibst, humorvolle Wortakrobatik mit sympathischen Spitzen, vielen Dank dafĂŒr 😘

11. JunAntworten
@Stardream Danke fĂŒr die Blumen đŸŒč 😘 Nun ja. Ich lebe auch die traurige RealitĂ€t des Singleseins, auch, wenn es fĂŒr viele noch so unglaubwĂŒrdig scheint. đŸ˜„đŸ€·â€â™€ïž Zuviel anderweitige BeschĂ€ftigungen und wenn ich mich mal hier verabrede, werde ich massiert. Oder gehen essen, AusflĂŒge, Musical

 Ich will mich nicht beschweren, ich liebe es alles. Immerhin besser, als ins Kloster zu ziehen und den ganzen Tag zu beten, aber

😇😁 2024 wird mein Jahr werden! 😜
11. JunAntworten

Übrigens, wer den Moseltal noch nicht kennt, kann ich vom Herzen empfehlen! Nicht um sonst haben es schon die Römer fĂŒr sich entdeckt. Einfach malerisch schön, sauber, nette Menschen, leckere Weine und eine unglaubliche Geschichte! Insbesondere im Sommer und zum Erntezeit ein Ausflug Wert. Auch mit Familie.

11. JunAntworten

Du kannst nur Cochem gemeint haben. Sicher wunderschön. Denn allzu begeistert bin ich von den Frankenweinen hier nicht. Eine tolle Zeit noch!

18. JunAntworten
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