Wer kennt es nicht?
Jede selbstständige Dame trifft früher oder später auf ihn.
Nicht auf den Kunden, der tatsächlich bucht.
Nicht auf den Kunden, der die Anzahlung überweist.
Nicht auf den Kunden, der Grenzen respektiert.
Nicht auf den Kunden, bei der "Eskort" denkt; "Wow! der war toll, den wurde ich gerne nochmal sehen und in real Daten." Solche Kunde habe ich auch gehabt.
Nein.
Ich spreche vom seltenen, aber erstaunlich ausdauernden Exemplar des „Fast-Buchers“.
Dieser Kunde verbringt Jahre in deinem Postfach.
Jahre.
In meinem Fall fast zwei! 😄😳 😱
Seit zwei Jahren stehen wir angeblich kurz vor einem Treffen. Seit zwei Jahren ist die Buchung „diesmal ganz sicher“. Seit zwei Jahren ist er „absolut ernsthaft interessiert“.
Und dann passiert etwas.
Immer.
Mal ist es eine Erkältung.
Mal ein Wasserschaden.
Mal irgendein dramatisches Ereignis, das offenbar nur wenige Stunden vor dem geplanten Termin eintreten kann.
Man fragt sich irgendwann, ob dieser Mann tatsächlich existiert oder nur eine urbane Legende des Internets ist.
Doch dieses Mal war alles anders.
Dieses Mal war er ernst.
Wirklich ernst.
So ernst, dass wir fast 90 Minuten telefonierten.
Nicht einmal.
Mehrfach.
Wir sprachen über mögliche Treffen, gemeinsame Reisen, Urlaube und allerlei Zukunftspläne.
Nach dem dritten Gespräch fragte ich mich langsam, ob wir ein Date organisieren oder gemeinsam eine Firma gründen 🤣
Dann beginnt traditionell Phase Zwei:
Die Preisverhandlung
Ein faszinierendes Phänomen.
Der Kunde findet dein Profil.
Er sieht deine Preise.
Er kennt deine Preise.
Er sagt, das Geld sei "kein Problem"
Und anschließend erklärt er dir ausführlich, warum diese Preise für alle anderen gelten mögen – aber selbstverständlich nicht für ihn.
Es ist ungefähr so, als würde man ein Autohaus betreten und sagen:
„Der Porsche kostet 120.000 Euro? Verstehe. Wie wäre es stattdessen mit 40.000 Euro und meiner charmanten Persönlichkeit?“
Merkwürdigerweise funktioniert das dort genauso wenig wie bei einer Escort-Dame.
Doch damit nicht genug.
Jetzt kommt Phase Drei.
Der Grenzentester
„Wie sieht es denn mit ungeschütztem Verkehr aus?“
Nein.
„Aber ich bin sauber.“
Nein.
„Ich lasse mich regelmäßig testen.“
Nein.
"Mein bester Freund funktioniert dann nicht"
Sorry, Nein.
„Aber ich bin ein netter Kerl.“
Immer noch nein.
Es ist erstaunlich, wie viele Menschen glauben, dass ein Nein lediglich der Beginn einer Verhandlung sei.
Ist es nicht.
Ein Nein ist ein vollständiger Satz.
Grenzen sind keine Diskussionsgrundlage.
Grenzen sind Grenzen.
Professionelle Damen haben Regeln aus gutem Grund: Gesundheit, Sicherheit, Legalität und Selbstschutz.
Diese Regeln gelten für alle.
Ohne Ausnahme.
Der wirklich interessante Teil kommt jedoch erst danach.
Wenn die gewünschte Ausnahme nicht gewährt wird und das Treffen erneut nie stattfindet, verwandelt sich der „Fast-Bucher“ plötzlich in einen Kritiker.
Auf einmal ist die Dame:
„frech“
„unfreundlich“
„unzuverlässig“
oder sonst irgendwie schuld.
Das ist ungefähr so logisch, wie ein Restaurant schlecht zu bewerten, weil es sich weigert, die Speisekarte für einen einzelnen Gast neu zu erfinden.
Was lernen wir daraus?
Liebe Kolleginnen:
Lange Telefonate sind keine Buchung.
Große Versprechen sind keine Buchung.
Urlaubsfantasien sind keine Buchung.
Preisverhandlungen sind keine Buchung.
„Ich bin diesmal wirklich ernst“ ist ebenfalls keine Buchung.
Eine Buchung ist eine Buchung.
Ein seriöser Kunde respektiert Grenzen.
Ein seriöser Kunde akzeptiert Preise.
Ein seriöser Kunde leistet die vereinbarte Anzahlung.
Ein seriöser Kunde macht einen Termin aus – und erscheint.
Alles andere ist Unterhaltung.
Und so unterhaltsam manche Menschen auch sein mögen:
Mein Kalender bevorzugt weiterhin bestätigte Termine gegenüber zweijährigen Fantasieprojekten.
Stay Safe! And remember no unprotected sex!


Davon gibt's hier mehrere Exemplare....
Genau so ist es. Wer es ernst meint macht Nägel nit Köpfen, alles andere ist Zeitverschwendung. Man lernt immer dazu und das Verhalten eines "Fast-Buchers"....
Haben diese Typen keine Hobbys? Denen muss ja ziemlich langweilig sein.
Als Anbieter bleibt einem nur die Option, zu Beginn alles nett und verbindlich zu gestalten und bei wiederholtem Kontakt ohne Verbindlichkeit des Gegenübers die Reißleine zu ziehen. Wer tatsächlich eine schöne Zeit haben möchte sieht auch den Aufwand des Gegenübers. Wem das egal ist, hat auch sonst nicht viel zu bieten....
Ja, so sind einige Männlein. Das habe ich auch in den ersten Jahren leidvoll erlebt und ich gebe zu, dass ich seither mich nur dann mit Männern austausche, wenn sie mir dann einen Obolus für meine Zeit überweisen. Ansonsten gibt es keinen Kontakt. Leider ist es oft so, dass dann das Männlein sein wahres Gesicht zeigt und dich, wie oben von der Autorin beschrieben dann beschimpfen möchte, oder aber dann Ausreden kommen. Leider kann ich mir davon kein Brot kaufen, ergo: nur wenn der vereinbarte Tribut auf meinem Konto ist, bin ich auch wieder ansprechbar ;)