Neulich saß ich mit Freunden zusammen, ein Glas Wein, gute Stimmung – und irgendwann fiel das Wort Bodycount.
Ich dachte kurz: Oh je. Denn obwohl meine Freunde mich als offen und neugierig kennen, ist das ein Thema, bei dem ich kurz überlege, wie ehrlich ich sein will.
Nur eine Handvoll Menschen in meinem Umfeld wissen von meinem zweiten Leben.
Wie also antworten, wenn jemand plötzlich fragt: „Und, wie viele waren’s bei dir?“
Nach kurzem Zögern nannte ich die Zahl, die meine „unentgeltliche“ Vergangenheit beschreibt.
Damit fällt man am wenigsten auf.
Aber natürlich – die wahre Zahl ist eine andere. Und wisst ihr was? Ich bereue keine einzige dieser Erfahrungen.
Früher dachte ich, ich wüsste, was Sex bedeutet. Heute weiß ich: Ich hatte keine Ahnung.
Ich brauchte viele Begegnungen, um zu verstehen, was ich mag, was nicht – und dass es kein allgemeingültiges „normal“ gibt. Niemand bereitet dich darauf vor. Du lernst nur durch Erleben, durch Ausprobieren, durch Nähe und auch durch Distanz.
Ein Blick ins Internet verrät: Der durchschnittliche Bodycount liegt bei 8,7.
Ich musste lachen – meine private Zahl übersteigt das locker.
Aber was soll’s? Ich mag Sex. Wirklich. Und das ist keine Floskel, sondern das Ergebnis vieler Erfahrungen, vieler Männer, vieler Momente.
Trotzdem (oder gerade deshalb) hat sich mein Blick auf Beziehungen verändert.
Eifersucht? Früher selten, heute fast gar nicht mehr.
Sex kann man mit vielen Menschen haben – aber eine echte Verbindung, dieses Gefühl von Vertrauen, Wärme und Nähe, das bleibt etwas Besonderes.
Warum also eifersüchtig auf etwas rein Körperliches sein, wenn die psychische Bindung so viel tiefer geht?
Und jetzt frage ich euch:
Zählt beim Bodycount wirklich alles – auch, wenn Geld im Spiel war?
Oder sind das zwei verschiedene Welten?
💬 Ich bin gespannt auf eure Gedanken.


Beim Bodycount zählt alles. Ganz besonders auch dann wenn Geld im Spiel ist. Mein Bodycount liegt dadurch auch erheblich höher als der Durchschnitt und ich schäme mich dafür nicht sondern betrachte das als Teil meiner persönlichen Entwicklung.
Beim Bodycount zählen natürlich alle Körper. Wenn man alle zusammenzählt, ergibt sich eine Zahl. Die eigentliche Frage ist doch welche Bedeutung man dieser Zahl überhaupt beimisst. Früher musste man in Mitteleuropa monogam leben. Der Bodycount musste 1 sein. Vor ein paar Jahrzehnte wurde ein Kampf für mehr Freiheit gestartet. Aber wirklich frei sind wir immer noch nicht. Man wird für die Anzahl seiner Sexualpartner bewertet und eventuell verurteilt. Wir als Gesellschaft sollten uns von dieser Oberflächlichkeit lösen. Wir sollten Wert legen auf das, was wirklich zählt: ob der betroffenen Person der Sex gefallen hat.
Man kann es Trennen,aber der Zähler läuft beim Bodycount mit,egal ob aus Liebe,Geld oder etc. bei jeder sexuellen Begegnung.Jeder muss es für sich selbst trennen können im emotionalen und auch auf dem moralischen Aspekt....
Guten Morgen Ich finde beim Bodycount kann man unterscheiden ob Geld oder Liebe im Spiel ist. Aufgewachsen bin ich monogam und es dauerte etwas bis ich es zugelassen habe das es auch eine andere Seite gibt. Ich möchte keine meiner Erlebnisse vermissen, denn jedes war einzigartig. Mittlerweile bin ich der Meinung der Mensch ist nicht dafür gemacht monogam zu leben aber die Gesellschaft ist noch weit davon entfernt dies zu akzeptieren, daher würde ich es auch vorziehen bei der Frage nach dem Bodycount nicht die ganze Wahrheit zu erzählen. Viele Grüße
Beim Bodycount zählt jeder Kontakt, hat er doch zu der von dir beschriebenen Veränderung deiner Wahrnehmung von Beziehung und Sex geführt. Wie du richtig beschreibst, führen viele Kontakte zu einer Veränderung der eigenen Einstellung zum Sex und auch zu einer anderen Einstellung zu partnerschaftlichem Verhalten. Eifersucht wird weniger, Exklusivität in der Partnerschaft verliert an Bedeutung, Intimität wird beliebiger, eine Person an der eigenen Seite wird u.U. austauschbarer. Das hat viele Vorteile, aber auch den Nachteil, daß Menschen ohne diese Erfahrung jemanden mit solchen Erfahrungen als oberflächlicher, wechselhafter und unemotionaler wahrnehmen und mit ihm nicht in eine ernsthafte Beziehung treten wollen aus Angst, verletzt zu werden. Man muss also jemanden finden, der ähnlich tickt, spielt man mit offenen Karten. Alle anderen verstehen einen aufgrund anderer Erkenntnis nicht und stempeln einen oberflächlich, lasterhaft, und beziehungsunfähig ab und wollen keine intensive Verbindung, bestenfalls Freundschaft. Die Angst vor Beliebigkeit und Austauschbarkeit ist einfach zu groß und die Befürchtung, der nächste bitte....