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ZWEI FRAUEN SIND EINE HOCHDISZIPLIN . Wie ein FFM unser Ego testet

Ich habe sie erlebt. Einige.

Solche, über die man lacht. Manche, über die man später nicht mehr spricht.

Und leider auch diese, an die man sich kaum erinnert, weil man jung, dumm und betrunken war.

Nur wenige waren wirklich schön. Nicht im Sinne von filmreif, sondern stimmig und rund.

Ich grüble bis heute, warum das so selten gelingt.

Ich weiß nur: Ein FFM ist kein sexuelles Add-on, das einfach doppelten Spaß bringt.

Es ist ein emotionaler Verstärker, ein bisschen wie ein Joint.

Er erschafft nichts Neues, sondern verstärkt nur das, was ohnehin schon am stärksten da war.

War Verbundenheit da, wird sie stärker. War Unsicherheit da, tritt sie deutlicher hervor. War Besitz da, wird er intensiver.


Vielleicht ist genau das der Grund, warum ein gemeinsamer Kosmos so schwer greifbar ist: Drei Welten lassen sich selten deckungsgleich machen.

Und vielleicht ist die entscheidende Frage gar nicht: Was passiert? Sondern: Wer will das eigentlich – und warum?


DAS MOTIV – WER WILL WAS EIGENTLICH?


DAS PAAR

Manchmal entsteht die Idee tatsächlich gemeinsam.

Ein Paar redet, wägt ab, klärt Grenzen. Alles scheint abgesprochen. Es wirkt vernünftig.

Man war doch ehrlich. Doch:

„The truth is rarely pure and never simple.“


ER

Oft ist es der Mann. Ganz oft – fast immer.

Die Richtung wirkt klar: seine Fantasie. Zwei Frauen. Mehr Aufregung. Mehr Bestätigung. Mehr Show.


SIE

Manchmal ist es die Frau. Dann wird es komplex.

Oft hofft sie, etwas zu öffnen oder zu reparieren, was in der Beziehung bereits brüchig ist.

Sie will modern sein, großzügig, cool.

Und ja – manchmal gibt es echte Neugier auf eine andere Frau. Aber seltener, als viele glauben.


DIE ANDERE

Handelt es sich um eine Escort in einem bezahlten Rahmen, scheint ihr Motiv klar: auf lukrative Weise Teil eines Arrangements zu sein.

Steril. Und auch hier selten die ganze Wahrheit.

Nun treffen drei Motive aufeinander – und da ist der Salat  aus drei völlig unterschiedlichen Perspektiven.


DER MANN

Da ist er, aufheregr, mit Erwartung nach mehr. Und dann: Puff.

Doppelte Show, doppelte Arbeit. Mehr Verantwortung.

Begehren lässt sich nicht gleichmäßig verteilen wie Champagner.

Ein Blick dauert einen Moment zu lang. Eine Berührung ist intensiver als gedacht.

Und schon kippt etwas – eine steht innerlich draußen.

Und da ist er, überfordert, die Balance zu halten.

Noch schwieriger,aber interessanter  wird es, wenn die Frauen sich mögen. Wenn sie lachen, reden, sich ansehen.

Dann nicht im Mittelpunkt zu stehen, nicht zu konkurrieren, nichts kontrollieren zu wollen – das verlangt einen wirklich sehr coolen Typen.


DIE PARTNERIN

Die Ehefrau. Die echte. Oder die gespielte. Die erste Geige.

Sie sagt, sie ist einverstanden. Oder die Idee kommt von ihr.

Sie sagt sogar, der Gedanke macht sie an.

Doch in dem Moment, in dem die Zweite den Raum betritt, beginnt in ihr etwas zu arbeiten.

Nicht der Sex ist es. Ein FFM ist selten körperlich bedrohlich. Emotional ist er es oft.

Und zack – alle Abmachungen schwinden.

Man will dieses Gefühl verstecken, aber etwas hält nicht mehr.

Egal, wie vernünftig man alles ansprach. Egal, wie offen oder modern man sein wollte – wenn Vergleiche entstehen, kippt es.


DIE ZWEITE – DIE EINGELADENE

Die Escort. Die Frau von außen.

Von ihr erwartet man Erfahrung. Dynamikgespür. Neutralität.

In der Praxis ist es oft komplizierter. Auch sie ist kein neutrales Subjekt.

Manchmal ist sie unsicher.

Manchmal überdreht sie und reißt die Bühne an sich.

Manchmal ist sie angepasst, bloß nicht zu viel Raum einzunehmen.

Oder – fatal – sie ist abgestumpft, und nur ihr Körper ist anwesend.

Und fast immer wird sie zur Projektionsfläche.

Alles, was zwischen den anderen beiden nicht gesagt oder nicht ausgehalten wird, landet bei ihr.

Nicht immer absichtlich. Aber kaum steuerbar.


Nun Long Story Short : 

Ein MFF ist keine leichte Fantasie. 

Es ist eine Hochdisziplin.


Ja, man kann dabei etwas gewinnen. Und man kann einiges verlieren.


Weil MFF Fantasie kein Ego kennt. Und  MFF Realität immer drei hat.

Liebe Emma, interessante Betrachtungen! Meine Frau stand (bis zur Menopause) auf MFF und hat auch eine bisexuelle Ader (nur meinte sie immer, dass sie mit keiner Frau in Beziehung sein könnte, da sie sich nur anzicken würden, sie hat es probiert😉, und deshalb mich als "typical male" (c) Tina Turner, geheiratet.) Wir fanden/ich finde nicht nur den emotionalen Aspekt, den Du sehr gut herausarbeitest, interessant, sondern auchcganz banal den "technischen", damit meine ich wie im Idealfall keiner von den Dreien sexuell zu kurz kommt, zumal ja insbesondere Männer nicht unendlich oft innerhalb eines bestimmten Zeitraums "kommen können"😉. Meiner Erfahrung nach sind die beiden besten Positionen "Double Cowgirl" (M liegt, eine F macht Facesitting, die andere F reitet ihn, die beiden FF schauen sich an und können zusätzlich "miteinander" was machen, oder die beiden FF sind in 69 und der M ist abwechselnd am einen oder anderen Ende "zugange" (emotional hatten meine Frau und ich unsere MFF Dreier immer ohne Probleme im Griff. LG Aurelius

16. Feb

Danke für deine intensive Auseinandersetzung mit meinem Text. Es scheint, ich habe nicht nur einen Leser , sondern auch einen Mentor gefunden. 😘😉

16. Feb
@Emmy44 Mi poesión, beim Lesen dieses Austauschs ist mir weniger der Inhalt aufgefallen als der Unterton, der mitschwingt. Deine Worte tragen sonst eine sehr eigenständige, reflektierte Haltung in sich – eine klare Beobachterposition. Und genau deshalb wirkt dieser kleine Moment fast wie ein leiser Bruch: als würde sich für einen Augenblick eine andere Ebene zeigen, eine, die nach Einordnung sucht, nach Resonanz, vielleicht sogar nach... Nicht im oberflächlichen Sinne eines „Mentors“, sondern eher als stiller Hinweis darauf, dass auch in dir diese Fragen nach Orientierung, nach Spiegelung, nach Halt existieren – gerade in einem Feld, in dem so vieles von Kontrolle, Selbstdefinition und Inszenierung geprägt ist. Das wirkt auf mich nicht schwach, wenn Du es zulässt, wenn Du Dich darauf einlässt…ehrlich bist…. Und vielleicht ist genau das die spannendste Linie in deinem Text: dass hinter all der Klarheit und Analyse immer auch ein leiser Wunsch nach Echtheit und Gegenüber mitschwingt. Miguel
17. Feb
@Miguel_1975 So viel Analyse war gar nicht nötig. „Mi poesía“ hätte vollkommen gereicht. 😘😉
17. Feb
@Emmy44 Solo el mío, y lo sabes desde el fondo de tu corazón❤️‍🔥. Falta el paso valiente, ¿verdad?
17. Feb

Schöner Blog, das vorab - FFM, ja eine interessante Kombination - ich selbst habe auch diese Konstellation erlebt, eine, wo ich gesagt hätte, nie wieder ( es wurde geschauspielert und das geht überhaupt nicht - Folge Abbruch) - dann nach einer gefühlten Ewigkeit ein neuer Versuch und das war einfach fantastisch - es hatte alles gepasst an diesem Abend ..das Ambiente und das Wichtigste, die zwei Frauen - beide bisexuell und verstanden sich blind - wir hatten soviel Spaß miteinander, wahrscheinlich nur ein einmaliges Erlebnis...ein FFM fällt und steht mit den Damen, wenn es da schon nicht passt, ist es aus meiner Sicht zum Scheitern verurteilt.

21. Feb
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