Über den/die Autor*in
JessikaneuinderStadt
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39 Jahre, Frau, Heterosexuell
Mollig, 168cm, 84kg
Deutschland (Mitteleuropäisch)
Kontakt
Ein Anruf, den jede Sexarbeiterin hasst...

Hallo in die Runde ;-)


Sexarbeit lebt von der Diskretion.

Ich bemühe mich wahrhaftig darum, diese hinreichend zu gewährleisten.

So gibt es Männer, die mir klipp & klar sagen, dass sie nur von 8-16 Uhr anrufbar sind.

Danach soll Funkstille herrschen, da die Gattin heim kommt.

Zum Glück gibt es heutzutage so geniale technische Hilfsmittel, von denen die Huren der Vorzeit geträumt hätten.

Wir können Chats über anonyme Messanger führen, wo man(n) seine Nachrichten ähnlich wie bei "007" nach dem einmaligen Lesen automatisch ins Nirvana jagen kann.

Wir können nur via des entsprehenden Sexportals miteinander kommunizieren, wo die Frau fürs Leben sich ohne Passwort gar nicht einloggen kann & ich nutze die Bequemlichkeit, mir im Kontaktprofil bei whatsapp entsprechende Notizen zu hinterlegen (a la; "Uwe, 61 J alt aus Stadt XY, darf nur von 7-16 Uhr kontaktiert werden).


Richtig clevere Kerlchen speichern mich unter einem Männernamen - Pendant (z.B. würde aus Jessika der Kumpel "Jens" im Handyverzeichnis), alles schon erlebt... oder löschen den Chat mit mir & blockieren mich so lange bis sie mal wieder in meiner Region sind & mich daten wollen.

Das nennt man "Vorsorge betreiben" oder auch - naturwissenschaftlich ausgedrückt - "den Orkan abwenden".

Ich gehöre NICHT zu der Kategorie Sexarbeiterin, die ihre Kunden anquengelt, wenn sie gerade ein leeres Portemonnaie hat. Ich finde sowas aufdringlich, respektlos & auch menschlich sehr fragwürdig.

Dann sollte Frau sich lieber langfristig Geld zurücklegen, um auch mal Flautezeiten durchzustehen bis die Kundschaft wieder auf sie zukommt.


Tja, 2 Kunden meinerseits hatten leider nicht so viel Geschick.


Fall 1: Ich bin in einem Hotel, um Dates zu machen.

Es geht eine whatsapp eines Mannes ein, den ich nicht getroffen hatte, da es Gerangel ums Honorar gab (er wollte nur per Paypal zahlen, was ich ablehnte).

Da wir nur oberflächlichen Chat - Kontakt hatten, ist mir seine spezifische, ihn charakterisierende  Wortwahl nicht vertraut.

Aufgrund des damals nervigen Chats habe ich auch Misstrauen, ihn jetzt zu treffen. Nun beginnt er auch noch zu pöbeln, ich solle gefälligst mal antworten. Mein erster schlechter Eindruck erhärtet sich & just bevor ich ihn auf die Ignolist hieven kann, ruft er an.

"Na warte, Du ungehobeltes Etwas!" denkt die Wut in mir & nimmt das Telefont an.

Dran ist zu meiner absoluten Verwunderung nicht er, sondern seine Liebste. Fängt sofort an, mich zu betiteln, woher ich denn die Nummer ihres Freundes hätte..."

Ungewohnt geistesgegenwärtig (ja, ich bin leider zu oft lahm im Handeln, wie die 112 zu drücken als der Blitz bei uns einschlug & schon Rauch aus dem Garagendach aufstieg, dann verfalle ich leider in eine Schockstarre!) höre ich mich ganz glaubhaft sagen: "Meine Nummer? Die kann nur im Handy sein, da ich jüngst ein Inserat in ebaykleinanzeigen eingesetzt hatte. Und - ich rufe sehr zu meinem Vergnügen in das leere Hotelzimmer hinein - "Schatz, nimm`doch endlich mal die Haushaltsauflösung von Deiner Mutter heraus, immerzu rufen hier Leute an obwohl doch schon alles weg ist!" und lege auf.


Wenn der anstrengende Herr jetzt wissen würde, dass ich ihm (und seiner Ehe?) trotz seines unguten Verhaltens neulich mir gegenüber gerade den A...gerettet habe, so wäre eine Massage als Wiedergutmachung locker drin ;-)


Fall 2 - leider ohne Happy End -


Ein Mann, an dessen Date mit mir ich mich noch gut erinnern konnte ( obwohl es ca 1.5 Jahre her ist) schreibt mich im an. Das Übliche "Hallo, wie gehts Dir so?"

Stammgäste haben ja den Vorteil, dass Frau ihre Eigenheiten kennt. Knappe Sätze oder bestimmte Smilies / Ausdrucksauffälligkeiten.

Das macht es einfacher für mich die Korrektheit dieser Kommunikation zu verifizieren.


Fortsetzung folgt, da man im Blog nun eine begrenzte Zeichenzahl hat ;-/

Na ja, ich sehe das alles mit gemischten Gefühlen: Erstens, die sogenannte "Gen Z" tippert ja lieber auf WhatsApp / und den ganzen Ferz, bringt es aber im Restaurant nicht fertig, sich "im real life" beim Kellner ein Abendessen zu bestellen. Einfach mal gurgeln, da Fremdlinks nicht erlaubt (Stichwort: Speisekartenangst). Bin ich froh, ohne Smartphone aufgewachsen zu sein, auch wenn früher bestimmt nicht alles besser war. Zweitens, die Damenwelt hat sich Jahrzehnte lang über die ach so schlimmen Männer beklagt und sie zu regelrechten Wussies umerzogen. Dies ist nun das Ergebnis. Hat jetzt in keinster Weise etwas mit Dir zu tun, Jessika, aber so langsam sollte sich die ganze Damenwelt auch mal klar werden, was sie eigentlich wollen.... Und ja, der von Dir beschriebene Anruf war natürlich extrem dumm gelaufen, da hast Du recht. Für manche ist Diskretion eine Selbstverständlichkeit, aber nicht alle sind so. Leider.

2. JanAntworten

Hallo 😉, Die Einsicht teile ich. Bis vor 3 Jahren hatte ich als einzige in meinem Freundeskreis gar kein Smartphone sondern nur ein einfaches Nokia. Hab mich in Berlin in meiner Wohnung verabredet, erstmal die ungefähre Adresse genannt & dann sollte der Herr anrufen wenn er an der Ecke zu meiner Straße angelangt war damit ich ihm die richtige Adresse nenne zum Schutz vor Fakes. Mittlerweile brauche ich ein Smartphone da ich mich hier zur Verabredung in meinem Camper nicht mehr auf Straßen- Namen berufen kann, da ich auf gut befahrbaren Wald& Feldwegen stehe. Nicht mehr durch eine Beschreibung zu finden, wie " am waldeingang links halten, 3. Abzweig rechts!". Mein Smartphone erleichtert mir mitunter den Alltag indem ich es als Navi nutze, nachsehen kann, ob der Zug verspätet am Bahnhof einfährt oder noch schnell checke, ob ein Schneegebiet aufzieht damit ich meine Fahrten entsprechend plane. Aber dieses ganze hin & her gechatte nimmt mittlerweile so viel unkonstruktive Arbeitszeit ein, dass ich damit liebäugele, es einzugrenzen. Sagte der Chef meiner Kfz Werkstatt neulich auch zu mir, whatsapp sei ein Zeitfresser, deshalb werde er es PRIVAT abschaffen da er wenn er frei hat, ECHTE Freizeit will anstatt beleidigter Freunde , weil er 1 Video nicht geliked hat.

5. JanAntworten
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